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Söderling kein Sonderfall
06. Juni 2009 15:03; Akt: 06.06.2009 15:21 Print
Überraschungsmänner bringen es nicht
von Patrick Toggweiler - Immer wieder schaffen es absolute Aussenseiter in das Finale eines Grand Slam Turniers. Zum Sieg reichte es in jüngerer Vergangenheit aber nur gerade zweien – und der eine stand erst am Beginn seiner Karriere.
Michael Chang war gerade mal 17 Jahre alt, als er 1989 Stefan Edberg im Finale der French Open mit 6:1, 3:6, 4:6, 6:4, 6:2 besiegte. Der Nobody hatte in einem legendären Achtelfinale Ivan Lendl zermürbt – zum Teil mit unorthodoxen Mitteln. So schlug er phasenweise nicht über Kopf, sondern wie im Training aus Hüfthöhe auf. Während der Schlussphase wurde der koreanisch-stämmige Amerikaner von Krämpfen geplagt, von denen er sich immer wieder erholen musste – eine Folge seines unglaublichen Laufpensums, das er als Defensivkünstler an den Tag legen musste. In seiner über zehnjährigen Karriere gelang es Chang nicht mehr, einen weiteren Grand-Slam-Titel für sich zu entscheiden.
2004 gewann der ungesetzte Gaston Gaudio gegen seinen argentinischen Landsmann Guillermo Coria das Finale der French Open in fünf dramatischen Sätzen mit 0:6 3:6 6:4 6:1 8:6. «El Gato» - die Katze – schaffte es später immerhin in die Top Ten der Tennisweltrangliste. Weitere Grand-Slam-Titel blieben aus.
Alle anderen Aussenseiter kassierten Niederlagen. Unter anderem auch gegen Roger Federer. Bei seinem ersten Wimbledon-Finale deklassierte Federer Mark Philippoussis mit 7:6(5), 6:2, 7:6(3) und 2006 beendete der Schweizer den überraschenden Triumphmarsch des ungesetzten Zyprioten Marcos Baghdatis mit 5:7, 7:5, 6:0, 6:2. Alles in allem: Kein schlechtes Omen für Roger Federer.































