Luca Fazzini

27. Dezember 2017 18:37; Akt: 27.12.2017 18:37 Print

Ist der Bomber der Nation gut genug für Olympia?

von Marcel Allemann, Davos - Kein Schweizer trifft in der Liga so oft und schiesst so hart wie Luca Fazzini. Ob dies für die Olympischen Spiele reicht, ist dennoch unklar.

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Eine erste Duftmarke hat Fazzini am Spengler-Cup schon hinterlassen. Beim 6:1-Startsieg der Nati gegen Dinamo Riga reihte auch er sich mit einem strammen Schuss, der via Pfosten den Weg ins Tor fand, unter die Torschützen. Das ist wichtig für den 22-Jährigen aus Mendrisio, der schon als 10-Jähriger zum HC Lugano wechselte, denn er kämpft am Spengler-Cup auch um ein Olympia-Ticket.

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«Das kann eine gefährliche Saison werden»

Fazzini ist einer der aufstrebenden Schweizer Spieler der letzten anderthalb Jahre. Vergangene Saison gelang ihm mit 16 Toren und 10 Assists (Qualifikation) der Durchbruch. In dieser Spielzeit hat der Lugano-Spieler diese Werte nicht nur bestätigt, sondern nochmals eine Schippe draufgelegt und ist bereits bei 16 Toren und 20 Assists angelangt. Damit ist der klassische Sniper die Nummer 7 in der Skorerliste der National League und sowohl der beste Schweizer Skorer wie auch der beste Schweizer Torschütze.

«Ich war mir im Sommer bewusst, dass dies eine sehr gefährliche Saison für mich werden kann, denn die letzte Saison war auch für mich eine Überraschung und dies dann zu bestätigen, ist nicht einfach», sagt der Tessiner. Darum ist er glücklich darüber, wo er aktuell steht, vor allem auch wenn man bedenkt, dass der Saisonstart schwierig war. «In den ersten sechs Partien lief es mir überhaupt nicht, doch der Staff in Lugano und meine Teamkollegen haben mir geholfen. Plötzlich gingen die Schüsse wieder rein und ich kam zu meinen Skorerpunkten.»

«Fazzini ist ein untypischer Schweizer»

Wenn ein Spieler so heiss ist wie derzeit Fazzini, dann sollte es eigentlich ausser Frage stehen, dass er seinen Platz im Olympia-Kader auf sicher hat. Ist es in seinem Fall aber nicht. Fazzini befindet sich weiterhin in einem Entwicklungsprozess, der noch nicht abgeschlossen scheint. Nationaltrainer Patrick Fischer befasst sich nun mit der Frage, ob dieser weit genug fortgeschritten ist, damit er seine Qualitäten auch auf internationalem Toplevel einbringen kann oder ob ein Olympia-Turnier für ihn noch zu früh kommt.

«Fazza ist ein untypischer Schweizer. Er schiesst aus allen Lagen und dies enorm hart. Doch um zu Chancen zu kommen, muss man schnell genug sein. Um diesen Schritt zu machen, hat er auch in der National League zwei, drei Jahre gebraucht. Er hat enorm an seinem Speed und an seiner Explosivität gearbeitet», sagt Nationaltrainer Patrick Fischer, einst in Lugano auch sein Club-Trainer, über das Stürmerjuwel.

Angelt sich der Hobbyfischer das Olympia-Ticket?

Enorm verbessert hat sich Fazzini in den letzten Jahren auch im physischen Bereich. Noch vor ein, zwei Jahren hatte er da im Vergleich zur Konkurrenz Defizite. «Zu Beginn war ich körperlich für die NL noch nicht bereit», sagt Fazzini. Doch wie stuft er nun seine Olympia-Chancen ein? «Klar ist Olympia auch bei mir im Kopf. Doch den Entscheid fälle nicht ich, sondern Patrick Fischer. Deshalb konzentriere ich mich darauf, einen guten Spengler-Cup zu spielen, und danach sehen wir weiter.»

Im Stadion steht Luca Fazzini als Torschütze gern im Fokus. Daneben mag er es wesentlich beschaulicher. «Mein grösstes Hobby ist das Fischen», erzählt der Jungstürmer. «Ich bin im Sommer oft den ganzen Tag irgendwo im Tessin oder in Graubünden, sitze an einem Fluss und fische. Ich liebe es, in der Natur zu sein, und geniesse diese Ruhe», so Fazzini. In Davos stellt sich für ihn jedoch derzeit nicht die Frage, ob er eine Forelle, sondern ob er sein Olympia-Ticket an Land zieht.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MG am 27.12.2017 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Fussballer mit Eishockeyspieler zu vergleichen ist ja schon.... aber dann auch noch ein Deutscher...

  • Kevin Klöpfer am 28.12.2017 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So nicht

    Naja, solange der Fischi sn der Bande steht, ist an Olympia schon lange ausgebombt!!

  • Ahjo am 27.12.2017 18:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ein wahrer

    Es gibt nur ein Bomber der Nation und das ist Gerd Müller!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kevin Klöpfer am 28.12.2017 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So nicht

    Naja, solange der Fischi sn der Bande steht, ist an Olympia schon lange ausgebombt!!

  • MG am 27.12.2017 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Fussballer mit Eishockeyspieler zu vergleichen ist ja schon.... aber dann auch noch ein Deutscher...

  • Ahjo am 27.12.2017 18:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ein wahrer

    Es gibt nur ein Bomber der Nation und das ist Gerd Müller!!

    • Pitri am 27.12.2017 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ahjo

      ja das mag im Fussball stimmen aber ich glaube hier geht es Hockey.

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  • Mia Sain Mia am 27.12.2017 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stolz auf Bayern München

    Der Bomber der Nation ist immer noch Gerd Müller

    • Günther N. am 27.12.2017 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mia Sain Mia

      So und nicht anders!

    • Gerry am 27.12.2017 19:14 Report Diesen Beitrag melden

      Was wer?

      Kenn ich nicht sorry.

    • reto am 27.12.2017 20:07 Report Diesen Beitrag melden

      Komisch

      War das nicht der Säufer der Nation?

    • Scossese am 27.12.2017 21:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @reto

      Nach ihrer Aussage also wäre Dieder Cuche also der Fluchtfahrer der Nation. Hermann Meier der Stinkefingerzeiger der Nation. Ronaldo (Bra) der dicke der Nation? Ja nicht alle Sportler können sich halten nach dem Ende der Karriere! Trotzdem nicht schlau ihre Aussage

    • reto am 28.12.2017 08:50 Report Diesen Beitrag melden

      @Scossese

      Wo Du recht hast,hast Du recht...war nicht schlau...

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