Keine Absagen

07. Februar 2012 23:01; Akt: 08.02.2012 23:11 Print

Ein Novum für Nati-Coach SimpsonEin Novum für Nati-Coach Simpson

von Marcel Allemann - Aufgeboten 23, eingerückt 23, Differenz 0. Erstmals in seiner bald zweijährigen Amtszeit erhielt Nati-Coach Sean Simpson keine Absage.

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Sean Simpson hat in dieser Saison 46 Spielern die Chance gegeben, sich in der Nati zu beweisen. (Bild: Keystone)

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Vielleicht ist es Glück oder Zufall, vielleicht aber geht der «Simpson-Differenzler» auch erstmals auf, weil die WM und damit auch der Kampf um die Plätze immer näher rückt. 23 Spieler haben gestern in Kloten dem Aufgebot für das letzte Nati-Camp vor der unmittelbaren WM-Vorbereitung Folge geleistet.

Am Mittwoch fliegt die Mannschaft nach Weissrussland weiter, wo sie am Freitag und Samstag den Belarus Cup bestreitet. «Das letzte Turnier im Dezember in Österreich haben wir gewonnen, nun haben andere Spieler die Gelegenheit, ein Statement für sich abzugeben», sagt Simpson. Kommen sämtliche von ihm aufgebotenen Spieler in Minsk auch effektiv zum Einsatz, wird Simpson in dieser Saison insgesamt 46 Spieler getestet haben – daraus kann er dann im Hinblick auf die WM im Mai in Helsinki wertvolle Schlüsse ziehen.

In seinen Überlegungen spielen aber natürlich auch die NHL-Söldner eine wichtige Rolle, zumal sich derzeit einzig Roman Josi mit Nashville auf Playoff-Kurs befindet, alle anderen könnten beim WM-Start frei sein. Simpson hat Mark Streit und Co. anlässlich seiner Nordamerika-Reise besucht und konnte eine positive Bilanz ziehen: «Ich bekam von allen ein positives Feedback, sie sind grundsätzlich daran interessiert, an der WM teilzunehmen.»

Nicht mehr dem WM-Staff angehören wird überraschenderweise Simpsons langjähriger Assistenztrainer Colin Muller, der unlängst als Headcoach von NLB-Klub Olten entlassen wurde und somit eigentlich verfügbar wäre. «Es war ein Entscheid, den wir gemeinsam getroffen haben», erklärte Simpson, ohne dies weiter kommentieren zu wollen.