National League

09. Januar 2018 22:03; Akt: 09.01.2018 22:28 Print

Zug schlägt Lugano im Spitzenspiel

Die Zuger sind dank des 2:0 gegen die Tessiner neu Zweiter. Biel kommt gegen Servette zum 6. Sieg in Folge.

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Der EV Zug bleibt im neuen Jahr makellos und dehnte seine Serie auf fünf Siege aus. Im Top-Duell um Position 2 hinter dem entrückten Leader Bern kontrollierten die Innerschweizer den HC Lugano (2:0) ohne grössere Probleme.

Elvis Merzlikins träumt und denkt gross. Der lettische Nationalgoalie der Bianconeri strebt in absehbarer Zeit einen Transfer in die NHL an. An guten Tagen erfüllt der 23-Jährige höchste Ansprüche, in Zug hingegen manövrierte er seine Squadra mit einem Aussetzer in die Sackgasse.

Merzlikins Aussetzer

Nach knapp 25 Minuten verlor der Tessiner Goalie hinter dem eigenen Kasten komplett die Orientierung und legte Reto Suri den Puck unfreiwillig einschussbereit auf. Der Schweizer Nationalspieler liess sich die Offerte nicht entgehen. Nach dem zweiten Gegentor resignierten die vorwiegend blassen und ideenlosen Gäste nahezu - eine Reaktion blieb aus.

Was die positive Derby-Doublette gegen den Vorletzten Ambri nach einer längeren Baisse wert war, verdeutlichte der enttäuschende Auftritt in der Innerschweiz: wenig. Zug hingegen wirkt im letzten Monat vor der Olympia-Pause in allen Formationen so stabil wie im letztjährigen Playoff.

Auch Biel nicht zu stoppen

Auch Biel ist derzeit fast unschlagbar gut. Der EHCB weitete seine Festspiele in Genf mit einem souveränen 4:1-Sieg aus. Seit sechs Runden ist das Team des früheren Meister-Trainers Antti Törmänen verlustpunktlos.

Stilsicher wie eine Spitzen-Mannschaft und abgebrüht wie ein Team, das im kommenden Playoff-Wettbewerb mehr als nur eine Nebenrolle im Sinn hat - so präsentierte sich die neben Bern aktuell formstärkste Mannschaft der Liga.

Als Captain Mathieu Tschantré im Powerplay in der 34. Minute für den Tabellendritten auf 2:0 erhöhte, ebnete er frühzeitig den Weg zum zwölften Sieg innerhalb der letzten sieben Wochen. Genf reihte ohne den gesperrten Leader Cody Almond weiter Fehler an Missverständnis.

Liga beobachtet die Genfer Finanzlage

Schwerer als der eine oder andere sportliche Rückschlag belasten die finanziellen Sorgen das Klima der siebtplatzierten Servettiens. Am Lac Léman kursieren seit Wochen Spekulationen, wonach dem Klub rote Zahlen in der astronomischen Höhe von gegen sieben Millionen Franken drohen.

Auf den ungemütlichen Report der «Tribune de Genève» hat nun offenbar auch die Liga reagiert. «Wir beobachten die finanzielle Situation von Genève-Servette mit grösster Aufmerksamkeit», wird der National-League-Direktor Denis Vaucher von der Westschweizer Zeitung zitiert.

Verschiedene Rechercheure haben einen schwelenden Machtkampf in der Genfer Klubzentrale aufgedeckt - im Zentrum steht Klub-Präsident Hugh Quennec und der frühere Coach Chris McSorley, der offenbar in Singapur neue Geldquellen anzapfen will. Aber auch lokale Industrie-Vertreter bemühen sich offenbar darum, einen sich anbahnenden Konkurs abzuwenden.

Zug - Lugano 2:0 (1:0, 1:0, 0:0)

6526 Zuschauer. - SR Salonen/Tscherrig, Castelli/Obwegeser. - Tore: 6. McIntyre (Ausschluss Fazzini) 1:0. 26. Suri 2:0. - Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Diem) plus Spieldauer (Diem) gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Roe; Fazzini.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Thiry, Leeger; Helbling, Geisser; Lammer, McIntyre, Suri; Martschini, Roe, Klingberg; Schnyder, Diem, Kast; Zehnder, Holden, Senteler.

Lugano: Merzlikins; Sanguinetti, Furrer; Wellinger, Vauclair; Chiesa, Riva; Sartori; Bürgler, Lajunen, Klasen; Walker, Lapierre, Hofmann; Brunner, Romanenghi, Bertaggia; Fazzini, Morini, Reuille; Sannitz.

Bemerkungen: Zug ohne Stalberg (gesperrt), Grossmann, Forrer (beide verletzt), Lugano ohne Ronchetti, Ulmer (beide verletzt), Cunti (krank), Kparghai (überzählig). 34. Pfostenschuss von Holden. 35. Wellinger verletzt ausgeschieden. 43. Pfostenschuss von Reuille. Lugano ab 58:47 bis 59:41 und ab 59:51 ohne Goalie.

Genève-Servette - Biel 1:4 (0:1, 0:1, 1:2)

5346 Zuschauer. - SR Eichmann/Massy, Borga/Altmann. - Tore: 6. Neuenschwander 0:1. 34. Tschantré (Pouliot, Rajala/Ausschluss Wick) 0:2. 41. Simek (Richard/Ausschluss Schmutz) 1:2. 57. Pouliot (Rajala, Kreis) 1:3. 58. Micflikier 1:4 (ins leere Tor). - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Richard; Pouliot.

Genève-Servette: Mayer; Jacquemet, Tömmernes; Petschenig, Fransson; Wick, Löffel; Antonietti; Da Costa, Richard, Rod; Riat, Romy, Gerbe; Schweri, Rubin, Simek; Douay, Hasani, Heinimann; Traber.

Biel: Hiller; Jecker, Forster; Kreis, Fey; Steiner, Maurer; Dufner; Pedretti, Pouliot, Rajala; Micflikier, Fuchs, Earl; Tschantré, Diem, Wetzel; Schmutz, Neuenschwander, Fabian Lüthi; Joggi.

Bemerkungen: Genève-Servette Bays, Bezina, Descloux, Mercier, Spaling, Vukovic (alle verletzt), Almond (gesperrt), Biel ohne Lofquist, Sutter, Valentin Lüthi (alle verletzt). 57. Timeout von Genève-Servette, ab 56:50 bis 57:51 ohne Goalie. Biel ab 59:45 ohne Goalie (Strafe gegen Genève-Servette angezeigt).

Rangliste: 1. Bern 37/82. 2. Zug 37/67. 3. Biel 38/65. 4. Lugano 38/65. 5. Davos 38/63. 6. ZSC Lions 38/58. 7. Genève-Servette 38/57. 8. Fribourg-Gottéron 37/54. 9. Lausanne 37/49. 10. SCL Tigers 38/47. 11. Ambri-Piotta 38/39. 12. Kloten 38/32.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fotografiska am 09.01.2018 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Allez Bienne

    Unglaublich toll, weiter so Biel!

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  • Eidgenoss am 09.01.2018 22:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Allez Bienne!

    So gefällt das mir! Weiter so! Jetz heisst es am Boden bleiben und weiter kämpfen dann kommt es gut mit den Playoffs. Wer weiss was noch drin liegt im dieser Saison. Ici cest Bienne!!!

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  • Mr.T am 10.01.2018 09:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoppla

    Als Fan des SCB ziehe ich den Hut vor Biel! Fantastisch wie die Mannschaft zur Zeit spielt. Biel entwickelt sich zu einem Geheimfavorit hinsichtlich Pkayoffs. Zudem konnt noch das der nette Antti während der Olympiapause quasi das ganze Team beisammen hat. Auf die Bieler muss man auch in Bern aufpassen. Die machen echt einen stabilen Eindruck.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc am 10.01.2018 13:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cunti 4 Linie ?

    Ich frage mich warum Greg es nicht schafft einen Klasen oder einen Cunti richtig einzusetzten. Am anfang sah alles so gut aus aber diese funktionierenden Linien haben wir niemehr gesehen. Bertaggia und Walker gehören nicht in die 1 und 2 Linie, dort gehört ein Cunti oder ein Fazzini hin und nicht in die 4 Linie. Und was Sannitz im Powerplay auf dem Feld sucht ist mir ebenfalls ein Rätsel. Aber schon klar Brunner ist an allem schuld wir alles wissen das Damien ein klasse Spieler ist, so viel pech mit verletzungen kann man fast nicht haben.

  • Mr.T am 10.01.2018 09:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoppla

    Als Fan des SCB ziehe ich den Hut vor Biel! Fantastisch wie die Mannschaft zur Zeit spielt. Biel entwickelt sich zu einem Geheimfavorit hinsichtlich Pkayoffs. Zudem konnt noch das der nette Antti während der Olympiapause quasi das ganze Team beisammen hat. Auf die Bieler muss man auch in Bern aufpassen. Die machen echt einen stabilen Eindruck.

    • biel Fan am 10.01.2018 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mr.T

      super Worte eines scb Fan. Danke und hoffe auf ein final mit dem scb. Träumen darf man ja.

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  • Luganesi am 10.01.2018 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstzerstörung

    Greg Ireland hat seit Dezember wohl den Selbstzerstörungsknopf betätigt. Sein neues Ziel: Alles, was er mit Lugano aufgebaut und erreicht hat, voll zu zerstören. Er versucht alles und gestern hat er ja wohl den Vogel definitiv abgeschossen, als er Fazz in der 4. Linie versauern liess und keine 12 Min Eiszeit gab. So wird Lugano, das wohl beste Team der Liga, kein Spiel mehr gewinnen, weil sie ganz einfach von einem Kamikaze Coach ins Verderben geführt werden. Und nochwas: Brunner trägt auch sein Beitrag zur Misäre, der soll ausbezahlt und nach Bern transferiert werden

    • Hockeygott am 10.01.2018 08:32 Report Diesen Beitrag melden

      LugaNO

      Bestes Team danke für den Lacher des Tages. Du meinst wohl das überbezahlteste Team der Liga, das würde stimmen.

    • Mr.T am 10.01.2018 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Luganesi

      Danke, aber den Brunner wollen wir definitiv nicht in Bern. Der verhält sich wie Öl zu Wasser. Schon nur ganz wenig daven kann viel verseuchen...

    • Hcl Fan am 10.01.2018 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mr.T

      Wir wollen den Brunner auch in Lugano nicht:-)

    • socom am 10.01.2018 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Luganesi

      viele stars machen noch kein gutes team. aber dass wird wohl lugano nie begreiffen. und das beste team hat selbstverständlich bern, und sicher nicht lugano. grüsse aus ZG

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  • Umpalumpa am 10.01.2018 03:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spielbezeichnung...

    Ein Spiel, bei dem die Mannschaft an der Spitze, welche ja im Moment wirklich fast schon in einer anderen Liga spielt, nicht involviert ist, als Spitzenspiel zu bezeichnen, finde ich nicht so wirklich passend. Verfolgerduell wäre da meiner Ansicht nach besser.

  • Entscheidung am 10.01.2018 01:11 Report Diesen Beitrag melden

    Singapur ?

    Neue flüssige Mittel aus Singapur? Da ist wohl die Geldwäscherei nicht weit. Normale Menschen würden da die Finger lassen.

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