Saison-Prognose

07. September 2017 16:02; Akt: 07.09.2017 16:02 Print

Bern ist zu gut und Ambri zu schlecht für den Rest

Ein grosser Favorit, vier Topteams, zwei Aussenseiter, vier Strichclubs und eine gesetzte Rote Laterne. 20 Minuten unterteilt die 12 Hockey-Teams und tippt ihren Rang.

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Der grosse Favorit:

Umfrage
Wer wird Schweizer Meister?
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Insgesamt 13451 Teilnehmer

SC Bern:
Der SCB ist mit zwei Meistertiteln in Folge das Mass aller Dinge und die anderen Clubs müssen sich auch weiterhin am Taktschritt der Mutzen orientieren. Von der Trainerbank über den Goalie bis hin zu Verteidigung und Sturm – alles ist erstklassig besetzt. Einige Fragezeichen, welche die Konkurrenz hoffen lassen, gibt es dennoch. Ist der Erfolgshunger der Spieler ungebrochen? Mit den Abgängen von Martin Plüss, David Jobin und Marc Reichert ging viel Erfahrung von Bord. Wird diese in Schlüsselmomenten fehlen? Und kann Gaëtan Hass als Nachfolger von Plüss reüssieren?
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 1. Rang.

Die Topteams:

ZSC Lions:
So viel Qualität und so viel Breite in einem Team vereint. Die ZSC Lions können eigentlich gar nicht anders, als die Qualifikation auf Rang 1 oder 2 zu beenden. Womöglich sind die Zürcher schlicht zu gut besetzt, als dass sich betriebsinterne Störungen eklatant in der Tabelle niederschlagen würden. Denn Konfliktpotenzial ist vorhanden: 1. Endet die Abschiedstournee von Legende Mathias Seger mit einem Eklat? Hinterlässt die Arbeit von Trainer Hans Wallson im zweiten Jahr Spuren oder ist er noch vor Weihnachten weg? Im ersten Jahr hat der als Ausbildner mit Sieger-Mentalität hochgepriesene Schwede weder einzelne Spieler noch die Organisation besser gemacht.
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 2. Rang.

EV Zug:
Der EVZ hat letztes Jahr am Honigtopf gerochen und Gefallen daran gefunden. Jetzt wollen sich die Zuger an der Spitze festbeissen – in der Qualifikation und in den Playoffs. Das System unter Harold Kreis funktioniert, der EVZ hat starke Ausländer, eine guten Goalie und mit Raphael Diaz einen grossartigen Leitwolf. Das Kader ist ausgeglichen besetzt. Allerdings ist dieses nicht allzu breit und die Zuger strapazieren ihre Erfolgsaussichten bereits zum Saisonstart durch längere Ausfälle von Reto Suri, Santeri Alatalo und Nolan Diem. Mehr dürfen definitiv nicht mehr dazukommen.
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 3. Rang.

HC Davos:
Man hört aus dem Bündner Ferienort, dass Arno Del Curto seine Mannen bereits im Hochsommer auf dem Eis derart gedrillt hat, dass allen Hören und Sehen vergangen ist. Der Kulttrainer ist auch in seinem 22. Amtsjahr kein bisschen müde und das sind gute News für alle HCD-Fans. Die Mannschaft funktioniert, der Einbau von Jungen sowieso und das vor Jahresfrist prophezeite Goalie-Problem scheint nach den Performances von Gilles Senn in der letzten Saison ebenfalls vom Tisch. Mit Broc Little ist eine Tanzmaus mit dem Potenzial zum Liga-Topskorer dazugekommen. Es spricht vieles für eine gute Saison des HCD. Sorgen bereiten neben den dürftigen Vorbereitungsresultaten einzig noch der Gesundheitszustand des enorm wichtigen Perttu Lindgren, der nach seiner Hüft-OP den Anschluss noch nicht wiederhergestellt hat.
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 4. Rang.

HC Lugano:
Und was zeigt uns der HC Lugano in dieser Saison? Geht es für einmal, ohne die Nerven seiner Tifosi mit Quali-Magerkost zu strapazieren? Und kann Trainer Greg Ireland mehr als nur ein Notnagel sein und dieses nicht einfach zu unterhaltende Team auch über eine ganze Saison bei Laune halten? Über Qualität braucht man im Kader von Lugano nicht zu sprechen. Sollte Neuzuzug Luca Cunti unter Palmen seinen zweiten Frühling erleben, dann wird die Gegnerschaft bei so viel Klasse schwindlig gespielt. Doch in Lugano ticken die Uhren eben auch oft anders. Rückt der HCL auch nur einen Zentimeter von seiner in den Playoffs vorgelebten Einsatzbereitschaft ab, dann warten wieder Probleme. Als Erstes für Ireland.
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 5. Rang.

Die Aussenseiter

Lausanne HC:
Die Waadtländer beeindruckten in der letzten Saison mit einer bärenstarken Qualifikation. Sie wollten und wollten einfach nicht einbrechen und beendeten diese auf Rang 4. Dafür war dann in den Playoffs innert einer Woche Betriebsschluss, als der HCD den LHC in den Viertelfinals mit 4:0 zerlegte. Diese bittere Pille galt es erst einmal zu schlucken. Mit den Zuzügen von Joel Vermin, Lukas Frick, Sando Zurkirchen und Sandro Zangger ist die Equipe qualitativ nochmals besser geworden. Eine gute Basis für die letztjährige Trainer-Entdeckung Dan Ratushny, um erneut eine schöne Qualifikationsphase fernab von Strich-Sorgen erleben zu dürfen.
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 6. Rang.

Servette:
Schon während der 16-jährigen Amtszeit von Chris McSorley war Servette jeweils die Wundertüte der Liga. Nie hatte man eine Vorahnung, was das kanadische Schlitzohr im Schilde führt. Mal ging es in den Playoff-Final, mal in die Playouts. Nun hat sich McSorley von der Trainerbank ins Sportchef-Büro verabschiedet und es ist noch schwieriger geworden, die Genfer unter ihrem neuen Übungsleiter Craig Woodcroft einzuschätzen. Wirkt der Rückzug von Systemfanatiker McSorley auf die Spieler befreiend? Oder wird man erst jetzt richtig sehen, wie gut McSorley eigentlich war? Allzu weit weg von der Trainerbank ist sein Büro in Genf ja nicht, um in der Not wieder eingreifen zu können.
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 7. Rang.

Die Strichteams

EHC Biel:
Der EHC Biel kommt weiterhin nicht darum herum, seine auffälligsten Figuren Jahr für Jahr abgeben zu müssen. In diesem Sommer hiess es von Gaëtan Haas (Bern) und Dave Sutter (ZSC Lions) Abschied nehmen. Trotzdem ist die neuerliche Qualifikation für die Playoffs realistisch. Mit Jason Fuchs (Ambri) und Samuel Kreis (Bern) kamen Spieler dazu, die den Seeländern helfen können – und mit Verteidiger Beat Forster (Davos) ein zweiter Pfeiler direkt vor Goalie Jonas Hiller. Laufen die beiden Altmeister nochmals zur Hochform auf und reissen ihre Kollegen mit, ist für Biel sehr vieles möglich.
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 8. Rang.

SCL Tigers:
Hätte Heinz Ehlers im Vorjahr nicht mit Verspätung übernehmen müssen, sondern wäre von Anfang an anstelle des überforderten Scott Beattie im Amt gewesen, hätten die SCL Tigers mit Ehlers Punkteschnitt die Playoffs erreicht. Also kann es logischerweise mit den Top 8 in dieser Saison klappen, denn sein System ist zwar nicht wahnsinnig attraktiv, aber für einen Underdog sehr erfolgsversprechend. Zudem gelang es Sportchef Jörg Reber, mit Samuel Erni, Anton Gustafsson, Emanuel Peter und Benjamin Neukom einige durchaus geschickte Transfers zu tätigen. Könnten die SCL Tigers nicht am Strich mitfighten, wäre das enttäuschend.
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 9. Rang.

EHC Kloten:
Der auf einen knallharten Sparkurs ausgerichtete EHC Kloten kann zwar an einzelnen Abenden und Wochen glänzen, aber kaum über eine ganze Saison. Das ist vielleicht auch die Erklärung dafür, weshalb Kloten letzte Saison zwar den Schweizer Cup gewann, aber die Playoffs trotzdem nicht erreichte. Vor allem der Sturm ist viel zu dünn besetzt. Gelingt es Denis Hollenstein, Tommi Santala und Vincent Praplan nicht, permanent die Netze zu füllen, wer soll dann diesen Job übernehmen? Das Wir-Gefühl ist beim zur Demut zurückgekehrten EHC Kloten zwar gross. Aber ob das für mehr reicht als nur ein Schnuppern an den Playoffs?
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 10. Rang.

HC Fribourg-Gottéron:
Es hätte so schön sein können. Reto Berra steht bei Fribourg ins Tor, hext wie zu seinen besten Bieler Zeiten und ebnet seinem Team dadurch den Weg in die Playoffs. Doch Berra entschied sich wegen der NHL-Offerte von Anaheim, aus seinem Vertrag wieder auszusteigen – und schon herrscht an der Saane wieder Ernüchterung. Unplanmässig musste mit Barry Brust ein Ausländer fürs Tor geholt werden, der deswegen auf dem Feld fehlen wird. Ob Fribourg unter diesen Voraussetzungen die Kurve kratzt? Dann müsste entweder der neue Trainer Mark French ein Magier sein oder Julien Sprunger und Roman Cervenka zusammen 80 Tore schiessen.
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 11. Rang.

Die Rote Laterne

HC Ambri-Piotta:
Es gibt kein Kader, das so schlecht besetzt ist, und kein Team, das so bescheidene Ausländer in seinem Team hat. Ambri scheint als Dauerschlusslicht vorprogrammiert und die Leventiner müssten dabei aufpassen, nicht ständig Negativrekorde einzufahren. Sollte es Ambri gelingen, mal nicht auf Rang 12 zu liegen oder ein Derby gegen Lugano zumindest im ersten Drittel ausgeglichen zu gestalten, müsste eigentlich bereits spontan eine Freinacht ausgerufen werden. Wahrscheinlicher ist indes, dass Ambri in dieser Saison in akute Abstiegsgefahr gerät. Eigentlich schade, denn der junge Coach Luca Cereda ist ein riesiges Trainertalent. Aber ob das jemand merkt?
Qualifikations-Tipp von 20 Minuten: 12. Rang.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lombardi am 07.09.2017 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    HCAP

    Wenn eines jetzt schon klar ist...!!! Ambri wird diese Saison Meister.

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  • David am 07.09.2017 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HCAP

    Man bedenke, dass mit Ambri ein kleines Dörfchen in der Leventina mit den ganz grossen mitspielt! Forza Ambri!!!

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  • Chantal.x am 07.09.2017 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Möge die beste Mannschaft gewinnen!

    egal, wer zu oberst mitmischen wird. Ich freue mich einfach wieder auf die Eishockey Saison! Wünsche allen Eishockey Verrückten da draussen eine schöne und faire Saison!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Meister am 08.09.2017 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Forza Ambri

    Da Ambri von allen unterschätz wird, weden sie Meister! FORZA AMBRI

  • Cello am 08.09.2017 10:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FORZA AMBRI

    Wiso schiesst die Presse immer gegen AMBRI?? So eine Fankultur und Stimmung hat nicht jeder A Verein in der CH! Wenn das neue Stadion steht, wird die noch getopt! Der Luca braucht Zeit, aber es kommt gut! Und übrigens... die Serien gegen LugaNO sind ziemlich ausgeglichen!!! Keine Ahnung, und das ganz viel!! Gälle, Presse...

  • Johnny Trash am 07.09.2017 21:26 Report Diesen Beitrag melden

    So ein Blödsinn!

    Ambri schlägt LugaNO relativ regelmässig, von wegen Freinacht... Ambri steigt nicht ab! ForzAmbri!!!

    • Tschügge am 08.09.2017 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Johnny Trash

      Das war der erste aber auch letzte sieg für ambri.

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  • David am 07.09.2017 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HCAP

    Man bedenke, dass mit Ambri ein kleines Dörfchen in der Leventina mit den ganz grossen mitspielt! Forza Ambri!!!

    • Pädy Ruch am 07.09.2017 22:00 Report Diesen Beitrag melden

      Ciao!

      Genau und das sollte sich ändern, absolut bedeutungslos und wirtschaftlich uninteressant, bitte absteigen und Rappi Platz mache! Dallidalli!

    • Baselboy12 am 08.09.2017 06:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Paul

      Rappi hat sich mittlerweile neuorientiert und neu aufgestellt. Ich hoffe sie kommen wieder hoch. Mir egal für wenn

    • Todd Elik am 08.09.2017 12:06 Report Diesen Beitrag melden

      Zum Beispiel

      Mit den SCL Tigers. Langnau, die Großstadt.

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  • Lebensarchitekt am 07.09.2017 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eifach so....

    Der Z gewinnt die Quali, Bern holt den Titel

    • Züri1976 am 08.09.2017 05:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lebensarchitekt

      dieses Mal läuft's umgekehrt...

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