Unvergessene Erfolge

07. September 2010 16:30; Akt: 08.09.2010 10:54 Print

Nach der Karriere ist vor der KarriereNach der Karriere ist vor der Karriere

Mit dem Sieg an den Olympischen Spielen in Albertville schien Conny Kisslings Karriere auf dem Höhepunkt. Doch bei der Skiakrobatin hielt sich der Erfolg auch nach dem Rücktritt vom aktiven Spitzensport.

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Conny Kissling sorgte immer wieder für Schlagzeilen: Auf der einen Seite sportliche - «10. Weltcup-Gesamtsieg für Conny Kissling» oder «Conny Kissling feierte gestern in Beckenried überlegen den 100. Weltcup-Triumph als Skliakrobatin» - immer wieder aber auch private - «Conny Kissling neu verliebt», «Ich möchte die Jane Fonda der Schweiz werden» oder «Ich gehe gern an Partys und ziehe mich 'verruggt' an». Wie wohl keine andere Schweizer Sportlerin schaffte die Skiakrobatin den Spagat zwischen Sport und Showbusiness.

Sportlicher Erfolg als Basis

106 Weltcup-Erfolge als Skiakrobatin, 10 Weltcup-Gesamtsiege, Schweizer Sportlerin des Jahres 1992 – die Leistungen der geborenen Oltenerin stimmten in jeder Hinsicht. Einer der vielen Triumphe überragt alle anderen: 1992 – in ihrer letzten Saison – gewann die Schweizer Skiballett-Königin den Demonstrationswettbewerb der Olympischen Spiele in Albertville hauchdünn vor der Französin Cathy Fechoz. Kurz danach, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, trat sie vom Spitzensport zurück: «Mein Körper signalisierte mir, dass nun genug sei mit dem harten Leistungssport. Also trat ich nach meinem letzten Sieg mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück.»

Erfolgreiche Vermarkterin

Nicht nur auf dem Siegertreppchen, sondern auch auf den Titelblättern der «Glückspost» und der «Schweizer Illustrierten» war Kissling ein gern gesehener Gast. Nach ihrer aktiven Zeit nutzte sie ihre Popularität und ihre Medienerfahrung, um die Seiten zu wechseln: Im ZDF präsentierte sie eine Aerobic-Show, im «Gourmet-Treff» des Schweizer Fernsehens ihr spezielles Conny-Fondue und als Power- und PS-Frau (Porsche Turbo 911, Audi A4 2.8 Avant) testete sie hin und wieder Autos. Wie nach ihr keine Schweizer Sportlerin mehr vermarktete sie sich selbst und diverse Produkte mit einer Natürlichkeit, wie sie wenigen Menschen gegeben ist. Und so erstaunt es nicht, dass die ehemalige Ski-Prinzessin auch noch mit 48 Jahren – seit 8 Jahren verheiratet mit Skiweltmeister Urs Lehmann – sei es nun als Sporthilfe-Jubiläumsbotschafterin, als Mutter oder einfach als Sympathieträgerin weiterhin für Schlagzeilen sorgt.

(tog)