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Schiri gibt Phantom-Tor
18. Januar 2010 10:37; Akt: 18.01.2010 13:23 Print
Die Fehlentscheidung des Jahrzehnts
Eine unglaubliche Schiedsrichter-Entscheidung sorgt in der zweiten Bundesliga für Kopfschütteln. Im Spiel zwischen dem MSV Duisburg und dem FSV Frankfurt gab der Unparteiische einen Treffer, obwohl der Ball nach einem Lattenschuss 1,3 Meter vor der Linie aufschlug.
Wembley war ein Witz gegen das, was sich Sonntag beim 5:0 zwischen dem MSV Duisburg und dem FSV Frankfurt abspielte. In der 81. Minute traf Christian Tiffert mit einem Schlenzer aus gut 18 Metern nur die Lattenunterkante, von wo der Ball für fast alle sichtbar deutlich ins Feld zurücksprang. Gemäss Berechnungen des Bezahlsenders «Sky» sogar um ganze 1,3 Meter. Der Umparteiische entschied - nach Absicherung beim Linienrichter - trotzdem auf Tor.
Die Spieler schauten sich ungläubig an, manche begannen amusiert zu lachen. Torschütze Tiffert bekam die Entscheidung gar nicht mit, liess dann aber frustriert die Arme sinken, als seine Kollegen ihn plötzlich grinsend anstarrten. «Ich habe es nicht gesehen, nur reagiert», sagte Schiedsrichter Fritz zur «Bild»-Zeitung. Er verliess sich ganz auf seinen Assistenten, der das Tor sofort mit der Fahne anzeigte.
Tor des Monats?
Zum Glück für Schiedsrichter Fritz war das Spiel beim Stande von 4:0 schon entschieden. Trotzdem wird der Fehlentscheid für ihn wohl noch ein Nachspiel haben. Der ehemalige Spitzenschiedsrichter Hellmut Krug, der als Beobachter in Duisburg war, sagte: «Das ist erklärungsbedürftig. Ich habe auf der Tribüne sofort erkannt, dass der Ball vor der Linie aufgesprungen ist.» Und auch der DSF-Reporter war in seiner Analyse nicht sehr zurückhaltend. Er kürte den Vorfall zur «Fehlentscheidung des Jahrzehnts» und empfahl den Kollegen von der ARD, en Treffer in die Auswahl zum Tor des Monats aufzunehmen.
(pre)




























