FC Sion

31. Oktober 2017 10:59; Akt: 31.10.2017 11:15 Print

Platzsperre gegen Barthélémy Constantin

Die Disziplinarkommission der Swiss Football League belegt den Sportchef des FC Sion, Barthélémy Constantin, mit einer Platzsperre von 10 Spielen und einer Busse von 15'000 Franken.

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Nun ist auch das Verfahren gegen Barthélémy Constantin, den Sportchef des FC Sion, abgeschlossen. Der 22-Jährige hatte Rolf Fringer vor der Attacke seines Vaters, Sion-Präsident Christian Constantin, mit dem Tod bedroht. Constantin junior wurde dafür mit einer Platzsperre von 10 Spielen und einer Busse von 15'000 Franken belegt. Der gesperrte Sion-Boss legt gegen das Urteil der Swiss Football League wie angekündigt und fristgerecht Rekurs sein. Bis auf die Tatsache, dass CC den Rekurs ankündigt, bringt der mit Spannung erwartete Auftritt im Westschweizer Fernsehen RTS keine neuen Erkenntnisse. Er bereut weiter nicht, was er am 21. September im Cornaredo getan hat. Wenige Stunden vor Constantins TV-Auftritt im Tourbillon: Jurist Alexandre Zen-Ruffinen (h.l.) und CVP-Politiker Pierre Kohler (M.) schauen sich die Partie Sion - St. Gallen an. Constantin hatte seinen Platz für 2000 Franken und einen guten Zweck an Kohler verkauft. Ist er das? Nein! Der gesperrte Präsident kündigte sein Kommen zwar an, am Ende leistete er jedoch Folge und blieb dem Stadion fern. Die Sion-Fans sorgten mit ihrer Masken-Aktion dafür, dass CC trotzdem omnipräsent war. Er lässt es offenbar doch sein. Der FC Sion teilt mit, dass der Präsident seinen Stammplatz im Tourbillon verkauft habe. Die Swiss Football League hat ihr Urteil gefällt: Sion-Boss Christian Constantin wird für 14 Monate kein Stadion betreten dürfen. Zudem muss der Sion-Präsident eine Busse von 100'000 Franken bezahlen. Die Sperre gilt für folgende Wettbewerbe: Super League, Challenge League, Schweizer Cup und Spiele der Schweizer Nationalmannschaft. «Sie wollen Krieg - den kriegen sie!», liess der gesperrte Sion-Boss die Liga nach dem Urteil wissen. Zudem kündigte er an, dass er sich nicht an das Stadionverbot halten werde. Zieht CC das wirklich durch? Zuzutrauen ist es ihm, aber die Folgen wären unschön: Taucht er beim Heimspiel gegen St. Gallen wirklich auf, drohen ihm weitere Sanktionen. Rolf Fringer gibt nach seinem Timeout sein Comeback als Teleclub-Experte. (Bild: 14.10.2017) Die Swiss Football League wird auch gegen Sion-Sportchef Barthélémy Constantin aktiv. Der Vorwurf: Er soll Rolf Fringer vor der Attacke seines Vaters mit dem Tod bedroht haben. Rolf Fringer hat sich nach der Attacke von Christian Constantin eine Auszeit genommen. Der 60-Jährige erholt sich im Tessin. «Er steht noch immer unter Schock», teilt Teleclub mit. Spiel 1 nach der Attacke auf Fringer: Der Sion-Boss sitzt beim Heimspiel gegen die Young Boys im Stadion. Er schirmte sich die meiste Zeit hinter einer Sonnenbrille ab und wich den TV-Kameras so gut es ging aus. Er soll einzig dem Westschweizer Fernsehen «RTS» gesagt haben, dass er «das als Präsident nicht hätte tun sollen, aber als Vater schon». Am Tag nach dem Skandal in Lugano trat Constantin in Martigny vor die Medien, um seinen Ausraster zu erklären. Er bereute nicht, dass er Fringer attackierte. «Das Problem mit Fringer besteht nicht erst seit gestern. Meine Reaktion war die, dass es jetzt einfach reicht», sagte der Sion-Boss. Christian Constantin attackiert TV-Experte Rolf Fringer vor laufender Kamera. Er hatte Fringer am Spielfeldrand in Lugano mehrere Ohrfeigen und Fusstritte verpasst. Reue? Nein. «Ich habe ihm einen Tritt in den Hintern versetzt. Das hat mir gutgetan», sagte Constantin zur Attacke. Zuvor hatte Barthélémy Constantin Fringer verbal bedroht. «Zuerst kam der Sohn, dann er. Er hat mir mehrere Ohrfeigen gegeben», schilderte Fringer danach.

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Barthélémy Constantin, der Sportchef des FC Sion, wird von der Disziplinarkommission der Swiss Football League für zehn Spiele gesperrt und mit einer Busse von 15'000 Franken belegt.
Der Sohn des ebenfalls gesperrt Präsidenten Christian Constantin darf damit in den nächsten zehn Meisterschaftsspielen kein Stadion betreten.

Barthélémy Constantin wurde für seinen verbalen Angriff auf den Teleclub-Experten Rolf Fringer bestraft. Er hatte nach der Super-League-Partie zwischen Lugano und Sion am 21. September «schwerwiegende Drohungen» gegen den früheren Schweizer Nationaltrainer ausgesprochen. Die Disziplinarkommission wertete das Verhalten von Constantin als untragbar und rufschädigend für den Fussball.

Der Entscheid kann innerhalb von fünf Tagen beim Rekursgericht der Swiss Football League angefochten werden.

(20 Minuten/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Giusi am 31.10.2017 11:17 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr milde Strafe

    Er soll Rolf Fringer mit dem Tod gedroht haben, das müsste mindestens 2 Jahre Sperre geben oder länger. Sehr milde Strafe. Jeder Hooligan hätte eine längere Strafe erhalten.

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  • Philippe R. am 31.10.2017 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    War ja klar...

    Etwas lasch für eine Morddrohung. Aber eben, da hat wieder niemand den Mut durchzugreifen. Siehe Hooligan-Problematik.

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  • Egon am 31.10.2017 11:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So what

    Viel zu wenig Platzsperre, eine Todesdrohung sollte mindestens 2 Jahre geben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Serge W. Genf am 01.11.2017 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Fringers Schweigen

    Dürfte damit zusammenhängen, dass ein staatliches Verfahren (kein SFV-Kinderkrams) gegen den CC-Sohn läuft (Todes(an)drohung ist ein Offizialdelikt; Behörden müssen, allein durch Kenntnisnahme (ohne Strafanzeige)) tätig werden. CC-Filius dürfte schon mal mit einer bedingten Freiheitsstrafe - vollziehbar durch Geldstrafe/Tagessätze - und mit einer Busse liebäugeln ...

  • Jakob Frischknecht am 01.11.2017 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    .Zähle auf 10

    Ich kann C.C einfach nicht verstehen und so Gewalttätig zu werden,und sein Sohn mit seiner Aufhetzung,ich denke CC müsste vielleicht schon als Kind die Erfahrung der Gewalt erleben,die Geldstrafe wird nicht weh tun,und wer einmal schlägt macht das immer wieder,zum streiten gehören immer zwei dazu,das nächste mal besser für alle drei zuerst auf 10 zählen,

  • Roberto Sibonetti am 01.11.2017 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig!

    Absolut richtiger Entscheid gegen diese Saugöre! Aber Herr Fringer kommt immer noch ungeschoren davon. Geht gar nicht!

    • Beni am 01.11.2017 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roberto Sibonetti

      Hätte Constantin mehr Gribs im Kopf, hätte er Fringer ohne Probleme auf Strafrechtlicher Ebene stoppen können. Da sich die Constantins aber für die ihrige Variante entschieden haben, dürfen die Beiden nun die eigene Suppe auslöffeln. So einfach ist das.

    • Doris, Lausanne am 01.11.2017 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      Geht doch

      Falls die Drohung offiziell verfolgt wird. Oder braucht das eine Polizei-Anzeige?

    • Beni am 01.11.2017 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Doris, Lausanne

      Es braucht eine Anzeige bei der Polizei.

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  • Ill Graben am 31.10.2017 23:28 Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn

    Ich hätte eine grosse Freude wenn mir jemand sagt ich töte dich, und dann wieder weg geht. Wenn dann noch 15000.-Franken auf meinem Konto einbezahlt sind bin ich dann noch glücklicher. Wer macht den Anfang?

    • Beni am 01.11.2017 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ill Graben

      Ich erkenne im besten Willen nicht, was Sie damit sagen wollen.

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  • Ach ja? am 31.10.2017 23:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Macht des Geldes

    Geld regiert die Welt.