Vor Cupspiel gegen Basel

26. November 2017 10:42; Akt: 26.11.2017 10:42 Print

FCL-Trainer Markus Babbel ist genervt

von E. Tedesco, Luzern - «Wenn wir wieder so an den Start gehen, können wir auch Zuhause bleiben», sagt Markus Babbel nach der 1:4-Pleite seines FCL gegen Basel und vor dem Cup-Hit.

Markus Babbel ärgert sich über die Einstellung seiner Mannschaft und schaut auf den Cup gegen den FCB voraus. (Video: 20 Minuten)
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Luzern ist wieder einmal in der Krise. In den letzten zehn Spielen hat der FCL nur gerade fünf Punkte gewonnen und steht am Tabellenende. Der Frustpegel bei den Fans und im Umfeld hat einen weiteren Höchststand erreicht. Bei den Spielern ist der Ernst der Lage offenbar aber noch nicht erkannt. Anders kann man sich die schwache Leistung beim 1:4 gegen den FCB und Auflösungserscheinungen nach rund 60 Minuten Spielzeit nicht zu erklären.

Babbel indes nervte sich nach dem 1:4 gegen den FCB darüber, dass seine Mannschaft «nicht brennt» und nicht über sich hinauswächst. «Das sind eigentlich Spiele, in denen man über sich hinauswächst, weil du nichts zu verlieren hast. Wenn es normal läuft, verlierst du eh. Das ist es, was mich wurmt und auch nervt, denn das sind Highlights und da muss man eigentlich brennen», sagt Babbel.

Es geht kein Ruck durch die Mannschaft

Der FCL-Trainer weiter: «Und wir? Wir haben immer viel Respekt. Das ist, was mich hier ein Stück weit fasziniert und auf der anderen Seite auch ratlos macht. Ich kenne das anders. Ich habe auch einige Jahre beim HSV gespielt oder beim VfB und da waren so Spiele gegen die Bayern Highlights und wir haben es oft geschafft, über uns hinauszuwachsen – das ist hier leider nicht der Fall.»

Während FCB-Trainer mit Dimitri Oberlin und Cedric Itten den Sieg von der Bank aus einwechselt und mit Nationalspieler Manuel Akanji einen, der die drei Punkte absichert, ist Babbel mit seiner Wahl schnell am Limit. «Das Kader der Basler ist High Quality, aber sie haben auch eine andere Belastung mit dem internationalen Geschäft», so Babbel, «bei uns ist das nicht besser wie zu Beginn meiner Zeit in Luzern. Es geht kein Ruck durch die Mannschaft.»

Feuchtes Feuerholz brennt nicht

Den Beweis, dass der FCL nicht so schlecht ist, wie er sich präsentiert und durchaus brennen kann, kann er am kommenden Mittwoch erbringen. Da stehen sich die zwei Teams wieder gegenüber – dann allerdings in Basel und im Viertelfinal des Schweizer Cups. Aber der FCL wirkt derzeit wie feuchtes Feuerholz. Wie will Babbel dieses in drei Tagen zum Brennen bringen?

«Wenn wir so an den Start gehen, können wir eigentlich auch Zuhause bleiben, denn dann werden wir nicht viel ernten. Der grosse Anreiz ist auch für mich, es in drei Tagen besser zu machen, die Mannschaft so einzustellen, dass sie daran glaubt. Wichtig ist, dass auch die Spieler das Gespür bekommen, dass wir dran sind und eine Schippe drauflegen können», so der Deutsche, der seit 1140 Tagen bei den Zentralschweizern im Amt ist. «Da müssen sich nun die Spieler herauskristallisieren, die auch das Kommando geben», sagt Babbel und wiederholt noch einmal: «Wenn man aber ängstlich dahin fährt, können wir auch Zuhause bleiben.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maler50 am 26.11.2017 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur so eine Idee

    Na, einmal vielleicht neue Wege einschlagen. Mal mit den Spielern 1-2Tage einer richtigen harten Arbeit nachgehen damit Sie einmal sehen welch ein Schoggileben die Spieler genießen dürfen! Nur so eine Idee!!

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  • Sultan07 am 26.11.2017 11:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leistungslohn

    Alles schon da gewesen! Kein Antrieb, keine Motivation, kein Ehrgeiz. Wie wäre es mal mit Leistungslohn? Von nichts, kommt nichts.

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  • FC - Luzern am 26.11.2017 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Neuer Ansatz

    Lohn streichen und auf Provision spielen lassen....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Zico am 27.11.2017 12:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Adieu Luzern

    Ob Babbel hetzt genervt ist oder nicht ist zweitrangig. Fakt ist, dass er anscheinend mit seinen 'Stars nicht vom Fleck kommt! Der FC Luzern hat wohl auch nicht die Klasse wie die Fussballer wohl selber meinen sie zu haben!

  • Lozärner am 27.11.2017 00:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zusammenstehen als Verein

    Der FCL hätte so viel Potenzial mit dieser Region im Rücken! Aber auch wenn es dem FCL gerade nicht läuft, die Erinnerungen an alte Zeiten bleiben umso mehr bestehen. Mein Traum: Irgendwann wird die ganze Innerschweiz wieder Kopf stehen, wenn Luzern die Meisterschaft (oder den Cup) holt!

  • nicolas am 26.11.2017 20:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    luzern schwach

    luzern ist die saison schwach. aber basel ist traurig. klare rote karte gegen balanta. und wer da nein sagt hat wohl oder übel keine ahnung von fussball. wie kann man ein club unterstützen der immr schirihilfe benötigt? Traurig aber wahr!

    • Euphrasio am 27.11.2017 00:17 Report Diesen Beitrag melden

      Sicher

      Nun ja diese rote Karte kann man sicher geben! Aber nur weil sie diesen Club hassen, müssen sie nicht die Erfolge der Vergangenheit in den Dreck ziehen! Belegen sie ihre Aussagen! Oh können sie nicht? Wundert mich nicht! Das hat schon fast das tiefe Niveau von Evasio..........

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  • Luzerner am 26.11.2017 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    es zeigt sich und.....

    Fakt ist die spieler sind nicht A Liga wrdig

  • Willi Wonka am 26.11.2017 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    Jammeri

    Ich kann das Gejammer von Babbel nicht mehr hören. Von der Europaleague Quali bis heute jammert der Mann nur rum und wundert sich, dass sein Team das Ligaschlusslicht ist. Der für mich am meisten überschätzte Trainet im deutschsprachigen Fussball!