Super League

13. Mai 2018 18:36; Akt: 13.05.2018 19:37 Print

FCZ bezwingt den Basel-Fluch

Ausgerechnet am Jahrestag der Finalissima von 2006 liefern die Zürcher gegen den FC Basel eine Gala-Vorstellung. YB schlägt den FC Lugano 3:1.

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Der FC Zürich bezwingt den FC Basel gleich mit 4:1. Die Zürcher sind somit nicht mehr vom vierten Tabellenplatz zu verdrängen. Ludovic Magnin überrascht dabei mit einer offensiven Aufstellung. Neben einer Dreier-Abwehr stellt er mit Dwamena und Frey gleich zwei Stürmer in die Startaufstellung. Einen grossen Anteil am Erfolg hat auch Torhüter Yanick Brecher. Gegen Ajeti und Oberlin pariert er glänzend. In der 49. Minute bringt Raphael Dwamena das Heimteam in Front. Nach einem Zuckerpass von Pa Modou umkurvt er Torhüter Vaclik und schiebt ins leere Tor ein. Pa Modou erhöht nach einer Flanke von Kevin Rüegg auf 2:0. Kurz vor Schluss kommt auch Michael Frey zu seinem Treffer. Er schliesst einen Konter trocken in die kurze Ecke ab. GC nimmt trotz Unterlegenheit einen Punkt aus Luzern mit. Das Spiel endet 1:1. Beide Teams kommen in der ersten Hälfte zu Abschlüssen, Tore fallen erst im zweiten Durchgang. Unzufrieden: Nach dem Führungstreffer durch GC's Djuricin baut Thorsten Finks Team ab. Weil Sion gegen St. Gallen gewinnt, steigt Lausanne ab. Pajtim Kasami schiesst die Sittener in der 19. Minute in Front. Die Erlösung: Nach dem 3:1 durch Succar gibt es für die Walliser kein Halten mehr. Am Boden: Nach zwei Jahren in der Super League steigt Lausanne bereits wieder ab. Das Spiel wurde beim Stand von 2:0 für Thun abgebrochen, weil wütende Lausanner den Platz stürmten. Des einen Freud ist des anderen Leid: Die Thuner spielen auch nächste Saison erstklassig. Im letzten Heimspiel der Saison schlägt YB den FC Lugano mit 3:1. Ngamaleu und Fassnacht bejubeln das zwischenzeitliche 1:1 der Berner, die übrigens alle mit gefärbten Haaren aufliefen. Nach 32 Jahren dürfen die Berner nach dem Spiel wieder den Pokal in die Höhe stemmen.

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Der FC Zürich beendete gegen den FC Basel eine lange Durststrecke. Nach fünf Jahren ohne Sieg gegen den FCB lieferten die Zürcher ihren Fans beim 4:1-Heimsieg eine Gala. Alle Tore fielen nach der Pause.

Die Basler waren mit viel Selbstvertrauen nach Zürich gereist. Einerseits kam das Team von Raphael Wicky im Wissen nach Zürich, seit Mai 2013 im Letzigrund nicht mehr verloren zu haben. Andererseits war die Torproduktion des FC Basel in den vergangenen Wochen richtig warmgelaufen - in zuletzt drei Spielen hatte der FCB-Angriff 15 Tore erzielt. Im Klassiker gegen den FCZ kam nur ein weiteres dazu; entgegen den Hoffnungen erlebten die Basler im Letzigrund ein Debakel.

FCZ spielt sich in einen Rausch

Nachdem sich die beiden Mannschaften in der ersten Halbzeit grösstenteils neutralisierten, spielte sich das Team von Ludovic Magnin im zweiten Durchgang in ein Rausch. Raphael Dwamena (49.), der nach einer Auszeit wieder in der Stammformation stand, Pa Modou (62.), Michael Frey (83.) und Antonio Marchesano (91.) sorgten für Feierstimmung im Letzigrund. Dieser tat auch Albian Ajetis (93.) Resultatkosmetik in der Nachspielzeit keinen Abbruch. Zuletzt hatte eine FCZ-Mannschaft 1983 vier Tore gegen den FCB geschossen.

Er wolle die Gegner durch Rochaden jeweils vor Denkarbeit stellen, hatte Magnin bei seiner Übernahme als FCZ-Trainer angekündigt. Diesen Weg verfolgte der Romand auch im Klassiker - mit Erfolg. Am Mittwoch beim 1:0-Sieg in Thun noch mit einer Viererkette und mit Frey als einzigem Stürmer angetreten, stellte Magnin gegen Basel eine Dreierabwehr auf und Frey im Angriff den schnellen Dwamena zur Seite. Eine Massnahme, die Basels Abwehr vor grosse Probleme stellte.

Eine weitere Problemzone dürfte FCB-Coach Raphael Wicky im eigenen Angriff entdeckt haben. Nichts war im Letzigrund zu sehen von den kaltblütigen und effizienten Angreifern der letzten Wochen. Auch Liga-Topskorer Ajeti liess vor Yanick Brecher mehrmals die Kaltschnäuzigkeit vermissen.

Young Boys revanchieren sich

Meistertrainer Adi Hütter will sehen, dass die Spannung rechtzeitig auf den Cupfinal vom 27. Mai im Stade de Suisse gegen FC Zürich in die einzelnen Spieler und in die Mannschaft zurückkehrt. Als der Meistertitel errungen war, registrierte Hütter einen - verständlichen und normalen - Druckabfall, der sich am deutlichsten bei der 1:5-Niederlage in Basel auswirkte.

Wie der Match zwischen YB und dem vor dem aller Abstiegssorgen befreiten FC Lugano zeigte, ist Hütter auf gutem Weg, den Cupfinal, den letzten Höhepunkt der Saison, für seine Mannschaft zu einem leistungsmässigen Höhepunkt werden zu lassen.

Meisterteam light

Seitdem die Young Boys den Titel mit dem 2:1-Sieg gegen Luzern sichergestellt hatten, beorderte Trainer Adi Hütter auf der Triumph-Tournee des Meisters drei völlig unterschiedliche Formationen aufs Feld. Beim 1:0-Sieg in Sitten liess er mit der kompletten Schattenmannschaft spielen. In Basel nominierte er die stärkste Aufstellung dieses Frühlings, und für die Meistergala mit der Pokalübergabe gegen Lugano entschied sich der Vorarlberger für eine Mischvariante. Von den für den Ernstfall Gesetzen beliess er Loris Benito, Miralem Sulejmani und Roger Assalé - also je einen Spieler pro Reihe respektive die ganze linke Seite - auf der Bank.


YB jubelt mit dem Meisterpokal (Quelle: SRF)

Zur Feier dieser Wochen trugen die meisten YB-Spieler ihre Haare in einem YB-ähnlichen Gelb. Im temporären Look veränderten sie ihre Spiel- und Kampfstärke, mit der sie den ganzen Frühling bis zur Entscheidung unwiderstehlich aufgetreten waren, kaum. Die Luganesi, mit der ersten Torchance durch Jetmir Krasniqi nach wenigen Minuten in Führung gegangen, mussten in der ersten Halbzeit eine Reihe erstklassiger Angriffe über sich ergehen lassen. Sie verdankten es Goalie Joël Kiassumbua, dass es in der Pause aus ihrer Sicht nicht 1:3 hiess. Der Kongolese machte beispielsweise einen Scherenschlag-Schuss von Guillaume Hoarau aus kurzer Distanz zunichte. Nach der Pause holte Hoarau das Verpasste mit seinem 15. Meisterschaftstor der Saison nach. Sékou Sanogo sicherte den 25. Saisonsieg mit dem 3:1 ab. In der Nachspielzeit hielt der überragende Kiassumbua einen Foulpenalty von Hoarau.


Originelle Haarpracht der YB-Spieler (Quelle: SRF)

Zürich - Basel 4:1 (0:0)
11'135 Zuschauer. - SR Hänni
Tor: 49. Dwamena 1:0. 62. Pa Modou 2:0. 83. Frey 3:0. 91. Marchesano 4:0. 93. Ajeti 4:1.
Zürich: Brecher; Thelander, Brunner, Kryeziu; Palsson; Rüegg, Domgjoni (77. Sarr), Aliu (46. Marchesano), Pa Modou; Frey, Dwamena (87.Odey).
Basel: Vaclik; Manzambi, Frei, Balanta, Riveros; Serey Die (78. Pululu), Zuffi (46. Petretta); Bua (67. Oberlin), Campo, Elyounoussi; Ajeti.
Bemerkungen: Zürich ohne Alesevic, Bangura, Kempter, Maouche, Nef Schättin und Schönbächler (alle verletzt) und Rohner (nicht im Aufgebot). Basel ohne Salvi, Vailati, Van Wolfswinkel, Xhaka, Zuffi (alle verletzt), Calla und Stocker (nicht im Aufgebot). 67. Lattenschuss Campo (Basel), 65. Treffer von Ajeti (Basel) wegen Offside annulliert.
Verwarnungen: 44. Brunner (Foul). 45. Balanta (Foul).

Young Boys - Lugano 3:1 (1:1)
31'120 Zuschauer (ausverkauft). - SR Tschudi.
Tore: 5. Krasniqi (Sabbatini) 0:1. 14. Moumi Ngamaleu (Nsame) 1:1. 55. Hoarau (Sanogo) 2:1. 74. Sanogo (Schick) 3:1.
Young Boys: Wölfli; Schick, Nuhu, von Bergen (87. Bürki), Lotomba; Moumi Ngamaleu (73. Sulejmani), Bertone, Sanogo, Fassnacht (79. Assalé); Nsame, Hoarau.
Lugano: Kiassumbua; Yao, Sulmoni, Golemic, Mihajlovic; Krasniqi (76. Amuzie), Ledesma (63. Piccinocchi), Sabbatini, Mariani; Gerndt, Janko (52. Manicone).
Bemerkungen: Young Boys ohne Mbabu, Sow und von Ballmoos (alle verletzt). Lugano ohne Crnigoj, Daprelà (beide gesperrt), Bottani, Carlinhos, Guidotti, Schäppi und Da Costa (alle verletzt). 93. Kiassumbua hält Foulpenalty von Hoarau. 7. Lattenschüsse: 7. Nsame, 91. Sabbatini.
Verwarnungen: 13. Krasniqi (Foul), 26. Ledesma (Foul), 28. Mariani (Foul), 43. Fassnacht (Foul), 61. Manicone

(ll/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manuel Zappella am 13.05.2018 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Srf

    Und trotz diesem Klassiker zeigen Sie das andere Spiel beim srf, bei dem es klar um nichts mehr geht... schähmt euch !!

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  • Peter am 13.05.2018 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    TV Spiel

    Warum läuft nicht FCZ-FCB im Fernseher? Ist YB nicht erst kürzlich schon auf SRF Gebracht worden!

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  • footballmaster am 13.05.2018 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Tja, ...

    ... lieber FCB, das war nichts. Vielleicht gut, dass das Spiel nicht im TV übertragen wurde.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • KickerOnFire am 14.05.2018 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ging für den FCB...

    ...um wirklich nix mehr...null... irgendwann nach getaner Arbeit mit gegen 50 Saisonspielen ist die Spannung halt weg, da fehlen die letzten 10...20%, auch wenn man das als Spieler nicht wahrhaben will. Ich denke da vor allem auch an die Zeit vor dem Spiel: Endlich mal wieder ganz andere Gedanken als der kommende Gegner..... .... das war bei FCB YB doch auch schon so: Die einen wollten unbedingt Revanche und die anderen 'laissez faire' ... Ein Hopper. (Bis zur 35. Runde unter Hochspannung... ;-/) )

  • Creco am 14.05.2018 09:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Quittung für Gross Maul

    Liebe FCB Fans was war das jetzt? Sind sie besser als YB? Gegen den FCZ 4:1 zu verlieren, ein Schelm wer da lacht.

    • Nina am 14.05.2018 09:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Creco

      Ruhig lachen. Kein Problem. Wir lachen dann auch wieder.

    • Lachen am 14.05.2018 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Creco

      ...oder besser. Immer noch. Die Klatsche vom Donnerstag bleibt.

    • Magische Nächte am 15.05.2018 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Creco

      Wir hören gar nicht auf. Und freuen uns auf weitere tolle Spiele.

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  • So gut wie die sind am 14.05.2018 08:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    YB

    Spielt nächste Saison in der Bundesliga. Eine Klasse für sich.

  • 20 sec am 14.05.2018 05:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Biersaufer

    oder Chaoten Vereinigungen die immer eine hohe Polizeipräsenz erfordern und der Steuerzahler kanns berappen. Spielt Ping Pong !

  • Tor am 14.05.2018 05:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Basler arroganz

    Kampfansage das war der grosse kommentar der basler als man yb schlug! Und jetzt? Schlappe gegen den fc z! Basel gewinnt ein spiel und dann kommt die arroganz!

    • FCBforever am 14.05.2018 06:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tor

      Und trotzdem. Verlieren darf man. Wird auch dem FCZ und YB wahrscheinlich auch wieder einmal passieren, oder?

    • Auf einem Auge blind am 14.05.2018 07:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tor

      Ich lese vor allem YB Kommentare voller Arroganz!

    • Denkste am 14.05.2018 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @FCBforever

      YB wird niemals mehr verlieren!

    • Magische Nächte am 15.05.2018 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tor

      Hätten sie gerne. Wir freuen uns auf weitere tollen Spiele. Die nächste Saison ist schon bald da. Und auch YB und der FCZ fallen wieder einmal auf die Nase.

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