Super League

11. März 2018 15:38; Akt: 11.03.2018 20:06 Print

YB siegt mit Traumtor – Sion kantert Thun nieder

In der 25. Runde der Super League baut YB seine Tabellenführung auf 17 Punkte aus. Der FC Sion gibt die rote Laterne an Thun ab.

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Die Young Boys lassen sich auch von der Grasshoppers nicht von der Erfolgsspur abbringen. Die Berner kommen durch das 3:1 zum sechsten Sieg im sechsten Meisterschaftsspiel in diesem Jahr.

Der erste Meistertitel seit 1986 rückt für YB immer näher. Während der Klub auf den Rängen mit etwas über 25'000 Zuschauern sein 120-jähriges Bestehen feierte, erfüllten die Spieler auf dem Platz einmal mehr die Pflicht und demonstrierten vor allem in der letzten halben Stunde ihr Können in der Offensive. Guillaume Hoarau mit einem souverän verwandelten Penalty (67.) und Djibril Sow mit einem herrlichen Volley (79.) erzielten die letzten zwei Treffer zum 3:1.


Traumtor: Djibril Sow versenkt den Ball volley im Netz. (Video: Tamedia/SRF)

YB krönte mit den beiden Toren eine zwischenzeitliche Temposteigerung, die gegen kompakt stehende Grasshoppers auch nötig war. Die Zürcher gerieten zwar in der 27. Minute durch den elften Saisontreffer von Roger Assalé in Rückstand, schafften aber fünf Minuten später nach einem Eckball durch Kenan Kodro den Ausgleich. Nach Kodros erstem Treffer im GC-Trikot fanden sich die Gäste besser zurecht, und YB wirkte bis in die zweite Halbzeit hinein etwas ideenlos.

Viel Selbstvertrauen beim Leader

Die Berner haben mit ihrer Siegesserie aber so viel Selbstvertrauen gesammelt, dass sie etwas Widerstand oder Unvermögen nicht aus der Fassung bringt. Zudem besitzen sie eine Offensivabteilung, die jederzeit für Tore gut ist. Assalé, der mit einem präzisen Flachschuss traf, führt die Torschützenliste an - vor den Teamkollegen Miralem Sulejmani und Jean-Pierre Nsame. Hoarau kam dank dem Handspiel von Cédric Zesiger auch schon zu seinem achten Saisontreffer (im 15. Spiel).

Einziger Wermutstropfen auf dem Weg zum siebten Meisterschaftssieg in Folge war der Ausfall von Abwehrchef Steve von Bergen. Der Captain musste sich nach einem Zusammenstoss genauso wie das andere Opfer, Numa Lavanchy, auswechseln lassen.

Ein Kantersieg und ein neues Schlusslicht

Der FC Sion gibt erstmals seit der 16. Runde den letzten Tabellenplatz ab. Die Walliser demontierten daheim den kriselnden FC Thun mit 7:2.

Erst Ende Januar entschied sich der FC Sion, für die Rückrunde doch auf Carlitos zu zählen. Der 35-jährige Portugiese war bis zum Winter nie eingesetzt worden, nun erweist sich seine Rückkehr als entscheidend. Nachdem er schon am wichtigen 3:1 gegen Lausanne massgeblichen Anteil hatte, trug er gegen Thun einen Treffer und einen Assist bei.
Carlitos traf nach 12 Minuten mit einem glückhaften Freistoss, der eigentlich als Flanke gedacht war, und bereitete in der 26. Minute das 2:0 von Matheus Cunha vor. Auch in der Folge gelang es ihm immer wieder das Walliser Spiel anzukurbeln. An der Aktion, die in der 37. Minute zum ersten Penalty und zum 3:1 durch Adryan führte, war er beteiligt. Und vor dem zweiten Elfmeter, den Pajtim Kasami zum 5:2 verwertete, wurde er im Strafraum von Timo Righetti gefoult.

Thuner Pech mit dem Schiedsrichter

Die Sittener, die erstmals in dieser Saison mehr als drei Tore in einem Spiel erzielten, waren in der ersten Halbzeit vor allem effizienter als die schon kurz vor der Pause durch eine Gelb-Rote Karte dezimierten Thuner. Die Berner Oberländer konnten zweimal verkürzen - zum 1:2 durch Dejan Sorgic und zum 2:4 durch Marvin Spielmann, bevor sie komplett einbrachen. Etwas naiv liefen sie danach in die Kanterniederlage. Durch die fünfte Pleite in Folge fielen sie in der Tabelle hinter Sion auf den letzten Platz zurück. Die Walliser standen letztmals Ende November nicht auf dem Abstiegsrang.

Die Thuner hatten in Sitten durchaus auch etwas Pech mit zwei Entscheiden von Referee Adrien Jaccottet: Den Penalty in der 37. Minute sprach er wegen eines Handspiels aus, das nicht offensichtlich war, und die zweite Gelbe Karte kurz vor der Pause gegen Chris Kablan war streng. Zeit zum Lamentieren haben die Thuner aber kaum. Bereits am kommenden Sonntag folgt für das neue Schlusslicht ein Schicksalsspiel daheim gegen das zwei Punkte voraus liegende Lausanne.

Young Boys - Grasshoppers 3:1 (1:1)
25'403 Zuschauer. - SR Erlachner.
Tore: 27. Assalé (Sow) 1:0. 32. Kodro (Zesiger) 1:1. 67. Hoarau (Handspenalty) 2:1. 79. Sow 3:1.
Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, von Bergen (54. Wüthrich), Benito; Fassnacht (89. Schick), Bertone, Sow, Sulejmani; Assalé, Hoarau (83. Nsame).
Grasshoppers: Lindner; Lavanchy (54. Jeffrén), Bergström, Zesiger, Doumbia; Andersen (80. Kapic), Basic, Pusic, Lika; Kodro (63. Pnishi), Djuricin.
Bemerkungen: Young Boys ohne Sanogo (gesperrt) und von Ballmoos (verletzt). Grasshoppers ohne Taipi (gesperrt), Rhyner, Bajrami, Cvetkovic und Sainsbury (alle verletzt). Verwarnung: 50. Bergström (Foul).

Sion - Thun 7:2 (3:1)
10'200 Zuschauer. - SR Jaccottet.
Tore: 12. Carlitos 1:0. 25. Cunha (Carlitos) 2:0. 27. Sorgic (Spielmann) 2:1. 37. Adryan (Foulpenalty) 3:1. 47. Lenjani (Kasami) 4:1. 62. Spielmann (Sutter) 4:2. 69. Kasami (Foulpenalty) 5:2. 76. Righetti (Eigentor) 6:2. 80. Schneuwly (Cunha) 7:2.
Sion: Fickentscher; Maceiras, Cümart, Neitzke, Lenjani; Toma, Kouassi (64. Grgic); Kasami (79. Schneuwly), Adryan, Carlitos (75. Uçan); Cunha.
Thun: Nikolic; Kablan, Sutter, Righetti, Facchinetti; Hediger (52. Karlen), Lauper: Tosetti, Costanzo, Spielmann (78. Da Silva); Sorgic (71. Hunziker).
Bemerkungen: Sion ohne Angha, Berchtold, Kukeli, Mitrjuschkin und Zock (alle verletzt). Thun ohne Faivre, Roth, Alessandrini, Bigler, Bürgy, Gelmi, Glarner, Rodrigues und Schwizer (alle verletzt). 44. Gelb-Rote Karte gegen Kablan. 67. Pfostenschuss von Cunha. Verwarnungen: 17. Kouassi. 18. Kablan. 36. Facchinetti (alle Foul). 50. Sorgic (Unsportlichkeit). 70. Lauper. 78. Maceiras (beide Foul).

(lif/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Merci YB am 11.03.2018 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hammer Sonntag

    Merci YB und Luzern. Mehr ist da nicht zu sagen.

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  • Yea10 am 11.03.2018 18:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sow und mbabu

    sow und mbabu in die nati!!!

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  • Paul am 11.03.2018 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erfolgreiches Umfeld

    YB hat endlich das Umfeld um erfolgreich zu sein. Basel hat es eben verloren.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bebbi am 11.03.2018 22:30 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich wieder mal die gesamte Schweiz

    Ich bin Basler und überhaupt nicht traurig. Wir durften eine gute International Saison sehen und die Hinrunde. Die Fans sorgten fast wir ein Tor für unglaubliche Stimmungen. Das YB und FCZ auch glänzen find ich echt super! Anstatt jez zu sagen Basel sei eifach schlecht, könnt ihr doch stolz sein auf eure Teams. Wir schauen unseren Club auch in "schwierigen" Zeiten gern zu

  • Housi Abegglen am 11.03.2018 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freude herrscht!!!

    YB holt das Double und die Oberländer Bauern steigen ab, besser gehts nicht!!

  • Bruno N. am 11.03.2018 21:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Entscheide

    Die Transferpolitik des FC Basel war katastrophal. Kein Geschick, geleitet von Wunschträume. In der Vergangenheit gerade anders, aber jetzt haben wir eine Präsidenten, der nur auf das Geld schaut, ein Streller der falsch seine alten Gspänli wieder holte, keine Goalgetter und ein Trainer der nicht motivieren kann.

  • Deana GC-Fan am 11.03.2018 21:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jede Medaille hat zwei Seiten

    Wicki ist sicher kein schlechter Trainer aber es macht den Anschein dass er mit diesen FCB-Spielern nicht klar kommt. Bin der Meinung da ist Handlungsbedarf. Ebenso bei den Herren Streller/Frei etc. Wünsche dem FCB alles Gute für die Zukunft. Und für alle die welche Schadenfreude empfinden: sehr schnell kann sich die Szenerie auch bei Ihren Klub's ändern. Plötzlicher grosser Geld- Geber weg (siehe GC) falsche Einkäufe etc. Also bleibt Fair mit Euren Kommentaren: den Hochmut kommt vor dem Fall

  • ein Berner ... effektiv! am 11.03.2018 21:33 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ich bin traurig ... mein Spielzeug wird zerstört. Ich kann mich nicht mehr über YB lustig machen. Es war mir eigentlich seit bald 30 Jahren egal wer gewinnt - einfach nicht YB.