Trainer Carlos Bernegger

18. März 2017 15:26; Akt: 18.03.2017 15:31 Print

«Der Nobelclub GC lernt zu leiden»

von E. Tedesco - Am Samstag gastiert GC beim FC Basel. Es ist das erste Spiel unter Trainer Carlos Bernegger und eine erste Prüfung, ob die Hoppers den Abstiegskampf annehmen.

«GC als Nobelclub lernt zu leiden», sagt Trainer Carlos Bernegger, Nachfolger von Pierluigi Tami. (Video: 20 Minuten)
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Die Situation bei GC hat sich nach der Niederlage im Kellerduell gegen Vaduz (1:2) zugespitzt. Der Vorsprung auf den letzten Tabellenplatz (aktuell Lausanne) ist auf bedrohliche drei Punkte geschrumpft. Erschwerend ist: «Die anderen Teams, die sich in der Tabelle in der unteren Region bewegen, sind den Abstiegskampf gewohnt – GC nicht», sagt Carlos Bernegger, «Der Nobelclub GC lernt zu leiden. Aber ich sehe das auch als eine Chance. Denn es ist wie generell im Leben: Nur wer in der Lage ist zu leiden, schafft es zu wachsen.»

In den verbleibenden 12 Runden soll Bernegger als Feuerwehrmann den einstigen Nobelclub vor dem Abstieg retten. Seit Montag führt der 48-Jährige das Team. Er hat viele Einzelgespräche geführt und er hat vor allem am Puls der Spieler gefühlt, ob sie für den Abstiegskampf bereit sind.

Der Cheftrainer im Internat

Er habe viel Bereitschaft gespürt. Die Signale seien positiv, sagt Bernegger. «Reden kann man viel, aber man muss es auch umsetzen. Mit leeren Worten habe ich meine Probleme», so der 48-Jährige, der sogar zweimal im GC-Internat am Campus in Niederhasli (ZH) übernachtete, weil die Zeit knapp wurde, um zu seiner Familie nach Luzern zu fahren. Zur grossen Überraschung der Junioren. «Sie mussten ihr Handy beim Essen weglegen und sie mussten mir Fragen nach den Torschützen in der Champions League beantworten», sagt Bernegger und schmunzelt.

Dann wird er wieder ernst. Kann die fehlende Erfahrung im Abstiegskampf für GC zum Nachteil werden? Der Trainer ist sicher, dass die Spieler mit dieser neuen Erfahrung umgehen können. «Sonst wäre ich nicht überzeugt, dass GC den Ligaerhalt schafft.» Aber es gäbe nichts zu beschönigen. «Der negative Start in die Rückrunde spricht für sich», so Bernegger.

Der ruhigere Bernegger sucht keine Konflikte mehr

Um Feuer in das Spiel des taumelnden Tabellenachten zurückzubringen, ist der temperamentvolle, gebürtige Argentinier prädestiniert, auch wenn er sagt, dass er weniger heissblütig sei, als noch zu FCL-Zeiten. Er habe seither viel Zeit gehabt, sich Gedanken zu machen, gute, lehrreiche Gespräche zu führen, und er sei bereit, mit mehr Distanz an die Sache heranzugehen. «Ich bin ruhiger geworden und suche keine Konflikte. Ich habe zur Hälfte argentinisches und zur Hälfte schweizerisches Blut in mir. Da musste ich eine Balance finden.»

Gesprochen hat er unter der Woche auch mit seinem Vorgänger. Mit Pierluigi Tami verbindet ihn ein freundschaftliches Verhältnis. Es gehe um Wertschätzung und die Gesetzmässigkeiten des Fussball-Geschäftes. Wenn man das akzeptiere, habe man auch kein Problem, sich mit einem Kollegen direkt auszutauschen, sagt Bernegger. Tami habe ihm am Ende des Gesprächs Glück für das Spiel gewünscht.

40 (!) Punkte trennen den blauweissen Rekord- vom rotblauen Serienmeister aktuell in der Tabelle. Da wird GC in Basel Glück allein nicht reichen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • GCFanreistheutenachBasel am 18.03.2017 17:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nobelclub schon lange nicht mehr.

    Nobelclub?? Scherben haufen kann man sagen seit dem letzten Cupsieg 2013

  • Hopperli zeigen du musst am 18.03.2017 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Ahu ...Ahu.... Ahu !!

    Bitte Gcz zeigt dass ihr kämpft und seit stabil!.. Dannach kann man vorwärts schauen.. Kämpfen und stabilität dann kommt auch ein schönes Resultat :-) haut rein jungs wir denken an euch :-D Ahu Hüpfers

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  • Baselboy12 am 18.03.2017 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nobelklub?

    Gc ist schon lange kein nobelklub mehr. Seit längerem sind sie ein knorzklub. Freu mich auf das spiel heute abend

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Realist und Visionär am 19.03.2017 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    GC-Fan sagt: Ein Abstieg würde helfen

    Als GC-Fan muss ich auch sagen, ein Abstieg wäre wohl wirklich mal gut. So eine Art reinigendes Unwetter!

  • Mellono am 19.03.2017 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Nobelklub ist nur der FCB

    GC ist schon lange kein Nobelklub mehr, da hat Bernegger aber gewaltig was verpasst. Dieses Image kommt aus früheren Zeiten, die schon lange vorbei sind. Der Schweizer Nobelklub kommt heute aus Basel.

  • Cavi33 am 18.03.2017 22:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leidensdruck immer noch zu klein

    Nobel soll die Fussballwelt zu Grunde gehen, hoffe trotz allem dass der zweite Zürcher Club nicht auch absteigt. Leiden wäre. Ur wenn das Geld gekürzt wird sonst ist alles verkraftbar.

  • GCler am 18.03.2017 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Willkommener Nebeneffekt

    Hopp Bernegger - gewinne und säge so am Stuhl vom Bartli!

  • Schweizer am 18.03.2017 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nati B kann kommen

    GC steigt endlich ab, ihr braucht eine neue Herausforderung wie der FCZ es macht, dann merkt ihr vielleicht wo das Problem liegen könnte, GC bleibt noch Rekordmeister aber bald nicht mehr weil Basel einfach zu stark ist!

    • Cheerio am 19.03.2017 10:09 Report Diesen Beitrag melden

      Reinigendes Gewitter

      Ja als GC-Sympathisant muss ich auch sagen, ein Abstieg wäre wohl wirklich mal gut. So eine Art reinigendes Unwetter!

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