Super League

09. September 2017 20:55; Akt: 09.09.2017 21:51 Print

Zürich sündigt im Abschluss

Der FCZ kommt trotz einem Chancenplus gegen dezimierte St. Galler nur zu einem Punkt. Zu reden geben aber ein Abseitstor und ein Platzverweis.

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Perfekter Einstand: Murat Yakin feiert im ersten Spiel den ersten Sieg. Mann des Spiels: Trotz Niederlage zeichnet sich Pajtim Kasami als Torschütze sowie mit einem Assist aus und drückt dem Sittener Spiel seinen Stempel auf. Traumtor: Emil Bergström knallt das Leder aus 25 Metern volley zum 2:2 in die Maschen. Hauptprobe vor dem Europa-League-Spiel gegen Partizan Belgrad geglückt: YB schlägt Lugano 3:0 und ist neuer Leader. Kurz vor der Pause trifft YBs Jean-Pierre Nsamé zum 1:0. Die erste Halbzeit konnten die Luganesi ausgeglichen gestalten. 15 Sekunden nach Wiederbeginn sieht Luganos Carlinhos Junior wegen eines Fouls die Gelb-Rote Karte. In der Folge stellen die Gäste die Gegenwehr ein. Der eingewechselte Roger Assalé und nochmals Nsamé erzielen die weiteren Tore. Luzern und Thun trennen sich 2:2. Simone Rapp bringt die Gäste in der 11. Minute in Führung. Nach der Pause erhöht Marvin Spielmann auf 2:0. Gut 20 Minuten vor Schluss bringt Daniel Follonier mit seinem Anschlusstor die Hoffnung für die Innerschweizer zurück. In der 84. Minute sichert der eingewechselte Shkelqim Demhasaj seinem Team durch sein spätes Tor einen Punkt. Traumtor zum 1:1: Lausannes Benjamin Kololli versenkt in der 55. Minute einen Freistoss direkt im Lattenkreuz. Gelb-Rote Karte innerhalb von wenigen Sekunden: Marek Suchy muss das Feld nach zwei dummen Aktionen verlassen. Viel Kampf in der ersten Halbzeit: Kevin Bua wird hier gelegt. Jubel nach dem 1:0: Ricky van Wolfswinkel verwertet einen Hands-Penalty in der 30. Minute eiskalt. Zürich kommt im Letzigrund nicht über ein 1:1 gegen St. Gallen hinaus. Moussa Koné bringt das Heimteam nach Vorarbeit von Roberto Rodriguez in der 19. Minute in Führung. Kurz nach der Pause trifft der eingewechselte Danijel Aleksic für die Ostschweizer. Nur Minuten später sieht St. Gallens Gjelbrim Taipi glatt Rot: Er hat Schiedsrichter Adrien Jaccottet beleidigt.

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Der FC Zürich musste sich im Heimspiel gegen St. Gallen mit einem Remis begnügen. Mit einem 5-4-0-System retteten sich die Gäste im Letzigrund in Unterzahl zu einem 1:1.

Der FCZ rannte an, er drückte, war überlegen und liess nichts unversucht. Doch bis zuletzt prallte er in seinen Bemühungen am St. Galler Abwehrbollwerk ab. Eine Unachtsamkeit hatte in der 51. Minute zum entscheidenden Gegenschlag durch Danijel Aleksic geführt. Ein langer Ball von Andreas Wittwer erreichte den losgelaufenen, nach dem Seitenwechsel eingewechselten FCSG-Joker, der vor Andris Vanins die Ruhe behielt und zum Ausgleich traf. Zu diesem Zeitpunkt führte der FCZ dank des zweiten Saisontreffers von Moussa Koné (19.), und die Gastgeber waren dem zweiten Treffer bedeutend näher als die in der Offensive so gut wie inexistenten St. Galler.

Beleidigung mit Folgen

Das 1:1 retteten die Gäste trotz der knapp 40-minütigen Unterzahl nach einer verbalen Entgleisung von Gjelbrim Taipi in der Folge auch mit dem Glück des tüchtigen über die Zeit. Ein Abschluss von Roberto Rodriguez aus bester Position landete an der Latte (79.) - wie schon zuvor eine Rettungsaktion von Verteidiger Karim Haggui (48.). Dazu agierte Koné bei einem gefährlichen Angriff zu kompliziert. Anstatt den Abschluss zu suchen, spielte er im Strafraum einen Querpass in die Füsse der St. Galler Verteidiger (68.).

«Schade, es ist vieles gut gelaufen und einmal, beim 0:1, haben wir geschlafen. Wir hatten einige Chancen für den Siegtreffer», befand FCZ-Trainer Uli Forte, während sich Giorgio Contini über den Punkt freute. «Wir haben gezeigt, wie viel Herzblut in unserer Mannschaft steckt», sagte der Coach der St. Galler mit Verweis auf die Querelen auf der Führungsebene, die den Blätterwald unter der Woche beherrscht hatten, die seine Schützlinge auf dem Platz aber gekonnt ausblendeten.

Mit dem ungenügenden Ergebnis bietet der FCZ den Young Boys die Chance, am Sonntag im Heimspiel gegen Lugano die Tabellenspitze zu erobern.

Zürich - St. Gallen 1:1 (1:0)
10'230 Zuschauer. - SR Jaccottet.
Tore: 19. Koné (Rodriguez) 1:0. 51. Aleksic (Taipi) 1:1.
Zürich: Vanins; Nef, Bangura, Brunner; Winter (73. Voser), Rüegg (73. Palsson), Sarr, Pa Modou (82. Haile-Selassie); Koné, Frey, Rodriguez.
St. Gallen: Lopar; Koch, Haggui, Hefti, Wittwer; Taipi, Kukuruzovic; Tafer (46. Aleksic), Barnetta (58. Wiss), Aratore (82. Musavu-King); Buess.
Bemerkungen: Zürich ohne Alesevic, Kempter, Kryeziu, Schönbächler, Marchesano (alle verletzt) und Dwamena (nicht im Aufgebot). St. Gallen ohne Toko, Tschernegg, Adonis Ajeti (alle verletzt). 48. Kopfball von Haggui an die Latte des St. Galler Tors. 79. Lattenschuss Rodriguez. 55. Rote Karte gegen Taipi (Unsportlichkeit).
Verwarnungen: 42. Haggui (Foul). 53. Winter (Foul). 93. Koné (Foul).

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zum Glück kein Baslet am 09.09.2017 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super FCB

    Und die Verantwortlichen des FCB haben Fischer entlassen, weil der Fussball unter ihm zu wenig attraktiv war... Ich lache mich schlapp

  • Michelle am 09.09.2017 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So nicht

    Und bei Basel wird alles besser mit dem neuen Trainer? Spektakel ist angesagt, auf eine solchen Spektakel kann ich verzichten.

  • Yoric Ravet am 09.09.2017 21:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endstation für Bisler

    Der FC Basel wird diese Saison nichts erreichen. Grund dafür ist der fehlende Schiribonus. Offensichtlich haben die lieben Basler ohne diesen Bonus Mühe Siege einzufahren...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • urs am 11.09.2017 09:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der

    fcsg war klar die bessere mannschaft ! ist schwirig ein spiel zugewinnen wenn der schiri immer am gegner hilft

  • Ruedi SG am 10.09.2017 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    Bedenklich

    tiefe Zuschauerzahl mal wieder in Zürich und das obwohl jeder Fan doppelt gezählt wurde.

  • Di Stefano am 10.09.2017 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    überfordert

    Forte war mit dem Coaching überfordert. Wusste nicht, was nun in Überzahl. Erst in der 73 Minute bringt er endlich frische Leute im Mittelfeld. Doch hätte er wohl besser Koné oder Frey gewechselt. Cavusevic gebracht.

    • Fairplay am 10.09.2017 12:34 Report Diesen Beitrag melden

      Der einzige der auf dem Platz

      überfordert war, war einmal mehr der Schiri! Ein Offside Tor !Eine Rote Karte wohl im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Spieler und Schiri! Sorry der Schiri hat das Spiel wieder einmal entschieden! Der Schiri hätte doch gleich im FCZ Shirt auflaufen können!

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  • Positiv am 10.09.2017 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spannende Meisterschaft

    Wow..die Meisterschaft wird wieder spannend.

  • Zett S. zehnder am 10.09.2017 06:32 Report Diesen Beitrag melden

    Liga spannend

    Der FCZ war letzte Jahre noch in der Challengge League. Bleiben wir auf dem Boden und erwarten nicht, dass die nun gleich durchstarten und die Liga wie Basel in der Vergangenheit dominieren.

    • Bärner am 10.09.2017 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Zett S. zehnder

      Mit eurem Kader werdet ihr kaum ein einziges Mal Meister. Obwohl ich hoffe, dass es nicht Basel sein wird, wird wohl trotzdem wieder Basel den Meisterpokal in die Höhe stemmen.

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