Nicolas Hunziker

19. März 2017 05:25; Akt: 19.03.2017 05:30 Print

«Bernegger ist ein extrovertierter Trainer»

von E. Tedesco - Er ist laut, streng und impulsiv. Ganz anders als Pierluigi Tami. Aber auch Carlos Bernegger schafft mit GC den Turnaround nicht.

GC-Stürmer Nicolas Hunziker sagt über seinen neuen Trainer Carlos Bernegger: «Er ist impulsiv und ein extrovertierter Trainer.» (Video: 20 Minuten)
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Es waren noch keine sechs Minuten gespielt, da springt Bernegger von der Ersatzbank auf und baut sich am äussersten Rand seiner Coaching Zone auf. Und bleibt bis zum Schlusspfiff fast an Ort und Stelle. Er gestikuliert, verwirft die Arme, ruft Anweisungen, springt mit Milan Vilotic zum Kopfball hoch und holt mit Munas Dabbur zu einem Schuss aus. «Man leidet mit und das passiert instinktiv», sagt der GC-Trainer, der bei den Zürchern nach 2003, 2004 und 2007 bei den Hoppers schon zum vierten Mal als Feuerwehrmann einspringt.

«GC braucht jeden Mitarbeiter in seiner Situation. Ich als Cheftrainer bin als Erster gefragt.» Aber nicht als Feuerwehrmann, der das Feuer löscht, sondern im Gegenteil entfachen soll. Nach dem leisen, fast zurückhaltenden Gentleman Tami soll der heissblütige, manchmal laute Bernegger die taumelnde Mannschaft wiederbeleben.

U21-Verteidger Qollaku kommt zu seinem SL-Debüt

Bernegger hatte angekündigt, nicht viel experimentieren zu wollen. In der Startelf wartet er dann aber doch mit einer Überraschung auf. Der erst 20-jährige Arijan Qollaku aus der U21 spielt im 4-4-2 für Numa Lavanchy auf der Position des Rechtsverteidigers. Lavanchy rückt ins rechte Mittelfeld vor.

«Arijan ist ein sehr talentierter Spieler und hat sich das mit seinen Leistungen im Training verdient», sagt Bernegger. Der Auftritt des ehemaligen FCZ-Juniors hat den Argentinier glücklich gemacht. Er ist der einzige Lichtblick in den ersten 45 Minuten in denen GC in der 6. Minute 0:1 in Rückstand gerät.

Deshalb wurde es in der Halbzeitpause auch laut in der GC-Kabine. Lauter auf jeden Fall als unter Tami. «Er hatte schon was zu sagen und das nicht unbedingt leise», sagt Nicolas Hunziker. Die Basel-Leihgabe im GC-Kader findet die neue Situation gut. «Bernegger gibt uns neue Inputs und positive Power. Er spricht viel mit den Spielern, versucht, eine Mannschaft aus uns zu formen. Er ist impulsiv und ein extrovertierter Trainer» fährt der Stürmer fort.
«Es war einfach nicht gut genug», sagt GC-Trainer Carlos Bernegger. (Video: 20 Minuten)

Kein optimales Comeback nach 896 Tagen

Der Einstand von Bernegger als GC-Trainer misslingt. Zumindest resultatmässig. GC bietet dem FCB aber in der zweiten Halbzeit mehr Paroli. Die Partie zwischen dem Tabellenachten und dem überlegenen Leader der Super League wird zu einem munteren Spielchen – trotz 40 (!) Punkten Differenz vor Kickoff. Und trotzdem sagt Bernegger: «Wir haben verloren und deshalb waren wir nicht gut genug.»

Während der Länderspielpause hat Bernegger nun Zeit, in Ruhe mit dem Team zu arbeiten, damit GC es im nächsten Spiel besser machen kann. Und das ist eine kapitale Begegnung. In zwei Wochen kommt es zum Direktduell mit dem aktuellen Schlusslicht aus Lausanne (spielt am Sonntag in Vaduz). «Für uns ist jedes Spiel wichtig. Nicht nur das gegen Lausanne, sondern auch die Runden danach», sagt Bernegger, der seinen ersten Auftritt als SL-Trainer nach 896 Tagen nur bedingt geniessen konnte.

«Es war schön. Aber mit dem traurigen Ende war es eines sicher nicht – optimal.»
FCB-Flügel Renato Steffen ist enttäuscht, weil er nicht für die Nati aufgeboten wurde. (Video: 20 Minuten)
Siegtorschütze Luca Zuffi: «Wir haben den Trainerwechsel bei GC gespürt.»(Video: 20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René Meyer am 19.03.2017 07:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur meistens?

    "Wenn wir ein Tor mehr erzielen als der Gegner, reicht es meistens für den Sieg!" - Aha, meistens? (Originalton R. Steffen)

  • Casali am 19.03.2017 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Natel nr.1. Nicht tami schuld

    Ein lauter trainer ist gut? So ein mist. Nicht viele spieler mögen einen lauten trainer. Tami war auch streng. Aber bei den bubis war natel nr.1. Und das ist unproffesial. Es lag nicht an ta,i. Die einstellung der spieler ist lausig. Gut gespielt aber verloren. Lieber schlecht spielen und gewinnen. Jetzt kommen die bubis unter druck. In der unteren lige verdienen sie nicht mehr soviel.

  • Kudi, Weggis am 19.03.2017 15:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuviel Gehalt für nicht gebrachte Arbeit

    Das Hauptproblem liegt nicht beim Trainer, sondern bei den zu gut bezahlten Spielern. Die bekommen leider ihr Gehalt auch, wenn sie ihren Job nicht machen. In der privat Wirtschaft, würde man denen kündigen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kudi, Weggis am 19.03.2017 15:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuviel Gehalt für nicht gebrachte Arbeit

    Das Hauptproblem liegt nicht beim Trainer, sondern bei den zu gut bezahlten Spielern. Die bekommen leider ihr Gehalt auch, wenn sie ihren Job nicht machen. In der privat Wirtschaft, würde man denen kündigen.

  • C. Fighter am 19.03.2017 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Passive Spieler

    Er wird den Turnaround nicht schaffen. Das liegt aber nicht an ihm, sondern an den passiven Spielern...

  • Beobachter 73 am 19.03.2017 10:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Challange

    Bleibt er auch bei GC Trainer in der Challange Liga?

    • verwirrterFussballfan am 19.03.2017 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beobachter 73

      was ist den eine "challange Liga" ?

    • Beobachter 73 am 19.03.2017 13:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @verwirrterFussballfan

      "Chäller Liga" lange warten und dann wieder aufsteigen.

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  • Casali am 19.03.2017 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Natel nr.1. Nicht tami schuld

    Ein lauter trainer ist gut? So ein mist. Nicht viele spieler mögen einen lauten trainer. Tami war auch streng. Aber bei den bubis war natel nr.1. Und das ist unproffesial. Es lag nicht an ta,i. Die einstellung der spieler ist lausig. Gut gespielt aber verloren. Lieber schlecht spielen und gewinnen. Jetzt kommen die bubis unter druck. In der unteren lige verdienen sie nicht mehr soviel.

  • Thomas am 19.03.2017 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nati spieler

    ich verstehe auch nicht wieso das steffen nicht für die nati aufgeboten wurde??

    • Daniel Notter am 19.03.2017 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas

      Hat jeder der bei Basel spielt automatisch ein Freilos für die Nati? Schon mal überlegt, dass er derzeit nicht ins Gefüge passen könnte?

    • Baselboy12 am 19.03.2017 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas

      Ich auch nicht. Wer spielt den auf dem flügel? Shaqiri ist doch auch angeschlagen?

    • Thomas am 19.03.2017 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Daniel Notter

      auch wen er bei einem anderen club spielen würde,würde er unserer nati gut tun. das hat nichts mit dem Fc Basel zu tun.

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