Christian Constantin

24. September 2017 22:21; Akt: 12.10.2017 14:59 Print

«Als Präsident hätte ich das nicht tun sollen»

Christian Constantin wurde nach seiner Attacke gegen Rolf Fringer vorerst nicht gesperrt. Beim Sion-Heimspiel war CC aber anwesend – und blieb ruhig.

Constantins Attacke auf Fringer. (Video: Teleclub/Tamedia)
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Sion-Präsident Christian Constantin ist sich nach seinem Angriff auf Teleclub-Experte Rolf Fringer weiterhin keiner Schuld bewusst. «Warum soll ich nicht hier sein? Ich habe ja nichts gemacht?», soll CC vor dem Heimspiel im Tourbillon gegen YB (0:1) gesagt haben. Also verfolgte der 60-Jährige das Spiel von der Tribüne aus, gleich hinter der Spielerbank – wie er es immer tut.

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CC verhielt sich mehr oder weniger ruhig. Die Sion-Pleite hätte ihm zwar schon Anlass geben können, sich zu enervieren. Die meisten Zuschauer hätten ihm einen weiteren Ausbruch auch zugetraut. Constantin schirmte sich aber die meiste Zeit hinter einer Sonnenbrille ab und wich den TV-Kameras vor und nach dem Spiel so gut es ging aus. Er soll einzig dem Westschweizer Fernsehen «RTS» gesagt haben, dass er «das als Präsident nicht hätte tun sollen, aber als Vater schon».

Das, nachdem gestern Morgen bekannt geworden war, dass Sohn Barthélémy noch vor der Attacke seines Vaters Fringer gedroht haben soll, ihn zu töten. Der 22-Jährige konnte sich nach dem Vorfall nicht mehr an alles erinnern: «Was genau ich da gesagt habe, weiss ich nicht mehr, derart in Rage war ich. Ich spürte, dass ich am Durchdrehen war», sagte er dem «Blick». Deshalb sei er ­danach gegangen.

20-Minuten-Leser sind empört

Die 20-Minuten-Leser waren sich jedenfalls einig. Bei einer Umfrage stimmten 55 Prozent dafür, dass CC gesperrt gehört. Rund ein Fünftel votete, dass die Liga hart durchgreifen müsse. Aber 17 Prozent meinten auch, Constantin und Fringer sollten sich aussprechen und die Sache sei gegessen.

User «Michel» meinte vor dem Spiel gegen YB über den CC-Clan: «Kindsköpfe. Die zwei spinnen doch komplett. Dass solch jähzornige Menschen überhaupt Zutritt zu einem Stadion bekommen, ist schon mehr als fraglich.» User «M.M.» hingegen weiss bereits, was geschehen wird: «Es ist egal, was da genau abgelaufen ist. Da wird nichts Relevantes passieren, die Constantins haben zuviel Geld. Die Liga schaffte es nicht mal, CC für das heutige Spiel zu sperren. Körperverletzung ist ein Offizialdelikt und muss von Amtes wegen verfolgt werden ... so siehts aus in der Schweiz. Geld regiert die Welt ... äh Schweiz.» Und «Sonne» fügt an: «Geld regiert die Welt!! Jeder andere wäre schon längst hinter Schloss und Riegel!!»

Der Fussballverband muss handeln

Es gibt auch Leser, wie «Karli», die sich fragen: «Schläft der SFV eigentlich? Was muss denn noch passieren, bis die beiden (Vater und Sohn Constantin, d. Red.) Stadionverbot bekommen? Kann ja nicht so schwierig sein, eine Entscheidung zu treffen, gibt ja genug Beweise. Oder liegts an dem vielen Geld? Jaja, es werden halt nicht alle gleich behandelt...»


User «Herr Fussball» fragt sich, wo denn da die Gerechtigkeit bleibt? «Und schon war CC wieder im Stadion. Wieso? Jeder andere Schläger bekommt Stadionverbot. SFV muss handeln und zwar sofort, bevor die Saison wieder vorbei ist! Da gibts ja nichts zu überlegen – gibt genug Beweise, Filme mit Ton, Zeugen – was brauchts denn noch?»

Ignorieren könnte wirken

Oder ist das der Sache Lösung, was «Seelsorger» vorschlägt? «Ganz einfach: Alle Medienschaffenden sollen CC aus dem Weg gehen, nix mehr über ihn berichten und schon gar keine Interviews mehr machen. Erst dann wird sich der selbsternannte Napoleon ändern. Das funktioniert übrigens mit allen Narzissten. Lass sie einfach spüren, nicht mehr relevant zu sein.»

Aber es gibt auch Stimmen, die Fringer kritisieren, so wie User «Nolze»: «Bravo CC! Fringer hat den Bogen überspannt, verbale Gewalt ist ebenso inakzeptabel! Woher nimmt er das Recht, andere Personen derart zu diffamieren und zu beleidigen?»

So weit darf es nicht kommen:


Druck nahm sein Vater derweil von Sion-Trainer Paolo Tramezzani: «Die Situation des Teams hat sich klar verbessert, die Mannschaft hat sich in Lugano gut bewährt.» Gegen YB habe man nicht reüssiert, aber das Team finde die Linie des Coaches, dieser habe seine Botschaft richtig verstanden. Der Italiener scheint also für das Spiel am Mittwoch gegen Lausanne kein Thema zu sein. Aber wie man CC kennt, kann sich dies rasch ändern.

(hua)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wjp1 am 24.09.2017 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CC + Filius

    Solange solche Leute immer am Ruder sind werden auch Fans und Hulligens keine Ruhe geben . Wieso auch , wenn wer Geld hat sich alles erlauben kann . Sorry , aber solche Intermezzos machen weder das Wallis noch den Fussball sympathischer

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  • Fussballfan am 24.09.2017 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    Stadionverbot?

    In der Schweiz erhalten normale Fans für Ohrfeigen und Bierbecherwürfe 2 jährige Stadionverbote, ohne Gerichtsverfahren. Bei Constantin sieht man jedoch davon ab, da dieser gegen das Hooligan Konkordat gerichtlich vorgehen würde. Dieses verstösst nämlich gegen die Verfassung, da die Unschuldsvermutung nicht mehr gilt. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Nur die Reichen sind gleicher.

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  • Rolf am 24.09.2017 19:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rot

    Ein Tipp von mir,wenn er rot sieht soll er in Zukunft zuerst auf 10 Zählen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 26.09.2017 23:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Für mich der Hauptschuldige ist Fringer

    Fringer nicht mehr tragbar mit der unüberlegte Meinung gegen CC er soll sich auf das Spiel den konzertieren und denn Kommentar abgeben und nicht über denn CC lästern.

    • A. EINSTEIN am 27.09.2017 16:39 Report Diesen Beitrag melden

      @Peter

      Fringer lästert nicht. Als Fussballexperte übt er Kritik und wenn jemand nicht kritikfähig ist, dann hat dieser ein Problem damit. Oder gehen auch Sie auf alle los, die Ihnen kritisch gegenüber stehen? Ich möchte mal hoffen nicht. Dieses Verhalten von CC vor laufenden Kameras kann's wohl nicht sein, oder!? Bei dem hat sich wohl das Grosshirn komplett ausgeschaltet an dem Abend... Dass Sie CC noch in Schutz nehmen ist für mich unvorstellbar.

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  • Anonymer Leser am 26.09.2017 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    Anonyme Meinung!

    Herr Constantin, Sie sind ein Soziopath, der dringend professionelle Hilfe braucht. Ich hoffe Sie haben die Bilder selber gesehen und können sich introspektiv stark revidieren. Als ehemaliger Fußballer (17 Jahre lang aktiver) habe ich nie so etwas gesehen, wie bei Ihnen. Wann lernen Sie endlich die Folgen Ihres Handelns abzuwägen???

    • Peter am 26.09.2017 23:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Anonymer Leser

      Das war gar nichts was er getan hat das war streicheln von CC nicht geschlagen Fringer ist der Schauspieler

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  • Röbi am 26.09.2017 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kaspeli Theater

    Der Fringer ist der Simulant jetzt,wenn Cc ihn wirklich stark Geohrfeigt hätte würde er jetzt wirklich ein Brummschädel haben ausgerutscht ist ja Fringer selber ohne Einwirkung von CC hört mit dem Theater auf CC sollte am Fringer Geld geben ist ja jetzt der Sinn der Sache wo Fringer ausgeht, und das Theater hat ein Ende ihr seid doch Erwachsene Leute.

  • Peter am 26.09.2017 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fringer ist schuld

    Nicht CC ist der Schuldige der wo das ins Rolle brachte war der unfähige ex Fringer der ist der Hauptschuldige im diesem Theater, beide müsste bestraft werden und nicht nur der CC ????

    • Florian Meier am 26.09.2017 13:32 Report Diesen Beitrag melden

      Warum

      Warum sollte Fringer bestraft werden? Hat er zugeschlagen? Und wenn CC was an seinen Aussagen auszusetzen hat, dann kann er das über den Rechtsweg klären. In diesem konkreten Fall aber ist nur CC schuldig, denn er hat zugeschlagen!

    • Peti am 26.09.2017 20:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Florian Meier

      Fringer ist vor allem schuld daran mit seiner Aussage gegenüber CC der soll um das aktuelle Spiel denn Kommentar abgeben und nicht über negative Kommentare abgeben gegenüber CC

    • Peti am 26.09.2017 23:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Florian Meier

      Das war gar nicht schaue das Video richtig an das war streicheln von CC ausgerutscht ist der Schauspieler Fringer selber

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  • Tom Tom am 26.09.2017 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich.....

    Als Präsident hätte er das nicht tun sollen - seine Worte. Mit anderen Worten, jeder Zuschauer, da Privat, kann laut CC im Stadion Gewalttätig werden. Seit Jahren versucht man die Schlägertypen von den Stadien fernzuhalten. -Null Toleranz bei Gewalt. Und sie machen alles zu nichte! Gratulation Präsident CC und Sohnemann! Ich habe null Respekt vor euch und ihr gehört ein leben lang von Fussball Veranstaltungen gesperrt. Morddrohung? Spinnt der eigentlich! Und wo ist eigentlich die nutzlose Tessiner Polizei ....logo Parkbussen müssen geschrieben werden.