Abstiegskampf

16. April 2018 07:43; Akt: 16.04.2018 08:18 Print

Luzerns Goalie-Bock macht Constantin happy

von E. Tedesco, Luzern - Ein Bock von FCL-Goalie Jonas Omlin beschert Sion einen 1:0-Sieg in Luzern. Der Dreier der Walliser verschärft den Abstiegskampf weiter, aber CC frohlockt.

Sion-Präsident Christian Constantin und Trainer Maurizio Jacobacci sind erleichtert, die Rote Laterne abgeben zu können. (Video: 20 Minuten)
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Es läuft die 50. Minute, als FCL-Mittelfeldspieler Olivier Custodio einen Rückpass zu Goalie Jonas Omlin spielt. Die Situation scheint harmlos. Doch plötzlich sieht der FCL-Keeper Matheus Cunha auf sich zusprinten. Omlin will den Sittener ausdribbeln und verschätzt sich. Cunha lacht sich ins Fäustchen und schiebt zum 1:0 ein. Es sollte der einzige Treffer an diesem Sonntagnachmittag in der Swissporarena bleiben. Denn der FCL konnte ausser einem Lattentreffer von Shkelqim Demhasaj (65.) nichts mehr entgegensetzen.

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«Jonas Omlin hätte den Fehler nicht gemacht, wenn Cunha nicht auf meine Aufforderung hin nachgesetzt und entschlossen auf den Ball drauf gegangen wäre», sagt Sion-Trainer Maurizio Jacobacci zur Szene, die zum glücklichen Siegtreffer der Walliser führte. «Aber Omlin hat den FCL auch im Spiel gehalten und gute Paraden gezeigt», verteidigt er den Torhüter. Das sieht sein Trainerkollege aus Luzern ähnlich.

Die Highlights von Luzern gegen Sion.

«Den Fehler muss ich nicht gross kommentieren», sagt Gerardo Seoane, Trainer von Omlin. «Es gehört zu einer Goalie-Karriere, dass man einmal eine falsche Entscheidung trifft. Ich glaube, Feldspieler treffen häufiger falsche Entscheidungen als Torhüter. Jonas hat uns vor dem Gegentor und auch danach mit tollen Paraden im Spiel gehalten. Der Fehler wird ihn nicht aus der Bahn werfen.» Zum Beispiel lenkte Omlin einen Kopfball von Cunha (41.) in extremis über die Latte und entschärfte einen Kopfball von Carlitos (70.). Die Torschussstatistik von 2:12 gegen Luzern zeigt deutlich auf, dass sich Omlin nicht über mangelnde Arbeit beklagen konnte.

Der Nervenkitzel im Abstiegskampf steigt

Der Bock des FCL-Keepers hat aber noch grössere Auswirkungen, als nur die zweite Niederlage der Zentralschweizer in Folge. Er verschärft den Abstiegskampf und bringt mächtig Feuer rein. Denn mit dem Sieg der Walliser, die damit die Rote Laterne abgeben, trennt den Tabellensechsten (GC, 32 Punkte) nur noch ein Punkt vom Tabellenletzten (Lausanne, 31 Punkte). Der FC Sion, der mit Ausnahme der 26. Runde durchgehend seit dem 18. Spieltag das Schlusslicht der Super-League-Tabelle war, kommt gerade rechtzeitig vor dem Meisterschaftsfinish auf Touren. Von den letzten 6 Partien haben die Sittener nur jene in Basel (0:1) verloren.
FCL-Captain Claudio Lustenberger und Stürmer Shkelqim Demhasaj nach der 0:1-Niederlage gegen Sion. (Video: 20 Minuten)

«Wir sind schon länger in Fahrt, haben in den letzten Spielen schon sehr viel gut gemacht, haben aber nicht immer das dafür bekommen, was wir verdient hätten», sagt Jacobacci. «Wir müssen sehr viel dazu beitragen, damit wir unser Ziel erreichen und das ist Ende Saison zumindest auf Platz 9 zu stehen und mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben.» Aber der Sion-Trainer ist optimistisch, denn man musste sehr viel arbeiten, um an den Punkt zu gelangen so aufzuspielen, wie Sion das derzeit tut.

Zufriedener CC

Natürlich war auch Christian Constantin zufrieden, der es sich nicht nehmen liess, der Mannschaft nach dem Sieg in der Garderobe zu gratulieren. «Wir haben nun zwei Heimspiele in Folge», sagt der Sion-Boss. CC weiter: «Wenn uns das Publikum unterstützt und wir so weiterfahren, hoffe ich, dass wir die Punkte holen und ein wenig verschnaufen können.» Der nächste Gegner im Tourbillon ist am Mittwoch Lugano. Ein Mitkonkurrent im Kampf gegen den Abstieg und darum ist es für beide ein 6-Punkte-Spiel.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wasp am 16.04.2018 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Sion steigt

    nie und nimmer ab. Für GC wird es eng. Es fehlt an Demut. Vogel sei Dank!

  • Rouiller am 16.04.2018 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Sion

    Sion hatte einfach riesen Pech mit den 2 Trainer Tramezzani und Gabri. Schauen sie sich das mal an wie Mauro Jacopacci spielen lässt. In der Truppe ist riesen Potential vorhanden. Die richtigen Spieler gehen lassen Ende Saison und Angriff auf Platz 2 in der nächsten Saison. Ohne Transfers - CC hat ja an die 40 Spieler unter Vertrag ;-)

  • tom am 16.04.2018 08:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jaa

    nicht nur Constantin machts Happy den FCSG auch ;)

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus K. am 16.04.2018 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So wird es sein

    Wie bereits in einem andren Kommentar geschrien. Sion und Lugano packens. Für Lausanne und GC wirds eng.

  • Erdenbürger am 16.04.2018 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CC

    Omlin soll bei CC ein telefon machen. Vielleicht kriegt er einen Geschenkkorb pder ein paar Flaschen Walliser Wein

  • sg fan am 16.04.2018 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau

    der fc Luzern und Thun ist die einzig mannschaft die nicht absteigen darf! aber Sion Lugano GC FCZ und Lausanne ist egal und dad sage ich als SG Fan

  • Dario am 16.04.2018 10:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FC Luzern ansteiger

    Schade. Mit diesen Leistungen gehört auch der FCL im Abstiegskampf! Man kann nicht so spielen wie in den zwei letzten Partien. Ich freue mich riesig, diesen Abstiegskampf zu erleben. Forza Lugano!

  • Rouiller am 16.04.2018 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Sion

    Sion hatte einfach riesen Pech mit den 2 Trainer Tramezzani und Gabri. Schauen sie sich das mal an wie Mauro Jacopacci spielen lässt. In der Truppe ist riesen Potential vorhanden. Die richtigen Spieler gehen lassen Ende Saison und Angriff auf Platz 2 in der nächsten Saison. Ohne Transfers - CC hat ja an die 40 Spieler unter Vertrag ;-)