Gedenken an Absturzopfer

01. Dezember 2016 21:41; Akt: 01.12.2016 21:43 Print

Die Fussballwelt soll am Wochenende schweigen

Nicht nur die Clubs der Super und Challenge League gedenken der Opfer des Flugzeugabsturzes. Die Fifa wünscht sich vor jedem Spiel am Wochenende eine Schweigeminute.

Bildstrecke im Grossformat »
Die Staatsanwaltschaft in Kolumbien führt bei der Fluggesellschaft LaMia eine Razzia durch. (6. Dezember 2016) Zusammen mit dem Chef von LaMia werden auch zwei Angestellte festgenommen. (6. Dezember 2016) Die Särge mit den getöteten Spielern, Trainern und Betreuern wurden einzeln aus den Flugzeugen getragen und von jeweils sechs Soldaten über das Rollfeld geschoben. (3. Dezember 2016) Auch Brasiliens Präsident Michel Temer war am Flughafen, um den Opfern der Tragödie die letzte Ehre zu erweisen. Die Menschen applaudierten den Toten: Vom Flughafen werden die Särge zur Arena Condá gebracht, wo 19'000 Zuschauer auf den Rängen der Trauerfeier beiwohnen können. Zeremonie am Militärflughafen in Medellín: Angehörige der Luftwaffe stehen neben den Särgen der brasilianischen Absturzopfer. (2. Dezember 2016) Offiziere bringen die Särge Richtung Flugzeug. Die Särge werden in ein Frachtflugzeug verladen, um dann nach Chapeco in Brasilien geflogen zu werden. Zuvor befanden sich die sterblichen Überreste der Opfer in einer Halle der Gerichtsmedizin in Medellín. Ein Angehöriger trautert in Medellin um ein Opfer des Flugzeugabsturzes. (1. Dezember 2016) Die Opfer des tragischen Flugzeugabsturzes in Kolumbien wurden identifiziert: Die Särge sollen von Medellin nach Brasilien überführt werden. (1. Dezember 2016) Laut seinem Vater könnte der Chapecoense-Verteidiger Hélio Neto auf den Fussballplatz zurückkehren. Er sei am Bein operiert worden und die Ärzte seien optimistisch, schrieb er auf Facebook. Verschiedene Vereine Brasiliens haben sich bereit erklärt, Chapecoense für die nächste Saison kostenlos Spieler zur Verfügung zu stellen. Auch Ronaldinho hat seine Hilfe angeboten. Uruguays Star Edinson Cavani erinnert bei einem Ligue-1-Spiel an die Flugzeugtragödie in Kolumbien. (1. Dezember 2016) Chapecoense-Verantwortliche stehen bei den Särgen der verunglückten Fussballspieler. (30. November 2016) Die abgestürzte Maschine BAE 146 Avro RJ85 am Flughafen in Santa Cruz. (4. Oktober 2016) Kolumbien hat die verstorbenen Fussballspieler in einem Stadion in Medellin geehrt. (29. November 2016) Die Fans erschienen zahlreich, um ihrem Team zu gedenken. Die Frage nach der Absturzursache kann noch nicht beantwortet werden: Ein Mann schaut auf die Titelseite einer Zeitung aus Paraguay. (30. November 2016) Trauer bei den Fans: Tausende Gedenken der verunglückten Mannschaft beim Estadio El Campín in Kolumbien. Es wurden zahlreiche Kerzen und Blumen abgelegt. Erste Anlaufstelle war das Spital San Juan de Dios in La Ceja: Hier wird der Fussballer Alan Ruschel eingeliefert. (29. November 2016) «Es ist sehr unwahrscheinlich einen solchen Unfall überleben zu können. Zum Glück gab es keine Explosion, weil sonst wären alle gestorben», sagte der Leiter des Spitals: Hier wird der Journalist Rafael Henze behandelt. (29. November 2016) Der Unglücksort liegt in unwegsamem Gelände: Polizisten und Rettungskräfte suchen das Wrack nach Überlebenden ab. Ein Bild der Zerstörung. Schwer zu glauben, dass sechs Personen überlebt haben. Einige Bereiche des Flugzeugs sind völlig zerstört. Retter bergen Leichen aus dem Wrack. Krankenwagen konnten nicht ins gebirgige Gelände fahren. In der Dunkelheit trugen Retter die Verletzten den Hang hinab. Dann wurden die Verletzten in geländegängige Wagen geladen. Schliesslich fuhren die Retter sie in die Klinik San Juan de Dios in La Ceja: Mediziner helfen dem Fussballspieler Neto. Gerettet: Hélio Hermito Zampier Neto ist Verteidiger bei Chapecoense, hier im Rückspiel des Halbfinals der Copa Sudamericana gegen die argentinische Mannschaft San Lorenzo in Chapeco. (23. November 2016) Einer der wenigen Überlebenden des Flugzeugabsturzes bei Medellín: Mitarbeiter des Spitals San Juan de Dios in La Ceja transportieren den verletzten Fussballspieler Alan Ruschel. Von den 81 Menschen an Bord des Avro RJ der bolivianischen Fluggesellschaft Lamia haben laut lokalen Behörden sechs Personen überlebt: Spitalpersonal kümmert sich um Alan Ruschel. Alan Ruschel (Mitte) überlebte als nur einer von vier der 48-köpfigen Delegation seines Clubs Chapecoense. (27. November 2016) Laut «360 Radio Colombia» ist das das erste Bild von der Unglücksmaschine. (Bild: Twitter/@360RadioCo) Vom Unglücksort soll auch dieses Bild stammen das das Club-Logo von AF Chapecoense zeigt. (Bild: Twitter/@360RadioCo) Spieler des AF Chapecoense posieren im Heimstadion Arena Conda in Chapeco für ein Gruppenbild beim Rückspiel im Halbfinal gegen den argentinischen Club San Lorenzo. (23. November 2016) Das Flugzeug ist nahe der kolumbianischen Stadt Medellín vom Radar verschwunden. Die Region ist gebirgig: Screenshot eines Flugradars. Nach einem Flug von São Paulo nach Santa Cruz in Bolivien war die verunglückte Maschine der bolivianischen Gesellschaft Lamia dort in Richtung Medellín gestartet. Link zur Seite , die den Flug aufgezeichnet hat. Über Twitter wurde dieses Bild veröffentlicht. Ob es das Team im Unglücksflugzeug zeigt oder bei einem früheren Flug entstand, war zunächst nicht klar. (Bild: Twitter/@AndresFelipe) Das Team Chapecoense, das in der höchsten brasilianischen Liga spielt, hatte sich überraschend für den Final qualifiziert: Szene aus dem Halbfinal gegen San Lorenzo. (23. November 2016) In Medellín sollte das Team am Mittwoch im Finale der Copa Sudamericana gegen Atlético Nacional antreten. Fans des Vereins versammeln sich vor dem Stadion in Chapeco, um gemeinsam zu trauern.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Da die Swiss Football League den Schweizer Clubs das Abhalten einer Schweigeminute nicht befehlen kann, hat sie ihr Anliegen als Wunsch formuliert. «Die meisten Antworten kamen postwendend, alle Clubs sind bereit mitzumachen. Einige hatten sich schon vorher bei uns erkundigt, was sie tun könnten», erklärte SFL-Kommunikationschef Philippe Guggisberg am Donnerstag gegenüber 20 Minuten.

Die SFL kam der Fifa zuvor, welche sich später via Twitter an den gesamten Weltfussball wandte: «Die Fifa bittet, am Wochenende eine Schweigeminute abzuhalten. Alle Spieler werden gebeten, schwarze Armbänder zu tragen», liess der Weltverband am Abend verlauten.


Auch vor den Partien in der Champions und der Europa League wird nächste Woche eine Schweigeminute abgehalten. «Diese Tragödie hat die Welt des Fussballs berührt», so Uefa-Präsident Aleksander Ceferin.

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat seinen Besuch an der U20-WM der Frauen in Papua Neuguinea abgesagt und reist am Wochenende an eine Trauerfeier für die Opfer des tragischen Flugzeugabsturzes nach Brasilien. «Das ist ein sehr, sehr trauriger Tag für den Fussball. Das sind schockierende und tragische Nachrichten.»

Copa-Titel für Chapecoense

Derweil berichtete Globo Esporte am Donnerstag, der südamerikanische Verband Conmebol habe entschieden, den Titel der Copa Sudamericana an Chapecoense zu vergeben. Dies hatte Final-Gegner Medellín nach der Tragödie vorgeschlagen.

(pbt/als)