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15. Januar 2012 13:43; Akt: 15.01.2012 13:44 Print
Wie kommt das Ketchup aus den SCB-Flaschen?
von Klaus Zaugg - Der grosse SC Bern konnte mit einem 3:2 gegen die kleinen Lakers die grosse Krise gerade noch abwenden. Aber Trainer Antti Törmänen hat ein «Ketchup-Problem».

Die «Mutzen» konnten gegen die Lakers alles andere als brillieren - trotz 3:2-Sieg. (Bild: Keystone/AP)
Das 3:2 des grossen SC Bern gegen die kleinen Lakers ist eigentlich ein ruhmloser, kleiner Sieg. Der Tabellenletzte war nur mit zwei Ausländern nach Bern gekommen und auf dem Papier chancenlos. Und doch spricht SCB-Trainer Antti Törmänen hinterher von einem «Big win« («grossen Sieg»). Das mag zeigen, in welch kritische Lage der SCB inzwischen geraten ist. Der Sieg ist deshalb «big», weil eine weitere Niederlage den SCB-Trainer in noch grössere Bedrängnis gebracht hätte.
Bildstrecken Ein paar Tore und viel Prügel in FribourgDieses 3:2 über den Tabellenletzten ist immerhin der zweite Sieg in den letzten acht Spielen. Törmänens Vorgänger Larry Huras musste nach vier Siegen in acht Spielen gehen. Würde SCB-General Marc Lüthi Törmänens Arbeit gleich streng bewerten wie jene seines kanadischen Vorgängers, dann müsste er auch den Finnen feuern. Und durch einen charismatischen Cheftrainer ersetzen. Beispielsweise durch Slawa Bykow, als Coach zweimal Weltmeister mit Russland und zuletzt russischer Meister. Der eingebürgerte Russe und macht zurzeit in seinem Wohnort Marly (FR) eine Denkpause. Bykow beim SCB - das würde Medienpräsenz und Spektakel generieren. Aber Lüthi wird Bykow nicht holen. Er weiss: Selbst der PostFinance-Tempel, das grösste Stadion im Land, ist zu klein, um die Egos von Bykow und Lüthi zu fassen.
Gespräche statt Konflikte
Und so darf der sanfte Antti Törmänen bleiben. Komme was wolle. Er setzt auf geduldige Arbeit um aus der Krise herauszukommen. Gespräche statt Konflikte, Verständnis statt Toben. Doch der Finne weiss sehr genau, dass die Leistungen der letzten Wochen (inkl. jene beim 3:2 gegen die Lakers) nicht reichen werden, um in den Playoffs über die erste Runde hinaus zu kommen. Sein Problem veranschaulicht Törmänen gegenüber 20 Minuten Online mit einem blumigen Vergleich. «Wir wissen, dass wir viel mehr Potenzial haben als wir in den letzten Partien gezeigt haben. Aber es ist wie wenn man das Ketchup nicht aus der Flasche bringt. Du weisst ganz genau, es hat noch viel Ketchup drin. Du schüttelst und klopfst und es kommt trotzdem nicht raus.»
Törmänens Ketchup-Problem
Wie bringt der SCB-Trainer also das grosse spielerische Ketchup aus seinen SCB-Flaschen? Will er seinen Job über diese Saison hinaus behalten, muss er auf diese Frage eine Antwort finden und das «Ketchup-Problem» lösen. Vielleicht wäre es am einfachsten, wenn er mit dem Hammer die Ketchup-Flasche zertrümmern würde. Dann würden wir künftig bei der Lösung eines grossen Problems mit energischen und unkonventionellen Methoden nicht mehr die Redewendung von der «Zerschlagung des gordischen Knotens» verwenden. Sondern eine neue kreieren: «Die Zerschlagung der SCB-Ketchup-Flasche».
Aber Antti Törmänen sagt selber, er sei er nicht der Typ für solche martialischen Hammer-Lösungen. Und beim SCB sagt sowieso immer Marc Lüthi wo der Hammer hängt.
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Alle 19 Kommentare
































Larry huras musste gehen weil die spielweise lalng
Die spielweise des SCB ist schon seit jahren langweilig und trostlos. Ein team mit sovielen selbstdarstellern (Plüss, Rüthemann, Bürer) kann nie spektakel vermittlen. Dank Lüthi gibts wenigsten neben dem eis etwas spektakel.. Danke Cholä Marc !
Cash
Yeah, Ich bin kein SCB Fan, aber SCB hat mit Abstand am meisten Cash!!! Und darum mein Respekt!!! Mächtiges SCB!!
Herr Zaugg der grösste SCB Fan
Lieber Herr Zaug.Immer wieder schreiben Sie über den SCB.Ich glaube Sie sind einer der grössten oder der grösste SCB Fan.
Stimmt
Das sehe ich auch so