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21. September 2011 13:22; Akt: 21.09.2011 13:22 Print

Der Fluch des Gottéron-DrachenDer Fluch des Gottéron-Drachen

von Klaus Zaugg - Kein anderes NLA-Team hat in den letzten 25 Jahren so oft wegen seiner Goalies verloren wie Fribourg-Gottéron. Jetzt hat der Fluch des Drachen Simon Rytz erwischt.

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Der Freiburger Drachen-Fluch hat aktuell Goalie Simon Rytz befallen. (Bild: Keystone/AP)

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Der Fluch des Drachen? Die Sage geht, dass einst im Galterntal (französisch: Gottéron-Tal) ein Drache gewütet hat. Es sei gelungen, das Untier zu töten. Doch im 20. Jahrhundert ist der Drachen das Wappentier des HC Fribourg-Gottéron und damit wieder zum Leben erweckt worden. Der Fluch des Drachen trifft seither die Goalies.

Lang ist die Geschichte der Torhüter-Dramen bei Gottéron. Glücklich und zufrieden mit seinen Goalies war Gottéron nur in den ersten Jahren nach dem NLA-Aufstieg (1980): Mit Aufstiegstorhüter Robert Meuwly (bis 1986), den sie zärtlich «Robelon» nannten, und der heute als TV-Produktionsleiter immer noch in den Stadien anzutreffen ist.

Richtig glücklich ist keiner von Meuwlys Nachfolgern geworden: Nicht Beat Aebischer (nicht zu verwechseln mit David Aebischer), nicht Thomas Liesch, nicht Dino Stecher (zu viele haltbare Tore in den Playoffinals) und selbst die verschiedenen ausländischen Goalies von Dan Bouchard, Corrado Micalef über Thomas Östlund bis Sébastien Caron hatten immer einen Makel: Sie nahmen einem ausländischen Feldspieler den Platz weg.

Rytz ist das nächste Drachen-Opfer

Nun hat der Fluch Simon Rytz (28) getroffen: Der Bruder von Langnaus Verteidiger Philppe Rytz ist beim 4:5 gegen die SCL Tigers je nach Beurteilungs-Massstab an einem, zwei, drei oder vier Treffern schuldig: Wer im Vorstand eines Gottéron-Fanclubs sitzt, gibt Rytz an einem Treffer (dem 2:2) die Schuld. Wer objektiv-kritisch ist, spricht von drei nicht ganz unhaltbaren Treffern (dem 2:1, 2:2 und 2:3) und ein Chronist mit Lust auf Polemik schiebt ihm auch noch eine Mitschuld am 3:5 zu.

In der NLA hatte Rytz bisher nur im Hornussen gespielt und im vaterländischen Spiel mit seinem Bruder Philippe mit Lyss den Titel geholt. In Biel ausgebildet, war er in den letzten vier Jahren bei Ajoie einer der besten Torhüter in der NLB und nun bei Gottéron zum NLA-Debüt gekommen. Weil Cristobal Huet (36), die Nummer 1, noch nicht spielberechtigt ist. Im modernen Hockey sind die Torhüter immer grösser und die Stürmer dank der strengen Regelauslegung «Null Toleranz» eher kleiner geworden. Mit einer Grösse von 174 Zentimetern ist Rytz ein Exot: Kein Blocker, sondern ein flinker, beweglicher «Gummi-Goalie», der schnell auf den Beinen ist.

Trainer Hans Kossmann war gnädig und sprach von einem haltbaren Treffer (dem 2:2) und dieses Tor nahm Rytz auf sich: «Da müssen wir nicht diskutieren, das ist mein Fehler.» Kossmann nimmt seinen Torhüter letztlich in Schutz und kritisiert eher seine Stürmer: «Wir haben zu viele Chancen nicht genützt. Es war wie am Samstag in Bern: Wir hätten das 3:0 erzielen müssen und dann wäre die Partie entschieden gewesen.»

Kann Huet den Fluch besiegen?

Die SCL Tigers haben den Fluch des Drachen und die Formschwäche von Rytz zum Sieg genützt. Am nächsten Dienstag gegen Biel sollte Cristobal Huet (36) die Freigabe aus Chicago haben und ins Tor zurückkehren. Mit einem durchschnittlichen Huet im Tor hätte Gottéron gegen die Langnauer gewonnen.

Aber die bange Frage bleibt: Kann Huet, der eingebürgerte Franzose und ehemalige Stanley-Cup-Sieger mit Chicago, den Fluch des Drachen bannen und der erste glückliche Gottéron-Goalie seit Robert Meuwly werden? Wenn Huet das Goalie-Problem nicht löst, dann wird der Fluch des Drachen auch noch Trainer Hans Kossmann treffen.

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  • Bösch Beat am 22.09.2011 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    S.Bykov wirds richten

    So ist es,aber das wu sste man schon vor der Saison..... eindeutig ein Problem des Sportchefs! Früher oder später wird Kossmann durch S.Bykov ersetzt,so hoffe ich....kann ja nicht sein,dass in Marly ein Arbeitsloser Weltmeister-Trainer daumendreht...hätte Ihn aber gerne in Bern....