Federer hadert

11. September 2011 10:12; Akt: 11.09.2011 12:59 Print

«Djokovic glaubte nicht mehr an den Sieg»«Djokovic glaubte nicht mehr an den Sieg»

von Reto Fehr - Roger Federer trat an der Pressekonferenz so enttäuscht auf, wie man ihn selten gesehen hatte. Vieles drehte sich dabei um den ersten Matchball, den Djokovic mit einem Traumschlag abwehrte.

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Novak Djokovic gewinnt zum dritten Mal in diesem Jahr einen Grand Slam Titel. Die Freude über den Sieg und der Dank zum Himmel. Der Serbe sinkt zu Boden. Davor musste er sich noch am Rücken behandeln lassen. Rafael Nadal nutzte alles rennen nichts. Egal wie schnell er unterwegs war. Rafael Nadal. Samanta Stosur (Aus) küsst den Pokal. Sie gewinnt zum ersten Mal in ihrer Karriere die US Open. Ihre Überlegenheit musste auch Finalverliererin Serena Williams anerkennen, die aber kurz darauf schon wieder lachen konnte. Auch ihr war ein erfolgreiches Turnier geglückt. Nägelkauen bei Serena Williams. Gibt Schauspieler Alec Baldwin da Anweisungen. Samantha Stosur scheint bei ihrem Aufschlag beinahe vornüber zu fallen. Serena Williams ausser sich vor Wut. Ein Winner von ihr wurde von der Schiedsrichterin als Punkt für Stosur gewertet, weil Williams sich zu früh zu laut gefreut hatte. Guckt Nadal etwa sorgenvoll in Richtung Final? Andy Murray musste im Halbfinal mächtig beissen... ...jubeln konnte hingegen sein Gegner Rafael Nadal. Siegreich war auch Serena Williams. Sie feierte ihr Weiterkommen mit einem Freudensprung. Weniger glücklich war am Ende der Partie ihre Gegnerin Caroline Wozniacki. Der Traum vom ersten Grand-Slam-Titel ist wieder ausgeträumt. Federer kassiert im Halbfinal eine bittere Niederlage. Am Ende blieb dem Schweizer nur ein mitleidiges Tätscheln seine Bezwingers auf den Rücken. Djokovic reagierte mit einem riesigen Schrei auf seinen Sieg. So ein Sieg muss ausgiebig gefeiert werden. Rafael Nadal wechselt sein Shirt. Andy Roddick lässt sich im Halbfinal pflegen. Relaxed: Andy Murray übersteht das Aufschlaggewitter von John Isner. Murray jubelt, Isner leidet. Roger Federer zeigt eine super Vorstellung und zieht ins Halbfinal der US Open ein. Serena Williams Hände mit den leuchtenden Fingernägeln. Dort trifft er auf Novak Djokovic, der sich gegen seinen Freund Janko Tipsarevic durchsetzte. Was für eine innige Verabschiedung der beiden. Bevor es soweit war, musste der Serbe aber viel Arbeit leisten. Da braucht es auch mal eine Verschnaufspause. Djokovic musste vollen Einsatz geben. Versuchte sogar einen Tweener. Das gefällt auch seiner Freundin, Jelena Ristic. Vollen Körpereinsatz zeigte auch Rafael Nadal, zur Verzückung der weiblichen Fans. Der Schweiss der Erleichterung. Im Spiel von Andy Roddick gegen David Ferrer leckte plötzlich der Platz. Ein Loch war entstanden. Und wieder daselbe Bild. Helfer müssen den Platz vom Arthur-Ashe-Stadion vom Regenwasser befreien. Nadal &. Co durften zwar für einige Minuten ran, nach ein paar Games war aber schon wieder Schluss. Nicht nur David Ferrer ärgerte sich masslos über den erneuten Unterbruch. An Tennis ist an diesem Tag nicht zu denken. Das Arthur-Ashe-Stadion steht komplett unter Wasser. Einige Zuschauer harrten noch eine Weile aus, in der Hoffnung, dass es doch noch losgehen könnte. Verregneter Blick ins weite Rund. Alle mussten sich früh auf den Heimweg machen. Das könnte für Roger Federer so ungefähr das anstrengendste an der Partie gegen Juan Monaco gewesen sein. Andrea Petkovic: Sie ist nur wegen dem Ball etwas unförmig. Roger Federer für einmal mit Baseball-Cap. Federer beim Versuch seines Zauberschlags. Jo-Wilfried Tsonga hatte in seinem Achtelfinal mächtig zu beissen. Am Ende konnte der Franzose aber wieder seinen Siegestanz aufführen. Dynamisch: Svetlana Kuznetsova. Novak Djokovic wurde von Alexandr Dolgopolov im ersten Satz des Achtelfinals mächtig gefordert. Liegestützen mitten im Spiel? Wohl eher nicht... Andy Murray leidet trotz gutem Spiel in Runde 3. Etwas freundlicher: Murrays Freundin Kim Sears. Night-Session vor dem Arthur Ashe Stadion. Vera Zvonarewa will für sich sein. Jonglier-Künstlerin Maria Kirilenko. Rafael Nadal wird an der Pressekonferenz nach dem Nalbandian-Duell von Schmerzen gequält. Fans. Donald Young: Der junge Amerikaner verzückt New York. Tweener von Juan Ignacio Chela Rafael Nadal lässt sich in seinem Drittrundenspiel gegen David Nalbandian pflegen. Vier Bälle auf dem Schläger, ... ... deren drei in der Hand. Serena Williams zeigt ihre Beweglichkeit. Novak Djokovic schafft den Spagat nicht ganz. Dafür schwingt er das Bein schön. Das ist Ana Ivanovic. So kennt man sie besser. Jo-Wilfried Tsonga steuert Richtung Viertelfinal mit Roger Federer. Erst muss der Schweizer aber Juan Monaco ausschalten. Imposant: Das Arthur Ashe Stadion in Flushing Meadows. Die Freude muss raus: Francesca Schiavone. Die Italienerin mühte sich mit Chanelle Scheepers aus Südafrika über drei Sätze. In Rücklage: Roger Federer. Der Mann mit der Sonnenbrille: Janko Tipsarevic. Der «Federer Express» beim Training. Echte Handarbeit made in New York. Aus in der 2. Runde. Stanislas Wawrinka droht der Rauswurf aus den Top 20 der Weltrangsliste. Bezwinger Donald Young feiert seinen 5-Satz-Sieg gegen die Nummer 2 der Schweiz gebührend. Nicolas Mahut half auch ein Medical Timeout nicht gegen Nadal. Beim Stand von 2:6, 2:6 gab der Franzose auf. Rafael Nadal konnte etwas Kraft sparen, die er gegen David Nalbandian in der nächsten Runde wohl gut brauchen kann. Auch die Ballkinder können mit der kleinen Filzkugel umgehen. Der Jubel bei Andy Murray ist gross - seine Aufholjagd gegen Robin Haase war es auch. Der Überraschungsmann aus Holland warf den Schotten beinahe aus dem Turnier - aber eben nur beinahe. Daumen hoch von Andy Roddick. Der Oldie aus Nebraska bedankt sich bei den Fans für den Support. Ein Küsschen zum Himmel von Maria Kirilenko nach dem Sieg gegen Christina McHale. Erkennen Sie die Silhoutte? Richtig, es ist Daniela Hantuchova. Novak Djokovic zeigt den Federer-Special. Der Serbe hat den Zauberschlag des Schweizers vor zwei Jahren hautnah miterlebt. Jetzt die späte Genugtuung. Djokovic-Gegner Carlos Berlocq freut sich über sein erstes Game - im dritten Satz (!). Die Freundin von Novak Djokovic, Jelena Ristic, nimmt's gelassen zur Kenntnis. Serena Williams präsentiert ihre Beweglichkeit. Caroline Wozniacki mit vollem Einsatz. Roger Federer in ungewohnter Pose. Jelena Jankovic muss sich wieder einmal pflegen lassen. Jo-Wilfried Tsonga am Ende sein Kräfte? Wohl kaum. Der Franzose schaffte den Einzug in die dritte Runde problemlos. Da trägt aber jemand sehr patriotische Socken... ...es ist die Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands. Ob Irina Falconi vor lauter Haaren noch irgendetwas sieht? Julien Benneteau scheint etwas unter der Hitze zu leiden. Der Freudesprung von Irina Falconi nach ihrem Sieg über Dominka Cibulkova. Auch wenn es nicht so aussieht, Andy Roddick hatte genug Luft für die erste Runde. Maria Scharaowa hat die Haare schön. Marcos Baghdatis zeigt sich akrobatisch. Angelique Kerber bejubelt ihren Sieg gegen Agnieszka Radwanska. Was gibt's denn da bei Yanina Wickmayer zu sehen? Novak Djokovic hat beim Autogramm geben mehr geschwitzt als bei seinem Kurzeinsatz auf dem Platz. Die Haarpracht von Daniela Hantuchova. Das Röckchen von Galina Voskoboeva ist schon beinahe eine optische Täuschung. Caroline Wozniacki in ihrem weissen «Wimbledon-Outfit». Keine jubelt so elegant wie Ana Ivanovic. Simona Halep wirft French-Open-Siegerin Na Li aus dem Turnier. Sonnenuntergang über Manhattan. Täglich muss die grosse Anzeigetafel nachgeführt werden. Rafael Nadal in Jubelpose. Noch ist er aber nicht in Topform. Roger Federer bekundet in der Startrunde gegen Santiago Giraldo mit 6:4, 6:3, 6:2 keine Probleme. Der Unparteiische im Spiel von Federer erhält sein Mikrofon zurück. Er hatte es mit einer Handbewegung abgeschlagen. Schmerzen bei Gaël Monfils. Grigor Dimitrovs Verrenkung. Venus Williams schlägt auf. Die Eröffnungsfeier auf dem Centre Court. Wegen Regens mussten mehrere Qualifikationsspiele abgesagt werden. Tennisbälle liegen verlassen auf dem durchnässten Boden. Nur noch ein Funktionär ist auf dem Platz und versucht das Wasser wegzuwischen. Federer im Training.

Die besten Bild der US Open 2011.

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«Es ist seltsam, hier eine Niederlage zu erklären, da ich überzeugt bin, dass ich eigentlich der Sieger hätte sein sollen. Aber es ist, wie es ist, und ich kann nur mir selber die Schuld geben.» Roger Federer wirkte extrem enttäuscht an der Pressekonferenz nach der Partie gegen Novak Djokovic. Er rang nach Worten, verschrank seine Arme meist vor sich und blickte am liebsten irgendwo ins Leere.

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Zu beissen hatte der Schweizer vor allem am ersten Matchball. Djokovic hämmerte ihm da einen Return um die Ohren, der mit sehr viel Risiko gespielt war und wohl in den meisten Fällen keinen Erfolg bringt. «Er glaubte nicht mehr an den Sieg. Gegen jemanden so zu verlieren, ist ganz bitter, weil er mental ja eigentlich schon out war.» Dass jemand bei Matchball so einen Schlag auspacken würde, ist für die Weltnummer 3 unverständlich. «Ich spiele nie so. Ich glaube an harte Arbeit. Aber es gibt Spieler, die in hoffnungslosen Lagen solche Traumschläge versuchen. Vielleicht macht Djokovic dies seit Jahren so.»

Der «Lucky Shot» für Federer unverständlich

Der «Lucky Shot», wie ihn Federer nennt, brach im das Genick. Der Djokver liess sich danach vom Publikum feiern und spielte mit den Fans. Hat Federer das gesehen? «Nein. Ich sehe sowieso höchstens zwei Prozent von dem, was meine Gegner machen. Ich bin so konzentriert auf mein Spiel. Aber so lange es im fairen Bereich ist, ist es okay.»

Dass es nach der 2:0-Satzführung nicht entschieden war, ahnte Federer: «Ich musste damit rechnen, dass Novak sich in den Match reinbeissen würde. Schade, dass ich dann gleich das Break kassiert habe, nachdem ich mehrere Gamebälle hatte.»

Djokovic: «Es ist für mich der wichtigste Sieg des Jahres»

Sieger Djokovic wirkte dagegen natürlich entspannt: «Ich war schon fast auf dem Heimweg. Dann versuchte ich diesen Schlag – und er gelang. Der Jubel der Fans gab mir dann Energie.» Aber wieso packte er diesen Risiko-Schlag in der heiklen Phase aus? «Wenn du gegen jemanden wie Federer spielst, musst du Risiken eingehen, sonst verlierst du.» Die Weltnummer 1 weiss den Sieg einzuschätzen: «Es ist für mich der wichtigste Sieg des Jahres, gegen Roger holt man normalerweise einen solchen Rückstand nicht mehr auf.»

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  • Marco Müller am 12.09.2011 18:52 Report Diesen Beitrag melden

    Immer diese Fantasien

    Ich finde es schäusslich von den Medien und auch von anderen, dass nach jeder Niederlage immer über Roger Federer hergezogen wird! Roger Federer hat den Tennis Sport weltweit verändert und hat ihm eine neue Qualität gegeben er hat allen gezeigt wies geht und ich finde man sollte nicht nach einer Niederlage immer über ihn herrziehen sondern auch maal nach einem Sieg lobende Worte finden! Seine Zeit ist sicher noch nicht vorbei er ist die Weltnummer 3..der grösste Spieler aller Zeiten..einer der Meistverdientesten Spieler aller Zeiten..Roger Federer King of Court ever..!!

  • christian am 12.09.2011 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    des einen Können ist des anderen Zufall?

    vor ein paar jahren hat Federer solche Schläge gezeigt: alle Welt sagte, dass sei das Können von Federer. nun beginnt Djker das gleiche zu zeigen und die Leute sagen "Luck". Federer hätte es fast geschafft, aber zollt Djoker etwas mehr Respekt und schmälert seinen Können nicht. ist nur fair... Roger war fast ein Jahrzehnt das Mass aller Dinge

  • Icky am 12.09.2011 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Rücktritt? Lächerlich!

    Ui, einige klingen als sei Roger im Männertennis völlig überfordert...zurücktreten?Weil er die Nummer 3 ist und gegen den Überflieger der Saison sehr unglücklich verloren hat? Roger gehört immer noch bei den allerbesten, scheinbar hungrig nach Tennis und fit...und immer noch in der Lage, einen Grandslam zu gewinnen. Ist das ein Grund, unzufrieden zu sein?! Zählt für euch nur die Nr.1? Mal sehen wieviele Jahre es dauert, bis der nächste Schweizer die Nummer 3 wird...