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Rafael Nadal
13. September 2011 13:25; Akt: 13.09.2011 15:25 Print
«Novak wird nicht immer so spielen»
von Fabian Vogt - Novak Djokovic gewinnt eines der hochklassigsten Tennismatches aller Zeiten und vollendet eine fast perfekte Saison. Doch geht es nach Rafael Nadal, wird bald wieder der Spanier zuoberst stehen.
Die besten Bilder der US Open 2011
Plattitüde sind der Feind jedes Journalisten. Doch es gibt Ausnahmen. Denn was Novak Djokovic und Rafael Nadal am Montag zeigten, war teilweise wirklich Tennis von einem Stern (Hier der Highlight-Zusammenschnitt von SF). Es gab Grundlinienduelle, die man in dieser Art noch nie auf einem Tennisplatz dieser Erde gesehen hat. Die Härte der Schläge, die Länge, unglaublich. Jeder Ball war praktisch ein Winner, der aber dann doch noch zurückkam. Gegen jeden anderen Spieler hätten ein, maximal zwei solcher Schläge gereicht, «Nole» und «Rafa» mussten sich aber zehn, zwanzig Bälle um die Ohren hauen, bis einer dann endlich einen nicht mehr erlaufen konnte.
Bildstrecken Die Karriere des Novak DjokovicSo treten die Stars am US Open aufDas Finale wird trotzdem nicht als bestes der Geschichte in Erinnerung bleiben, dafür war die Partie zu einseitig. Jedenfalls resultatmässig. Denn jeder, der das Spiel nicht gesehen hat, wird nur das 6:2 6:4 6:7 (3:7) 6:1 zu Gunsten Djokovics lesen und nicht beachten, dass er dafür 4:09 Stunden gebraucht hat. Es war wirklich unglaublich: Rafael Nadal spielte teilweise so gut wie noch nie in seiner Karriere - wurde auch gefordert wie noch nie in seiner Karriere - und gewann trotzdem die Punkte nicht. Unvorstellbar. Das konnte man auch der Reaktion des Verlierers nach dem Spiel anhören: «Ich bin natürlich enttäuscht, aber Novak macht derzeit einfach unglaubliche Sachen. Was er da hinlegt, ist einfach verrückt».
Zum Jubeln zu müde
Verrückt vielleicht, aber in höchst positivem Sinne, wie auch John McEnroe konstatiert, der das Tennis des Djokers als «ausserirdisch» bezeichnet. Der Gelobte selbst hatte nach seinem Sieg nicht mal mehr die Kraft, seinen ersten US-Open-Sieg richtig zu feiern. Bereits als er seine letzte krachende Vorhand quer über den Platz peitschte, sein 55. Winner insgesamt (Nadal hatte 32), warf er die Hände in die Höhe und liess sich einfach nach hinten fallen.
Der Fall war aber auf Rosen gebettet, denn mit diesem Sieg hatte Novak Djokovic nichts anderes als die beste Saison vollendet, die bisher ein männlicher Tennis-Spieler gezeigt hatte. Kurz darauf fand der 24-Jährige wieder Atemluft, rannte zum Netz um sich von seinem unterlegenen Gegner die Glückwünsche abzuholen und fiel dann, in fast schon sakraler Geste, auf die Knie, wo er einen Urschrei losliess und sich wohl endgültig bewusst wurde, was er da geschafft hat.
Der Kampf hat erst begonnen
Und geht es nach Nadal, soll der Serbe diesen Moment geniessen, denn er sagt: «Nichts ist für immer und Djokovic wird nicht immer so spielen wie momentan». Aber darauf will sich der Spanier dann doch nicht verlassen und fügt darum an: «Ich habe ein klares Ziel für meine Zukunft: ich will besser werden. Ich muss alles besser machen, damit ich ihn wieder übertreffen kann».
Wenn es nach Djokovic geht, bleibt natürlich alles so wie es ist: «Ich hoffe, dass ich noch viele Finals gegen Nadal spielen kann». Diese Aussage klingt, vor dem Hintergrund dass er in diesem Jahr in sechs Finals gegen den Spanier sechsmal gewonnen hat, ziemlich zynisch. Aber solange sie weiterhin solche Spiele abliefern, dürfen sie erzählen, was sie wollen.
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Alle 32 Kommentare
































Spielweise =Abnutzungsverletzungen
Bruno Sicher, Djokovic hat ein unglaubliches Jahr bis anhin. Auch Nadal hatte ein solches Jahr und bezahlte dieses mit Verletzungen, die wahrscheinlich nie mehr ganz ausheilen. (Knie,Fuss) Die Spielweise beider Spieler bringen einen enormen Verschleiss der Gelenke und Sehnen mit sich. Federer mit seinem Spiel geht viel "sanfter" mit seinem Körper um, darum ist er auch heute noch schnell und beweglich. Ich befürchte, dass Nadal und Djokovic sehr bald die Zeche für das von ihnen sehr exzessive gespielte Power-Tennis zahlen werden.
Federer => Nr. 1
Eines ist klar, der Djokovic ist der beste Spieler der Gegenwart & Federer ist der beste Spieler aller Zeiten! Denkt daran, Roger hatte auch mal den Status "bester Spieler der Gegenwart" nun ist der beste Spieler aller Zeiten. Mal sehen ob der Djoker diesen Status erreicht!!!
....
Lasst doch den djokovic seinen moment geniessen. Nadal hatte seinen und Federer ebenfalls. Djokovic ist momentan der beste, gönnt ihm dass einfach.