Rafael Nadal

13. September 2011 13:25; Akt: 13.09.2011 15:25 Print

«Novak wird nicht immer so spielen»«Novak wird nicht immer so spielen»

von Fabian Vogt - Novak Djokovic gewinnt eines der hochklassigsten Tennismatches aller Zeiten und vollendet eine fast perfekte Saison. Doch geht es nach Rafael Nadal, wird bald wieder der Spanier zuoberst stehen.

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Novak Djokovic gewinnt zum dritten Mal in diesem Jahr einen Grand Slam Titel. Die Freude über den Sieg und der Dank zum Himmel. Der Serbe sinkt zu Boden. Davor musste er sich noch am Rücken behandeln lassen. Rafael Nadal nutzte alles rennen nichts. Egal wie schnell er unterwegs war. Rafael Nadal. Samanta Stosur (Aus) küsst den Pokal. Sie gewinnt zum ersten Mal in ihrer Karriere die US Open. Ihre Überlegenheit musste auch Finalverliererin Serena Williams anerkennen, die aber kurz darauf schon wieder lachen konnte. Auch ihr war ein erfolgreiches Turnier geglückt. Nägelkauen bei Serena Williams. Gibt Schauspieler Alec Baldwin da Anweisungen. Samantha Stosur scheint bei ihrem Aufschlag beinahe vornüber zu fallen. Serena Williams ausser sich vor Wut. Ein Winner von ihr wurde von der Schiedsrichterin als Punkt für Stosur gewertet, weil Williams sich zu früh zu laut gefreut hatte. Guckt Nadal etwa sorgenvoll in Richtung Final? Andy Murray musste im Halbfinal mächtig beissen... ...jubeln konnte hingegen sein Gegner Rafael Nadal. Siegreich war auch Serena Williams. Sie feierte ihr Weiterkommen mit einem Freudensprung. Weniger glücklich war am Ende der Partie ihre Gegnerin Caroline Wozniacki. Der Traum vom ersten Grand-Slam-Titel ist wieder ausgeträumt. Federer kassiert im Halbfinal eine bittere Niederlage. Am Ende blieb dem Schweizer nur ein mitleidiges Tätscheln seine Bezwingers auf den Rücken. Djokovic reagierte mit einem riesigen Schrei auf seinen Sieg. So ein Sieg muss ausgiebig gefeiert werden. Rafael Nadal wechselt sein Shirt. Andy Roddick lässt sich im Halbfinal pflegen. Relaxed: Andy Murray übersteht das Aufschlaggewitter von John Isner. Murray jubelt, Isner leidet. Roger Federer zeigt eine super Vorstellung und zieht ins Halbfinal der US Open ein. Serena Williams Hände mit den leuchtenden Fingernägeln. Dort trifft er auf Novak Djokovic, der sich gegen seinen Freund Janko Tipsarevic durchsetzte. Was für eine innige Verabschiedung der beiden. Bevor es soweit war, musste der Serbe aber viel Arbeit leisten. Da braucht es auch mal eine Verschnaufspause. Djokovic musste vollen Einsatz geben. Versuchte sogar einen Tweener. Das gefällt auch seiner Freundin, Jelena Ristic. Vollen Körpereinsatz zeigte auch Rafael Nadal, zur Verzückung der weiblichen Fans. Der Schweiss der Erleichterung. Im Spiel von Andy Roddick gegen David Ferrer leckte plötzlich der Platz. Ein Loch war entstanden. Und wieder daselbe Bild. Helfer müssen den Platz vom Arthur-Ashe-Stadion vom Regenwasser befreien. Nadal &. Co durften zwar für einige Minuten ran, nach ein paar Games war aber schon wieder Schluss. Nicht nur David Ferrer ärgerte sich masslos über den erneuten Unterbruch. An Tennis ist an diesem Tag nicht zu denken. Das Arthur-Ashe-Stadion steht komplett unter Wasser. Einige Zuschauer harrten noch eine Weile aus, in der Hoffnung, dass es doch noch losgehen könnte. Verregneter Blick ins weite Rund. Alle mussten sich früh auf den Heimweg machen. Das könnte für Roger Federer so ungefähr das anstrengendste an der Partie gegen Juan Monaco gewesen sein. Andrea Petkovic: Sie ist nur wegen dem Ball etwas unförmig. Roger Federer für einmal mit Baseball-Cap. Federer beim Versuch seines Zauberschlags. Jo-Wilfried Tsonga hatte in seinem Achtelfinal mächtig zu beissen. Am Ende konnte der Franzose aber wieder seinen Siegestanz aufführen. Dynamisch: Svetlana Kuznetsova. Novak Djokovic wurde von Alexandr Dolgopolov im ersten Satz des Achtelfinals mächtig gefordert. Liegestützen mitten im Spiel? Wohl eher nicht... Andy Murray leidet trotz gutem Spiel in Runde 3. Etwas freundlicher: Murrays Freundin Kim Sears. Night-Session vor dem Arthur Ashe Stadion. Vera Zvonarewa will für sich sein. Jonglier-Künstlerin Maria Kirilenko. Rafael Nadal wird an der Pressekonferenz nach dem Nalbandian-Duell von Schmerzen gequält. Fans. Donald Young: Der junge Amerikaner verzückt New York. Tweener von Juan Ignacio Chela Rafael Nadal lässt sich in seinem Drittrundenspiel gegen David Nalbandian pflegen. Vier Bälle auf dem Schläger, ... ... deren drei in der Hand. Serena Williams zeigt ihre Beweglichkeit. Novak Djokovic schafft den Spagat nicht ganz. Dafür schwingt er das Bein schön. Das ist Ana Ivanovic. So kennt man sie besser. Jo-Wilfried Tsonga steuert Richtung Viertelfinal mit Roger Federer. Erst muss der Schweizer aber Juan Monaco ausschalten. Imposant: Das Arthur Ashe Stadion in Flushing Meadows. Die Freude muss raus: Francesca Schiavone. Die Italienerin mühte sich mit Chanelle Scheepers aus Südafrika über drei Sätze. In Rücklage: Roger Federer. Der Mann mit der Sonnenbrille: Janko Tipsarevic. Der «Federer Express» beim Training. Echte Handarbeit made in New York. Aus in der 2. Runde. Stanislas Wawrinka droht der Rauswurf aus den Top 20 der Weltrangsliste. Bezwinger Donald Young feiert seinen 5-Satz-Sieg gegen die Nummer 2 der Schweiz gebührend. Nicolas Mahut half auch ein Medical Timeout nicht gegen Nadal. Beim Stand von 2:6, 2:6 gab der Franzose auf. Rafael Nadal konnte etwas Kraft sparen, die er gegen David Nalbandian in der nächsten Runde wohl gut brauchen kann. Auch die Ballkinder können mit der kleinen Filzkugel umgehen. Der Jubel bei Andy Murray ist gross - seine Aufholjagd gegen Robin Haase war es auch. Der Überraschungsmann aus Holland warf den Schotten beinahe aus dem Turnier - aber eben nur beinahe. Daumen hoch von Andy Roddick. Der Oldie aus Nebraska bedankt sich bei den Fans für den Support. Ein Küsschen zum Himmel von Maria Kirilenko nach dem Sieg gegen Christina McHale. Erkennen Sie die Silhoutte? Richtig, es ist Daniela Hantuchova. Novak Djokovic zeigt den Federer-Special. Der Serbe hat den Zauberschlag des Schweizers vor zwei Jahren hautnah miterlebt. Jetzt die späte Genugtuung. Djokovic-Gegner Carlos Berlocq freut sich über sein erstes Game - im dritten Satz (!). Die Freundin von Novak Djokovic, Jelena Ristic, nimmt's gelassen zur Kenntnis. Serena Williams präsentiert ihre Beweglichkeit. Caroline Wozniacki mit vollem Einsatz. Roger Federer in ungewohnter Pose. Jelena Jankovic muss sich wieder einmal pflegen lassen. Jo-Wilfried Tsonga am Ende sein Kräfte? Wohl kaum. Der Franzose schaffte den Einzug in die dritte Runde problemlos. Da trägt aber jemand sehr patriotische Socken... ...es ist die Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands. Ob Irina Falconi vor lauter Haaren noch irgendetwas sieht? Julien Benneteau scheint etwas unter der Hitze zu leiden. Der Freudesprung von Irina Falconi nach ihrem Sieg über Dominka Cibulkova. Auch wenn es nicht so aussieht, Andy Roddick hatte genug Luft für die erste Runde. Maria Scharaowa hat die Haare schön. Marcos Baghdatis zeigt sich akrobatisch. Angelique Kerber bejubelt ihren Sieg gegen Agnieszka Radwanska. Was gibt's denn da bei Yanina Wickmayer zu sehen? Novak Djokovic hat beim Autogramm geben mehr geschwitzt als bei seinem Kurzeinsatz auf dem Platz. Die Haarpracht von Daniela Hantuchova. Das Röckchen von Galina Voskoboeva ist schon beinahe eine optische Täuschung. Caroline Wozniacki in ihrem weissen «Wimbledon-Outfit». Keine jubelt so elegant wie Ana Ivanovic. Simona Halep wirft French-Open-Siegerin Na Li aus dem Turnier. Sonnenuntergang über Manhattan. Täglich muss die grosse Anzeigetafel nachgeführt werden. Rafael Nadal in Jubelpose. Noch ist er aber nicht in Topform. Roger Federer bekundet in der Startrunde gegen Santiago Giraldo mit 6:4, 6:3, 6:2 keine Probleme. Der Unparteiische im Spiel von Federer erhält sein Mikrofon zurück. Er hatte es mit einer Handbewegung abgeschlagen. Schmerzen bei Gaël Monfils. Grigor Dimitrovs Verrenkung. Venus Williams schlägt auf. Die Eröffnungsfeier auf dem Centre Court. Wegen Regens mussten mehrere Qualifikationsspiele abgesagt werden. Tennisbälle liegen verlassen auf dem durchnässten Boden. Nur noch ein Funktionär ist auf dem Platz und versucht das Wasser wegzuwischen. Federer im Training.

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Plattitüde sind der Feind jedes Journalisten. Doch es gibt Ausnahmen. Denn was Novak Djokovic und Rafael Nadal am Montag zeigten, war teilweise wirklich Tennis von einem Stern (Hier der Highlight-Zusammenschnitt von SF). Es gab Grundlinienduelle, die man in dieser Art noch nie auf einem Tennisplatz dieser Erde gesehen hat. Die Härte der Schläge, die Länge, unglaublich. Jeder Ball war praktisch ein Winner, der aber dann doch noch zurückkam. Gegen jeden anderen Spieler hätten ein, maximal zwei solcher Schläge gereicht, «Nole» und «Rafa» mussten sich aber zehn, zwanzig Bälle um die Ohren hauen, bis einer dann endlich einen nicht mehr erlaufen konnte.

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Das Finale wird trotzdem nicht als bestes der Geschichte in Erinnerung bleiben, dafür war die Partie zu einseitig. Jedenfalls resultatmässig. Denn jeder, der das Spiel nicht gesehen hat, wird nur das 6:2 6:4 6:7 (3:7) 6:1 zu Gunsten Djokovics lesen und nicht beachten, dass er dafür 4:09 Stunden gebraucht hat. Es war wirklich unglaublich: Rafael Nadal spielte teilweise so gut wie noch nie in seiner Karriere - wurde auch gefordert wie noch nie in seiner Karriere - und gewann trotzdem die Punkte nicht. Unvorstellbar. Das konnte man auch der Reaktion des Verlierers nach dem Spiel anhören: «Ich bin natürlich enttäuscht, aber Novak macht derzeit einfach unglaubliche Sachen. Was er da hinlegt, ist einfach verrückt».

Zum Jubeln zu müde

Verrückt vielleicht, aber in höchst positivem Sinne, wie auch John McEnroe konstatiert, der das Tennis des Djokers als «ausserirdisch» bezeichnet. Der Gelobte selbst hatte nach seinem Sieg nicht mal mehr die Kraft, seinen ersten US-Open-Sieg richtig zu feiern. Bereits als er seine letzte krachende Vorhand quer über den Platz peitschte, sein 55. Winner insgesamt (Nadal hatte 32), warf er die Hände in die Höhe und liess sich einfach nach hinten fallen.

Der Fall war aber auf Rosen gebettet, denn mit diesem Sieg hatte Novak Djokovic nichts anderes als die beste Saison vollendet, die bisher ein männlicher Tennis-Spieler gezeigt hatte. Kurz darauf fand der 24-Jährige wieder Atemluft, rannte zum Netz um sich von seinem unterlegenen Gegner die Glückwünsche abzuholen und fiel dann, in fast schon sakraler Geste, auf die Knie, wo er einen Urschrei losliess und sich wohl endgültig bewusst wurde, was er da geschafft hat.

Der Kampf hat erst begonnen

Und geht es nach Nadal, soll der Serbe diesen Moment geniessen, denn er sagt: «Nichts ist für immer und Djokovic wird nicht immer so spielen wie momentan». Aber darauf will sich der Spanier dann doch nicht verlassen und fügt darum an: «Ich habe ein klares Ziel für meine Zukunft: ich will besser werden. Ich muss alles besser machen, damit ich ihn wieder übertreffen kann».

Wenn es nach Djokovic geht, bleibt natürlich alles so wie es ist: «Ich hoffe, dass ich noch viele Finals gegen Nadal spielen kann». Diese Aussage klingt, vor dem Hintergrund dass er in diesem Jahr in sechs Finals gegen den Spanier sechsmal gewonnen hat, ziemlich zynisch. Aber solange sie weiterhin solche Spiele abliefern, dürfen sie erzählen, was sie wollen.

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  • Bruno Albicker am 20.09.2011 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Spielweise =Abnutzungsverletzungen

    Bruno Sicher, Djokovic hat ein unglaubliches Jahr bis anhin. Auch Nadal hatte ein solches Jahr und bezahlte dieses mit Verletzungen, die wahrscheinlich nie mehr ganz ausheilen. (Knie,Fuss) Die Spielweise beider Spieler bringen einen enormen Verschleiss der Gelenke und Sehnen mit sich. Federer mit seinem Spiel geht viel "sanfter" mit seinem Körper um, darum ist er auch heute noch schnell und beweglich. Ich befürchte, dass Nadal und Djokovic sehr bald die Zeche für das von ihnen sehr exzessive gespielte Power-Tennis zahlen werden.

  • Dalibor am 14.09.2011 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Federer => Nr. 1

    Eines ist klar, der Djokovic ist der beste Spieler der Gegenwart & Federer ist der beste Spieler aller Zeiten! Denkt daran, Roger hatte auch mal den Status "bester Spieler der Gegenwart" nun ist der beste Spieler aller Zeiten. Mal sehen ob der Djoker diesen Status erreicht!!!

  • Angie am 14.09.2011 00:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ....

    Lasst doch den djokovic seinen moment geniessen. Nadal hatte seinen und Federer ebenfalls. Djokovic ist momentan der beste, gönnt ihm dass einfach.