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US Open
09. September 2010 07:39; Akt: 09.09.2010 08:59 Print
«Nur im Schnee habe ich noch nicht gespielt»
In der «Wind-Lotterie» zeigte Roger Federer einmal mehr seine Vielseitigkeit. Im Gegensatz zu Robin Söderling kam er mit den Verhältnissen bestens zurecht.
Die Bedingungen waren schwierig, sehr schwierig: Im Arthur-Ashe-Stadion wehte eine extrem böiger Wind – Caroline Wozniacki sprach gar von einem «Hurrikan». Doch Roger Federer liess sich davon im Gegensatz zu seinem Gegner Robin Söderling nicht aus der Ruhe bringen und siegte klar in drei Sätzen. Die Weltnummer 2 revanchierte sich damit beim Schweden für die schmerzliche Niederlage beim French Open vor drei Monaten.
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Federers Zauberschlag in HD
«Ich bin eigentlich nicht so der Revanche-Typ», gestand Federer nach dem Spiel. «Ich bin glücklich, einen guten Match gespielt zu haben. Unter harten Bedingungen und gegen einen Spieler, der schwer zu schlagen ist in diesen Tagen.» Der fünffache US-Open-Champion hatte allen Grund, mit sich zufrieden zu sein. Der Schweizer passte sein Spiel den Verhältnissen wie ein «Chamäleon» an und liess Söderling in der «Wind-Lotterie» keine Chance.
Söderlings Probleme beim Aufschlag
Federer zeigte seine bekannten Stärken, servierte gut und nutzte seine Chancen. Söderling hingegen hatte grosse Mühe mit seinem sonst so starken Service. Der Schwede schlug nur zwei Asse und hatte nur 58 Prozent der ersten Aufschläge im Feld. «Der Aufschlag war heute sicher der Schlüssel», analysierte Federer. «Er hatte bei diesem starken Wind Probleme mit seinem hohen Ballwurf. Mich störten die Bedingungen in meiner Konzentration hingegen nicht.»
Auch von der Grundlinie hatte Federer deutlich weniger Probleme mit den Verhältnissen. Dafür verantwortlich machte er vor allem seine grosse Erfahrung. «Ich habe schon bei extrem starkem Wind gespielt, in heissen Bedingungen trainiert. Was immer kommen mag, ich kann damit umgehen», erklärte Federer und fügte scherzend an: «Nur im Schnee habe ich noch nie gespielt.»
Wiedersehen mit Djokovic
Im Halbfinal trifft Federer mit Novak Djokovic auf einen alten Bekannten. Der Serbe ist beim US Open in den letzten drei Jahren jeweils am Schweizer gescheitert und will Federer in New York endlich besiegen. «Die schnellen Hart-Courts sind sicher seine Lieblingsunterlage. Wir hatten hier schon ein paar gute Matches. Es wird auf die Tagesform ankommen, wer im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen trifft», so der Schweizer. «Ich habe in Toronto gegen ihn zittern müssen. Das wird wieder sehr schwierig.» Von den bisherigen 15 Duellen hat Federer 10 gewonnen.
(pre)




























