US Open

09. September 2010 07:39; Akt: 09.09.2010 08:59 Print

«Nur im Schnee habe ich noch nicht gespielt»«Nur im Schnee habe ich noch nicht gespielt»

In der «Wind-Lotterie» zeigte Roger Federer einmal mehr seine Vielseitigkeit. Im Gegensatz zu Robin Söderling kam er mit den Verhältnissen bestens zurecht.

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Der ist echt: Nadals US-Open-Titel. Mit dem neunten Grand-Slam-Titel vervollständigt der Spanier seinen Karriere-Slam. Spielte auch stark: Novak Djokovic. Nadal Sekunden nach dem Sieg. Er konnte seinen Erfolg nicht fassen. Erstmals triumphierte er in New York. Der Beginn einer neuen Ära? Stunden zuvor war alles bereit für das grosse Endspiel. Foto vor dem Spiel mit Djokovic und Nadal. Der Spanier holt sich den Startsatz mit 6:4 in 50 Minuten. Djokovic schien noch nicht im Spiel angekommen. Im zweiten Satz musste sich Nadal mehr strecken. Er kassierte das Break zum 1:3. Doch Djokovic gab das Break wieder her. Nadal verkürzte auf 3:4. Wenig später beim Stand von 6:4, 4:4 und 30:30 bei Aufschlag Djokovic setzte heftiger Regen ein. Das Spiel musste unterbrochen werden. Nadal und Djokovic verschwanden in den Kabinen. Die Fans suchten irgendwo einen trockenen Unterstand. Rund zwei Stunden später war alles bereit für die Wiederaufnahme des Endspiels. Djokovic verdaute die Regenpause besser. Nach 61 Minuten Spielzeit im zweiten Satz holte er sich diesen mit 7:5. Luftsprünge konnte Djokovic im zweiten Satz nicht machen. Er kassierte früh ein Break und war danach nur auf Schadensbegrenzung aus. Nadal dagegen dominierte seine Aufschlagspiele und kam immer wieder zu Breakchancen. Am Ende gabs ein 6:4 nach 57 Minuten. Nadal spielte jetzt wie entfesselt. Djokovic konnte nichts mehr machen. Er kassierte die Breaks zum 1:2 und 1:4, vergab dann noch als letztes Aufbäumen das Rebreak zum 2:4. Doch nach 3:43 Stunden war es soweit: Nadal verwertete seinen ersten Matchball zum Sieg und seinem ersten Titel bei den US Open. Und der Regen kam doch noch. Ausgerechnet am Endspieltag. An den Final der Männer war um 16.30 Uhr Ortszeit (22.30 Uhr MESZ) nicht zu denken. Der Spielbeginn wurde erst um eine Stunde verschoben, ... ... dann um noch eine auf 18.30 Uhr (00.30 Uhr MESZ). Da es weiterhin regnete, musste das Endspiel auf Montagabend (Schweizer Zeit) verschoben werden. Kein Dracula, sondern Ärger bei Novak Djokovic. Der Serbe musste sich im Halbfinale gegen Federer mächtig Strecken. Am Ende konnte jedoch nicht Federer gelassen da sitzen, sondern Djokovic. Das haut den stärksten Unparteiischen um. So freut sich Rafael Nadal, wenn er sich erstmals für den US-Open-Final qualifiziert. Ob er am Sonntag auch Luftsprünge macht? Oder behindert ihn seine grosse Zehe am linken Fuss? Autogrammjäger auf dem Center Court. Sie wollen eine Unterschrift von Kim Clijsters. Diese verteilt auch Bälle. Zuvor musste sie sich gegen Venus Williams aber strecken. Serena Williams: Eins Sportlerin trinkt halt auch auf der Tribüne ein isotonisches Getränk. Vera Zvonarewa müsste sich nicht verstecken. Sie steht nach dem Sieg gegen Caroline Wozniacki im Endspiel. Freude über den Sieg im Doppel bei den Bryan-Zwillingen. Einmal mehr haben sie die Doppelkonkurrenz für sich entschieden. Dabei half wohl auch die richtige Schlägerwahl. Rafael Nadal springt locker in die Halbfinals. Dort trifft er auf den russischen Bären Michail Juschni. Fernando Verdasco: So sieht Ärger aus. Sonnenuntergang über Manhatten. Caroline Wozniacki: Kein Haar in der Suppe. Lust auf ein Stück Kuchen? Auch sie sind mit dabei: Martina Hingis und Freundin Anna Kurnikova. Allerdings nur beim Showmatch gegen Pat Cash und Mats Wilander. Hübsch ist sie noch immer, die blonde Russin. Robin Söderling schreit sich seinen Ärger aus dem Leib. Gwen Stefani war wieder in der Federer-Box anzutreffen. Eishockey-Legende Wayne Gretzky umgeben von zwei schönen Ladies. Die Haarpracht der Caroline Wozniacki im böigen Wind. Gael Monfils sorgt bei seinen Auftritten fast immer für Spektakel. Gegen Novak Djokovic blieb er allerdings chancenlos. Big Brother is watching you. Rafael Nadal versuchte gegen Feliciano Lopez den Federer-Special durch die Beine. Den Punkt machte aber sein Gegner. Nadals Freundin Francesca Perello fieberte mit ihrem Schatz mit. Die Aussicht auf den Popo von Venus Williams. Besorgt schaut Francesca Schiavone dem Ball nach. Nein, Fernando Verdasco hat sich nicht verletzt. Der Spanier jubelt über seinen Fünfsatz-Sieg gegen Landsmann David Verrer. Die Night-session lockte wieder zahlreiche Prominente an. Schauspieler Alec Baldwin war da. Und auch der ergraute Ex-Sprinter Carl Lewis. Sam Querrey erwartet den Service von Stanislas Wawrinka. Der spezielle Juschni-Jubel: Hoffentlich kann er ihn gegen Wawrinka nicht im Viertelfinal zeigen. Grosses Promi-Stelldichein bei der Night Session von Roger Federer: Die Federer-Freunde Gavin Rossdale und Gwen Stefani waren da. Auch die ehemalige Topspielerin Mary-Joe Fernandez und Baseball-Star Alex Rodriguez schauten zu. Schauspielerin Cameron Diaz fands wohl nicht ganz so spannend. Boris Becker mit wachsamen Augen. Sängerin Ashley Simpson mit Rocker-Freund Peter Wentz. Caroline Wozniacki durfte jubeln. Die Dänin gewann das «Blondinen-Duell» gegen Maria Scharapowa in zwei Sätzen. Die volle Konzentration der Russin hat nichts genutzt. Vom ersten Grand-Slam-Titel darf auch Gael Monfils noch Träumen. Er sicherte sich mit einem Sieg gegen Richard Gasquet ein Viertelfinal-Duell mit Novak Djokovic. John Isner zeigte gegen Juschni Zähne - und 33 Asse. Trotzdem verlor der lange Amerikaner. Und noch einer musste sich vor seinem Gegner verneigen: Andy Murray verlor gegen ... Stanislas Wawrinka! Der Romand steht im Achtelfinale der US Open. Und wird sogleich von Autogrammjägern belagert. Die Reihen lichten sich und der Mann an der Resultatetafel muss auch nicht mehr so hoch klettern. Dieser Fan gönnt sich schon mal ein Nickerchen. Nicht mehr in Rücklage: Novak Djokovic erreicht locker die Achtelfinals. Frieren auf der Tribüne. Diese Fans unterstützten ... ... Maria Kirilenko. Nicht beim Yoga, sondern beim Tennis. Wer kein Ticket hat, schaut sich das Geschehen auf dem Screen vor dem Arthur Ashe Stadium an. New Balls? Cibulkova richtet ihre Haare. Rafael Nadal in Jubelpose: Doch der Spanier muss für seine Siege mehr kämpfen, als ihm lieb sein kann. Kein gespiegeltes Bild: Hier sprechen sich die Bryan-Zwillinge ab. Venus Williams in ihrem mittlerweile legendär gewordenen, braunen Höschen. Die Luxemburgerin Mandy Minella hätte gegen die ehemalige Weltnummer1 nicht viel zu jubeln gehabt. Sie verlor klar in zwei Sätzen. Serena Williams verfolgte die Partie ihrer Schwester entspannt von der Tribüne aus. Buntes Treiben in Flushing Meadows. Ana Ivanovic ist dank ihren begeisternden Auftritten wieder gefragt wie eh und je. Zum ersten Mal mussten die Regenschirme ausgepackt werden. Doch Hurrikan «Earl» scheint New York zu verschonen. Beim Spiel zwischen Novak Djokovic und Philipp Petzschner kam es auf den Rängen zu Handgreiflichkeiten. Maria Scharapowa verteilt wieder Kusshändchen. Die Hitze machte Urszula Radwanska zu schaffen. Versucht Robin Söderling so, seinem Gegner Furcht einzuflössen? Nackenstarre von Söderlings Hammerschlag? Taylor Dent versucht sich mit seltsamen Dehnübungen zu entspannen. Arnaud Clément und seine Weise sich vor Sonne und Hitze zu schützen. Die Skyline von Manhattan auf Roger Federers Schuhen. Aufforderung eines Fans an den «Magier von Flushing Meadows». Hey, hier kommt Earl... Grosse Enttäuschung bei Andy Roddick. Der Traum vom zweiten US-Open-Titel ist sehr früh geplatzt. Ehefrau Brooklyn Decker litt sichtlich mit. US-Tennis-Starlet Melanie Oudin musste ebenfalls früh die Segel streichen. Dustin Brown kommt natürlich... aus Jamaika. Gaël Monfils versuchte den «Federer-Special». Beim Hochsprung oder Hürdenlaufen machte der Franzose allerdings die bessere Figur. Victoria Azarenka brach nach einem Sturz im Training und wegen der grossen Hitze auf dem Platz zusammen. Stete Kühlung ist bei Temperaturen über 40 Grad das oberste Gebot. Pop-Sänger Usher winkt dem Publikum zu. Rafael Nadal schwitzte in der ersten Runde und ... ... musste seinen Fuss pflegen. Noch heisser gings bei Novak Djokovic zu und her. Dieser musste in der Startrunde über fünf Sätze. Voller Einsatz auch auf der Tribüne von Djokovic' Freundin Jelena Ristic. Die französische Nati könnte noch Spieler gebrauchen. Wie wärs mit Gael Monfils? Der lange Zopf der Anna Chakvetadze. Armand Clement: Abkühlung für den Oldie beim Coup gegen Baghdatis. Gefangen! Ein Fan und der Tennisball. Heiss wars an den ersten Tagen auch für die Fans. Der Aufreger des Tages ist zweifellos Federers erneuter Zauberschlag zwischen den Beinen hindurch. Nicht nur Mutter Lynette, sondern auch Gillette-Sponsor-Kollege Thierry Henry schauten dem «Maestro» gebannt zu. Schräglage bei Lleyton Hewitt. Der Australier muss bereits nach Runde 1 nach Hause reisen. Ana Ivanovic zeigte bei ihrem Auftaktsieg gegen Jekaterina Makarowa viel Bein. Gael Monfils beeindruckte mit seinen Muskelpaketen. Bei der Eröffnungsfeier gings gewohnt patriotisch zu und her. : Serena Williams agiert als Moderatorin beim Nike Primetime Knockout. Auf dem Court standen unter anderem Supermodel Bar Refaeli, Rafael Nadal (r.) oder Roger Federer. Und noch ein grosser Event vor dem Turnier. Der Arthur Ashe Kids Day. Unter anderem mit Sängerin Shontelle. Auf dem Platz versuchte sich Olympiasiegerin Lindsey Vonn als Tennisstar. Auch die Cracks fehlen nicht: Roger Federer, Kim Clijsters und Rafael Nadal. Die beiden grossen Favoriten. Beim Kids Day noch gute Freunde, im möglichen Endspiel dann wieder Gegner. Roger Federer wirkt im Training mit Jarkko Nieminen sehr gelassen. Nicht ganz so einträchtig scheint es in der Session zwischen Andy Roddick und Richard Gasquet zu- und herzugehen.

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Die Bedingungen waren schwierig, sehr schwierig: Im Arthur-Ashe-Stadion wehte eine extrem böiger Wind – Caroline Wozniacki sprach gar von einem «Hurrikan». Doch Roger Federer liess sich davon im Gegensatz zu seinem Gegner Robin Söderling nicht aus der Ruhe bringen und siegte klar in drei Sätzen. Die Weltnummer 2 revanchierte sich damit beim Schweden für die schmerzliche Niederlage beim French Open vor drei Monaten.

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«Ich bin eigentlich nicht so der Revanche-Typ», gestand Federer nach dem Spiel. «Ich bin glücklich, einen guten Match gespielt zu haben. Unter harten Bedingungen und gegen einen Spieler, der schwer zu schlagen ist in diesen Tagen.» Der fünffache US-Open-Champion hatte allen Grund, mit sich zufrieden zu sein. Der Schweizer passte sein Spiel den Verhältnissen wie ein «Chamäleon» an und liess Söderling in der «Wind-Lotterie» keine Chance.

Söderlings Probleme beim Aufschlag

Federer zeigte seine bekannten Stärken, servierte gut und nutzte seine Chancen. Söderling hingegen hatte grosse Mühe mit seinem sonst so starken Service. Der Schwede schlug nur zwei Asse und hatte nur 58 Prozent der ersten Aufschläge im Feld. «Der Aufschlag war heute sicher der Schlüssel», analysierte Federer. «Er hatte bei diesem starken Wind Probleme mit seinem hohen Ballwurf. Mich störten die Bedingungen in meiner Konzentration hingegen nicht.»

Auch von der Grundlinie hatte Federer deutlich weniger Probleme mit den Verhältnissen. Dafür verantwortlich machte er vor allem seine grosse Erfahrung. «Ich habe schon bei extrem starkem Wind gespielt, in heissen Bedingungen trainiert. Was immer kommen mag, ich kann damit umgehen», erklärte Federer und fügte scherzend an: «Nur im Schnee habe ich noch nie gespielt.»

Wiedersehen mit Djokovic

Im Halbfinal trifft Federer mit Novak Djokovic auf einen alten Bekannten. Der Serbe ist beim US Open in den letzten drei Jahren jeweils am Schweizer gescheitert und will Federer in New York endlich besiegen. «Die schnellen Hart-Courts sind sicher seine Lieblingsunterlage. Wir hatten hier schon ein paar gute Matches. Es wird auf die Tagesform ankommen, wer im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen trifft», so der Schweizer. «Ich habe in Toronto gegen ihn zittern müssen. Das wird wieder sehr schwierig.» Von den bisherigen 15 Duellen hat Federer 10 gewonnen.

(pre)