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US Open
08. September 2011 19:59; Akt: 09.09.2011 08:46 Print
Eine Posse und ein Happy End
Ein Loch im zweitgrössten Platz und dann ein Happy End dank Andy Roddick: Das US Open lieferte nach zwei Tagen Regenpause wieder viel Gesprächsstoff.
Als der letzte Return von David Ferrer ins Out segelte, schüttelte Andy Roddick ungläubig den Kopf und sog ein letztes Mal die «College-Atmosphäre» auf Platz 13 ein. Der Amerikaner nahm dann die Glückwünsche seines unterlegenen Widersachers entgegen und machte sich dann auf eine Ehrenrunde, bei der er jeden einzelnen Fan in der ersten Reihe abklatschte.
Infografik Tennis-Rackets im Wandel der ZeitDass sich Roddick in seinem ersten Spiel beim US Open ausserhalb des Arthur-Ashe-Stadiums seit neun Jahren auf einem Court wiederfand, wo weder das Hawk Eye noch eine Aufschlag-Geschwindigkeitsmessung installiert sind und knapp 600 Zuschauer Platz finden, war nicht beabsichtigt gewesen. Eine Posse erster Güte hatte der Kritik am letzten Major-Turnier des Jahres aber weitere Nahrung gegeben.
Roddick nahm es am Ende aber mit Humor: «Ich hätte zwar nicht gedacht, dass ich je wieder auf Platz 13 spielen muss. Hier hatte ich 1998 und 1999 bei den Junioren gegen Fernando Gonzalez und Scott Lipsky verloren. Es hat aber Spass gemacht, ich spiele lieber auf einem kleinen Platz mit viel Atmosphäre.» Roddick liess sich auch nicht dadurch aus dem Konzept bringen, dass ein Baby schrie und ein Mann auf einen Zaun hinaufkletterte: «Wenigstens war es nicht ein Baby auf dem Zaun».
Das Loch im Court
Um den Rückstand nach zwei Tagen Regenpause aufzuholen, hatten die Organisatoren alle vier noch offenen Achtelfinals der unteren Tableauhälfte auf 11 Uhr Lokalzeit angesetzt. Überall wurde pünktlich begonnen, aber Andy Roddick und David Ferrer verliessen das Louis-Armstrong-Stadium nach nur zwei gespielten Games wieder, da durch einen kleinen Riss hinter der Grundlinie Wasser auf die Spielfläche kam.
Eine Stunde dauerte der Unterbuch, doch als die Protagonisten den Court wieder betraten, war es offensichtlich immer noch zu feucht. «Wie kannst Du uns überhaupt auf den Court rufen, man kann ja immer noch nicht spielen», so der sichtlich genervte Roddick zu Oberschiedsrichter Brian Earley.
Zurück in den Katakomben, machte Roddick dann Druck, wohlwissend, dass man nicht weiter warten konnte, da der Sieger in den nächsten Tagen durchspielen muss. «Let's just play», so Roddick. Gesagt, getan: Der ganze Tross zog auf den verhältnismässig kleinen Aussenplatz 13, gefolgt von einer gewaltigen Zuschauermenge.
Nadal und Murray problemlos weiter
Am Freitag trifft der letzte amerikanische Grand-Slam-Sieger auf Rafael Nadal. Der Titelverteidiger liess gegen Gilles Muller (ATP 68) in der vermeintlich heiklen Fortsetzung nichts mehr anbrennen. Der Spanier machte das 0:3-Defizit vom Vortag rasch wett und siegte dann ungefährdet 7:6 (7:1),6:1,6:2. Er, der sich am Vortag zusammen mit Roddick und Andy Murray beim Oberschiedsrichter vehement darüber beklagt hatte, dass sie bei Regen auf den Platz geschickt wurden, forderte nun eine Veränderung: «Das Problem sind nicht die Organisatoren, wir Spieler müssten bei diesen Turnieren einfach besser vertreten sein.»
Ebenso problemlos erreichte Murray die Runde der letzten acht. Der oft schlecht in die Partien startende Schotte beendete den erfolgreichen Lauf von Donald Young (ATP 84) mit 6:2, 6:3, 6:3. Murray war mit der tagelangen Warterei offensichtlich besser umgegangen als Young, der bei seinen ersten grossen Siegen gegen Stanislas Wawrinka und Juan Ignacio Chela viel (mentale) Energie verbraucht hatte. Murray trifft nun auf John Isner, der seinen ersten Viertelfinal in für ihn typischer Art erreichte. Der Riese besiegte Gilles Simon (Fr/12) in vier Durchgängen und holte seine Satzgewinne allesamt im Tiebreak.
Männer-Final auf Montag verschoben
Der US-Open-Final der Männer ist auf Montag verschoben worden. Damit muss der Finalist der unteren Tableauhälfte nicht vier Partien in vier Tagen bestreiten.
Der Regen der letzten Tage brachte die Organisatoren dazu, frühzeitig die Verschiebung zu fixieren. Betroffen davon sind auch die anderen Tage: Am Freitag finden die verbleibenden Männer-Viertelfinals statt, die Frauen-Halbfinals neu am Samstag (nach den Männer-Halbfinals). Am Sonntag, den 11. September, wird statt des Männer-Endspiels der Frauen-Final ausgetragen.
Souveräne Serena Williams
Das US-Tennis hat damit in den letzten drei Turniertagen noch drei Eisen im Feuer. Heisseste Siegesanwärterin ist nach wie vor Serena Williams (USA/28), die gegen Anastasia Pawljutschenkowa (Russ/17) 7:5, 6:1 gewann. Die Russin ist auch heute gegen Caroline Wozniacki (Dä/1) oder Andrea Petkovic (De/10) klar favorisiert.
Ebenfalls im Halbfinal steht Samantha Stosur nach dem 6:3, 6:3 gegen Vera Swonarewa, ihrem insgesamt achten aufeinanderfolgenden Sieg gegen die Russin. Die Australierin trifft nun auf Flavia Pennetta (It/26) oder Angélique Kerber.
Flushing Meadows, New York. US Open. Grand-Slam-Turnier (23,7 Mio. Dollar/Hart). Männer-Einzel. Achtelfinals:
Rafael Nadal (Sp/2) s. Gilles Muller (Lux) 7:6 (7:1), 6:1, 6:2.
Andy Murray (Gb/4) s. Donald Young (USA) 6:2, 6:3, 6:3.
Andy Roddick (USA/21) s. David Ferrer (Sp/5) 6:3, 6:4, 3:6,6:3.
John Isner (USA/28) s. Gilles Simon (Fr/12) 7:6 (7:2), 3:6, 7:6 (7:2),7:6 (7:4).
Frauen-Einzel. Viertelfinals:
Samantha Stosur (Au/9) s. Vera Swonarewa (Russ/2) 6:3, 6:3.
Serena Williams (USA/28) s. Anastasia Pawljutschenkowa (Russ/17) 7:5, 6:1. -
(si/afp)
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Zwei Welten
Die einen Sportler, welche am Ende des Tages ein paar hundert Franken verdient haben, fahren stundenlang durch den Regen, stürzen, stehen wieder auf und fahren mit gebrochenem Schlüsselbein weiter bis ins Ziel. Die andern Sportler, welche um hundertausende Franken spielen, beklagen sich über nasse Filzbälle...
Naja...
...du vergleichst hier Äpfel mit Birnen mein Lieber. Tennis zu spielen auf einem nassen Court mit nassen Bällen wäre ja ein Witz. Und soviel Geld verdinen sie auch nur, weil Tennis einiges populärer ist als...hmmm....Radfahren?
Erklärung
Liebes 20minuten Onlineteam... kann mir jemand diesen Artikel erklären? Wieso ist die Russin favorisiert, wenn sie ausgeschieden ist? *Heisseste Siegesanwärterin ist nach wie vor Serena Williams (USA/28), die gegen Anastasia Pawljutschenkowa (Russ/17) 7:5, 6:1 gewann. Die Russin ist auch heute gegen Caroline Wozniacki (Dä/1) oder Andrea Petkovic (De/10) klar favorisiert.*