US Open

08. September 2011 19:59; Akt: 09.09.2011 08:46 Print

Eine Posse und ein Happy EndEine Posse und ein Happy End

Ein Loch im zweitgrössten Platz und dann ein Happy End dank Andy Roddick: Das US Open lieferte nach zwei Tagen Regenpause wieder viel Gesprächsstoff.

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Novak Djokovic gewinnt zum dritten Mal in diesem Jahr einen Grand Slam Titel. Die Freude über den Sieg und der Dank zum Himmel. Der Serbe sinkt zu Boden. Davor musste er sich noch am Rücken behandeln lassen. Rafael Nadal nutzte alles rennen nichts. Egal wie schnell er unterwegs war. Rafael Nadal. Samanta Stosur (Aus) küsst den Pokal. Sie gewinnt zum ersten Mal in ihrer Karriere die US Open. Ihre Überlegenheit musste auch Finalverliererin Serena Williams anerkennen, die aber kurz darauf schon wieder lachen konnte. Auch ihr war ein erfolgreiches Turnier geglückt. Nägelkauen bei Serena Williams. Gibt Schauspieler Alec Baldwin da Anweisungen. Samantha Stosur scheint bei ihrem Aufschlag beinahe vornüber zu fallen. Serena Williams ausser sich vor Wut. Ein Winner von ihr wurde von der Schiedsrichterin als Punkt für Stosur gewertet, weil Williams sich zu früh zu laut gefreut hatte. Guckt Nadal etwa sorgenvoll in Richtung Final? Andy Murray musste im Halbfinal mächtig beissen... ...jubeln konnte hingegen sein Gegner Rafael Nadal. Siegreich war auch Serena Williams. Sie feierte ihr Weiterkommen mit einem Freudensprung. Weniger glücklich war am Ende der Partie ihre Gegnerin Caroline Wozniacki. Der Traum vom ersten Grand-Slam-Titel ist wieder ausgeträumt. Federer kassiert im Halbfinal eine bittere Niederlage. Am Ende blieb dem Schweizer nur ein mitleidiges Tätscheln seine Bezwingers auf den Rücken. Djokovic reagierte mit einem riesigen Schrei auf seinen Sieg. So ein Sieg muss ausgiebig gefeiert werden. Rafael Nadal wechselt sein Shirt. Andy Roddick lässt sich im Halbfinal pflegen. Relaxed: Andy Murray übersteht das Aufschlaggewitter von John Isner. Murray jubelt, Isner leidet. Roger Federer zeigt eine super Vorstellung und zieht ins Halbfinal der US Open ein. Serena Williams Hände mit den leuchtenden Fingernägeln. Dort trifft er auf Novak Djokovic, der sich gegen seinen Freund Janko Tipsarevic durchsetzte. Was für eine innige Verabschiedung der beiden. Bevor es soweit war, musste der Serbe aber viel Arbeit leisten. Da braucht es auch mal eine Verschnaufspause. Djokovic musste vollen Einsatz geben. Versuchte sogar einen Tweener. Das gefällt auch seiner Freundin, Jelena Ristic. Vollen Körpereinsatz zeigte auch Rafael Nadal, zur Verzückung der weiblichen Fans. Der Schweiss der Erleichterung. Im Spiel von Andy Roddick gegen David Ferrer leckte plötzlich der Platz. Ein Loch war entstanden. Und wieder daselbe Bild. Helfer müssen den Platz vom Arthur-Ashe-Stadion vom Regenwasser befreien. Nadal &. Co durften zwar für einige Minuten ran, nach ein paar Games war aber schon wieder Schluss. Nicht nur David Ferrer ärgerte sich masslos über den erneuten Unterbruch. An Tennis ist an diesem Tag nicht zu denken. Das Arthur-Ashe-Stadion steht komplett unter Wasser. Einige Zuschauer harrten noch eine Weile aus, in der Hoffnung, dass es doch noch losgehen könnte. Verregneter Blick ins weite Rund. Alle mussten sich früh auf den Heimweg machen. Das könnte für Roger Federer so ungefähr das anstrengendste an der Partie gegen Juan Monaco gewesen sein. Andrea Petkovic: Sie ist nur wegen dem Ball etwas unförmig. Roger Federer für einmal mit Baseball-Cap. Federer beim Versuch seines Zauberschlags. Jo-Wilfried Tsonga hatte in seinem Achtelfinal mächtig zu beissen. Am Ende konnte der Franzose aber wieder seinen Siegestanz aufführen. Dynamisch: Svetlana Kuznetsova. Novak Djokovic wurde von Alexandr Dolgopolov im ersten Satz des Achtelfinals mächtig gefordert. Liegestützen mitten im Spiel? Wohl eher nicht... Andy Murray leidet trotz gutem Spiel in Runde 3. Etwas freundlicher: Murrays Freundin Kim Sears. Night-Session vor dem Arthur Ashe Stadion. Vera Zvonarewa will für sich sein. Jonglier-Künstlerin Maria Kirilenko. Rafael Nadal wird an der Pressekonferenz nach dem Nalbandian-Duell von Schmerzen gequält. Fans. Donald Young: Der junge Amerikaner verzückt New York. Tweener von Juan Ignacio Chela Rafael Nadal lässt sich in seinem Drittrundenspiel gegen David Nalbandian pflegen. Vier Bälle auf dem Schläger, ... ... deren drei in der Hand. Serena Williams zeigt ihre Beweglichkeit. Novak Djokovic schafft den Spagat nicht ganz. Dafür schwingt er das Bein schön. Das ist Ana Ivanovic. So kennt man sie besser. Jo-Wilfried Tsonga steuert Richtung Viertelfinal mit Roger Federer. Erst muss der Schweizer aber Juan Monaco ausschalten. Imposant: Das Arthur Ashe Stadion in Flushing Meadows. Die Freude muss raus: Francesca Schiavone. Die Italienerin mühte sich mit Chanelle Scheepers aus Südafrika über drei Sätze. In Rücklage: Roger Federer. Der Mann mit der Sonnenbrille: Janko Tipsarevic. Der «Federer Express» beim Training. Echte Handarbeit made in New York. Aus in der 2. Runde. Stanislas Wawrinka droht der Rauswurf aus den Top 20 der Weltrangsliste. Bezwinger Donald Young feiert seinen 5-Satz-Sieg gegen die Nummer 2 der Schweiz gebührend. Nicolas Mahut half auch ein Medical Timeout nicht gegen Nadal. Beim Stand von 2:6, 2:6 gab der Franzose auf. Rafael Nadal konnte etwas Kraft sparen, die er gegen David Nalbandian in der nächsten Runde wohl gut brauchen kann. Auch die Ballkinder können mit der kleinen Filzkugel umgehen. Der Jubel bei Andy Murray ist gross - seine Aufholjagd gegen Robin Haase war es auch. Der Überraschungsmann aus Holland warf den Schotten beinahe aus dem Turnier - aber eben nur beinahe. Daumen hoch von Andy Roddick. Der Oldie aus Nebraska bedankt sich bei den Fans für den Support. Ein Küsschen zum Himmel von Maria Kirilenko nach dem Sieg gegen Christina McHale. Erkennen Sie die Silhoutte? Richtig, es ist Daniela Hantuchova. Novak Djokovic zeigt den Federer-Special. Der Serbe hat den Zauberschlag des Schweizers vor zwei Jahren hautnah miterlebt. Jetzt die späte Genugtuung. Djokovic-Gegner Carlos Berlocq freut sich über sein erstes Game - im dritten Satz (!). Die Freundin von Novak Djokovic, Jelena Ristic, nimmt's gelassen zur Kenntnis. Serena Williams präsentiert ihre Beweglichkeit. Caroline Wozniacki mit vollem Einsatz. Roger Federer in ungewohnter Pose. Jelena Jankovic muss sich wieder einmal pflegen lassen. Jo-Wilfried Tsonga am Ende sein Kräfte? Wohl kaum. Der Franzose schaffte den Einzug in die dritte Runde problemlos. Da trägt aber jemand sehr patriotische Socken... ...es ist die Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands. Ob Irina Falconi vor lauter Haaren noch irgendetwas sieht? Julien Benneteau scheint etwas unter der Hitze zu leiden. Der Freudesprung von Irina Falconi nach ihrem Sieg über Dominka Cibulkova. Auch wenn es nicht so aussieht, Andy Roddick hatte genug Luft für die erste Runde. Maria Scharaowa hat die Haare schön. Marcos Baghdatis zeigt sich akrobatisch. Angelique Kerber bejubelt ihren Sieg gegen Agnieszka Radwanska. Was gibt's denn da bei Yanina Wickmayer zu sehen? Novak Djokovic hat beim Autogramm geben mehr geschwitzt als bei seinem Kurzeinsatz auf dem Platz. Die Haarpracht von Daniela Hantuchova. Das Röckchen von Galina Voskoboeva ist schon beinahe eine optische Täuschung. Caroline Wozniacki in ihrem weissen «Wimbledon-Outfit». Keine jubelt so elegant wie Ana Ivanovic. Simona Halep wirft French-Open-Siegerin Na Li aus dem Turnier. Sonnenuntergang über Manhattan. Täglich muss die grosse Anzeigetafel nachgeführt werden. Rafael Nadal in Jubelpose. Noch ist er aber nicht in Topform. Roger Federer bekundet in der Startrunde gegen Santiago Giraldo mit 6:4, 6:3, 6:2 keine Probleme. Der Unparteiische im Spiel von Federer erhält sein Mikrofon zurück. Er hatte es mit einer Handbewegung abgeschlagen. Schmerzen bei Gaël Monfils. Grigor Dimitrovs Verrenkung. Venus Williams schlägt auf. Die Eröffnungsfeier auf dem Centre Court. Wegen Regens mussten mehrere Qualifikationsspiele abgesagt werden. Tennisbälle liegen verlassen auf dem durchnässten Boden. Nur noch ein Funktionär ist auf dem Platz und versucht das Wasser wegzuwischen. Federer im Training.

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Als der letzte Return von David Ferrer ins Out segelte, schüttelte Andy Roddick ungläubig den Kopf und sog ein letztes Mal die «College-Atmosphäre» auf Platz 13 ein. Der Amerikaner nahm dann die Glückwünsche seines unterlegenen Widersachers entgegen und machte sich dann auf eine Ehrenrunde, bei der er jeden einzelnen Fan in der ersten Reihe abklatschte.

Dass sich Roddick in seinem ersten Spiel beim US Open ausserhalb des Arthur-Ashe-Stadiums seit neun Jahren auf einem Court wiederfand, wo weder das Hawk Eye noch eine Aufschlag-Geschwindigkeitsmessung installiert sind und knapp 600 Zuschauer Platz finden, war nicht beabsichtigt gewesen. Eine Posse erster Güte hatte der Kritik am letzten Major-Turnier des Jahres aber weitere Nahrung gegeben.

Roddick nahm es am Ende aber mit Humor: «Ich hätte zwar nicht gedacht, dass ich je wieder auf Platz 13 spielen muss. Hier hatte ich 1998 und 1999 bei den Junioren gegen Fernando Gonzalez und Scott Lipsky verloren. Es hat aber Spass gemacht, ich spiele lieber auf einem kleinen Platz mit viel Atmosphäre.» Roddick liess sich auch nicht dadurch aus dem Konzept bringen, dass ein Baby schrie und ein Mann auf einen Zaun hinaufkletterte: «Wenigstens war es nicht ein Baby auf dem Zaun».

Das Loch im Court

Um den Rückstand nach zwei Tagen Regenpause aufzuholen, hatten die Organisatoren alle vier noch offenen Achtelfinals der unteren Tableauhälfte auf 11 Uhr Lokalzeit angesetzt. Überall wurde pünktlich begonnen, aber Andy Roddick und David Ferrer verliessen das Louis-Armstrong-Stadium nach nur zwei gespielten Games wieder, da durch einen kleinen Riss hinter der Grundlinie Wasser auf die Spielfläche kam.

Eine Stunde dauerte der Unterbuch, doch als die Protagonisten den Court wieder betraten, war es offensichtlich immer noch zu feucht. «Wie kannst Du uns überhaupt auf den Court rufen, man kann ja immer noch nicht spielen», so der sichtlich genervte Roddick zu Oberschiedsrichter Brian Earley.

Zurück in den Katakomben, machte Roddick dann Druck, wohlwissend, dass man nicht weiter warten konnte, da der Sieger in den nächsten Tagen durchspielen muss. «Let's just play», so Roddick. Gesagt, getan: Der ganze Tross zog auf den verhältnismässig kleinen Aussenplatz 13, gefolgt von einer gewaltigen Zuschauermenge.

Nadal und Murray problemlos weiter

Am Freitag trifft der letzte amerikanische Grand-Slam-Sieger auf Rafael Nadal. Der Titelverteidiger liess gegen Gilles Muller (ATP 68) in der vermeintlich heiklen Fortsetzung nichts mehr anbrennen. Der Spanier machte das 0:3-Defizit vom Vortag rasch wett und siegte dann ungefährdet 7:6 (7:1),6:1,6:2. Er, der sich am Vortag zusammen mit Roddick und Andy Murray beim Oberschiedsrichter vehement darüber beklagt hatte, dass sie bei Regen auf den Platz geschickt wurden, forderte nun eine Veränderung: «Das Problem sind nicht die Organisatoren, wir Spieler müssten bei diesen Turnieren einfach besser vertreten sein.»

Ebenso problemlos erreichte Murray die Runde der letzten acht. Der oft schlecht in die Partien startende Schotte beendete den erfolgreichen Lauf von Donald Young (ATP 84) mit 6:2, 6:3, 6:3. Murray war mit der tagelangen Warterei offensichtlich besser umgegangen als Young, der bei seinen ersten grossen Siegen gegen Stanislas Wawrinka und Juan Ignacio Chela viel (mentale) Energie verbraucht hatte. Murray trifft nun auf John Isner, der seinen ersten Viertelfinal in für ihn typischer Art erreichte. Der Riese besiegte Gilles Simon (Fr/12) in vier Durchgängen und holte seine Satzgewinne allesamt im Tiebreak.

Männer-Final auf Montag verschoben

Der US-Open-Final der Männer ist auf Montag verschoben worden. Damit muss der Finalist der unteren Tableauhälfte nicht vier Partien in vier Tagen bestreiten.

Der Regen der letzten Tage brachte die Organisatoren dazu, frühzeitig die Verschiebung zu fixieren. Betroffen davon sind auch die anderen Tage: Am Freitag finden die verbleibenden Männer-Viertelfinals statt, die Frauen-Halbfinals neu am Samstag (nach den Männer-Halbfinals). Am Sonntag, den 11. September, wird statt des Männer-Endspiels der Frauen-Final ausgetragen.

Souveräne Serena Williams

Das US-Tennis hat damit in den letzten drei Turniertagen noch drei Eisen im Feuer. Heisseste Siegesanwärterin ist nach wie vor Serena Williams (USA/28), die gegen Anastasia Pawljutschenkowa (Russ/17) 7:5, 6:1 gewann. Die Russin ist auch heute gegen Caroline Wozniacki (Dä/1) oder Andrea Petkovic (De/10) klar favorisiert.

Ebenfalls im Halbfinal steht Samantha Stosur nach dem 6:3, 6:3 gegen Vera Swonarewa, ihrem insgesamt achten aufeinanderfolgenden Sieg gegen die Russin. Die Australierin trifft nun auf Flavia Pennetta (It/26) oder Angélique Kerber.

Flushing Meadows, New York. US Open. Grand-Slam-Turnier (23,7 Mio. Dollar/Hart). Männer-Einzel. Achtelfinals:

Rafael Nadal (Sp/2) s. Gilles Muller (Lux) 7:6 (7:1), 6:1, 6:2.
Andy Murray (Gb/4) s. Donald Young (USA) 6:2, 6:3, 6:3.
Andy Roddick (USA/21) s. David Ferrer (Sp/5) 6:3, 6:4, 3:6,6:3.
John Isner (USA/28) s. Gilles Simon (Fr/12) 7:6 (7:2), 3:6, 7:6 (7:2),7:6 (7:4).

Frauen-Einzel. Viertelfinals:
Samantha Stosur (Au/9) s. Vera Swonarewa (Russ/2) 6:3, 6:3.
Serena Williams (USA/28) s. Anastasia Pawljutschenkowa (Russ/17) 7:5, 6:1. -

(si/afp)

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  • Michel Bornand am 09.09.2011 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwei Welten

    Die einen Sportler, welche am Ende des Tages ein paar hundert Franken verdient haben, fahren stundenlang durch den Regen, stürzen, stehen wieder auf und fahren mit gebrochenem Schlüsselbein weiter bis ins Ziel. Die andern Sportler, welche um hundertausende Franken spielen, beklagen sich über nasse Filzbälle...

    • Daniel am 09.09.2011 09:43 Report Diesen Beitrag melden

      Naja...

      ...du vergleichst hier Äpfel mit Birnen mein Lieber. Tennis zu spielen auf einem nassen Court mit nassen Bällen wäre ja ein Witz. Und soviel Geld verdinen sie auch nur, weil Tennis einiges populärer ist als...hmmm....Radfahren?

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  • Achim am 09.09.2011 00:33 Report Diesen Beitrag melden

    Erklärung

    Liebes 20minuten Onlineteam... kann mir jemand diesen Artikel erklären? Wieso ist die Russin favorisiert, wenn sie ausgeschieden ist? *Heisseste Siegesanwärterin ist nach wie vor Serena Williams (USA/28), die gegen Anastasia Pawljutschenkowa (Russ/17) 7:5, 6:1 gewann. Die Russin ist auch heute gegen Caroline Wozniacki (Dä/1) oder Andrea Petkovic (De/10) klar favorisiert.*