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US Open Halbfinal
10. September 2011 01:39; Akt: 11.09.2011 09:23 Print
Eine weitere bittere Niederlage für Federer
Erstmals seit 2002 hat Roger Federer in einem Kalenderjahr keinen Major-Titel gewonnen. Im US-Open-Halbfinal unterlag er Novak Djokovic nach zwei Matchbällen 7:6 (9:7), 6:4, 3:6, 2:6, 5:7.
Die besten Bilder der US Open.
2011 wird als das Jahr in die Schweizer Tennisgeschichte eingehen, in welchem Roger Federer seit langem wieder einmal ohne Grand-Slam-Titel dastand. Eine Ära geht damit zu Ende. Im Halbfinal des US Open unterlag der Schweizer Novak Djokovic mit 7:6 (9:7), 6:4, 3:6, 2:6, 5:7. Und dies, nachdem er selber zwei Matchbälle hatte.
Bildstrecken Federers RekordeFunny US Open 2011Für Federer gab es in der letzten Phase der Partie die bitterste Duplizität der Ereignisse: Nachdem er im Vorjahr im Halbfinal dem Serben nach zwei vergebenen Matchbällen unterlegen war, fehlte ihm im fünften Satz diesmal bei 5:3, 40:15 wieder nur ein Pünktchen zum Einzug in den 24. Major-Final. Im Gegensatz zu 2010 hatte er diesmal sogar eigenen Aufschlag, aber dies änderte nichts, im Gegenteil: Djokovic wehrte den ersten Matchball mit einem der wohl schnellsten Vorhand-Returns in der Turniergeschichte ab und hatte dann Glück, dass Federers Vorhand beim nächsten Punkt via Netzkante ins Out segelte. Kurz darauf nützte er dann seinen ersten Siegpunkt nach 3:51. «Das ist mein wohl wichtigster Sieg in diesem Jahr, wenn man die ganzen Umstände betrachtet», so Djokovic unmittelbar nach dem Spiel.
Vorentscheidend für die Wende war wohl der Anfang des dritten Satzes gewesen: Bei Djokovic wuchs die Frustration, da er keinen Weg gegen Federers dominantes Spiel zu finden schien und der Baselbieter liess umgekehrt nach den beiden ersten Sätzen kurzzeitig etwas nach. Die Weltnummer 1 gewann aber in dieser delikaten Phase die Oberhand: Im zweiten Game schaffte der «Djoker» nach einem Game, das fünffmal über Deuce führte, das 2:0. Von da an dominierte er zwei Sätze lang, auch, weil Federers Fehlerquote massiv anstieg. Erst im fünften Satz spielte Federer dann wieder deutlich besser.
Federers starker Start
Federer hatte sich den Zweisatz-Vorsprung mit starkem Spiel in den wichtigen Momenten verdient. Im ersten Satz hatte er versucht, bei den Aufschlagsspielen seines Gegners viel Druck zu machen, war aber vor allem beim Return viel zu fehlerhaft. Im Tiebreak ging die Taktik dann aber auf und Federer verwertete schliesslich den fünften Satzball.
Im zweiten Satz zeigte der Baselbieter, dass er sich in den letzten Wochen wieder stark verbessert und deutlich an Selbstvertrauen gewonnen hat. Er spielte auch von der Grundlinie aus grossartig und die einhändige Topspin-Rückhand war so stark, wie seit langem nicht mehr. Entscheidend war letztlich Federers zweiter Servicedurchbruch im viel zitierten siebten Game, das er zu Null schaffte.
Wieder nach 2:0 out
In seinen 48. ersten Grand-Slam-Turnieren hatte Federer nie nach Zweisatz-Führung noch verloren, nun ist ihm dies zum zweiten Mal in Serie passiert. In Wimbledon war er im Viertelfinal an Jo-Wilfried Tsonga gescheitert, ohne sich in den letzten dreieinhalb Stunden der Partie auch nur einen Breakball zu erspielen. Auch für Djokovic war die gestrige Partie ein seltenes Ereignis: Er hatte bisher erst einmal nach 0:2 noch gewonnen, 2005 in Wimbledon gegen Guillermo Garcia-Lopez.
«Nur» ein Major-Final in diesem Jahr
Gemessen an seinen aussergewöhnlich hohen Standards kann Federer mit dem Grand-Slam-Jahr nicht zufrieden sein. Er stand einzig beim French Open im Final, nachdem er als bisher einziger Spieler Djokovic eine Niederlage zugefügt hatte und erreichte die Halbfinals des Australian und US Open sowie den Viertelfinal von Wimbledon.
(si)
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Alle 101 Kommentare

































Ach bitte...
Ich möchte mal sehen wer von euch als drittbester in irgendwas auf der Welt zurücktreten würde wenn es einem noch spass macht und man dabei noch gut verdient. Stellt euch vor es würden alle nichts mehr machen wenn sie nicht der beste der welt sind. Ich z.b. bin nicht mal in der top 10 der besten wirtschaftsprüfer der welt(nehm ich an) soll ich jetzt etwa arbeitslos werden?
Nr. 1
Liebe Leute, man kann nicht ewig die Nr. 1 sein. King Roger wurde von einem jüngeren, derzeit besseren Spieler gestürzt. Wenn man bedenkt, was Novak trotz seiner Glutenallergie leistet, sollte man - auch als Schweizer - einfach mal den Hut ziehen, was die richtigen Tenniskenner aus der Schweiz auch machen - danke euch! Jeder Spieler hat seinen eigenen Charakter. Djokovic wurde im letzten Satz bei jedem Aufschlag mit Schreien aus dem Publikum abgelenkt. Ihm war jedoch nichts anzumerken bis Federer die 2 Matchbälle hatte und er sein Gesicht etwas verzog (mega schlimm) tut mir leid für euch!
verdient gewonnen
Super geil hammer djoker! djoker hat die ersten beiden sätzen sehr, sehr schlecht gespielt, das war für federer wirklich ein grosszügiges geschenk, aber dan in den sätzen 3/4 hat er ihn an die wand gespielt, verdient gewonnen! wer ihn jetzt (wiedermal!!) als unsportlich, arrogant bezeichnet, soll nicht mehr tennis schauen! das ganze stadion war die ganze zeit für fedi, sogar beim fehler von djokovic (service) wurde applaudiert, beim aufschlag von nole zwischendurch gepfiffen, was wirklich unfair war, frechheit! wie er selbst sagte, genau bei den matchpoints brauchte er einen energieschub!!!
verdient gewonnen
ab dem zweiten Ausrufezeichen bin ich einverstanden mit Deinem Beitrag. was davor steht ist einfach nicht wahr und offenbar Frust weil das Spiel so knapp entschieden wurde!