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Regen beim US Open
07. September 2011 21:46; Akt: 08.09.2011 07:15 Print
Federer muss warten - Chaos droht
Der Viertelfinal zwischen Roger Federer und Jo-Wilfried Tsonga musste erneut verschoben werden. Der Regen sorgte auch sonst für Ärger: Nadal motzt, anderen droht ein Tennismarathon.
Roger Federers mit Spannung erwarteter US-Open-Viertelfinal gegen Jo-Wilfried Tsonga musste wegen Regens auf die Nacht auf Freitag (01.00 MESZ) verschoben werden.
Video
Nadal krümmt sich vor Schmerzen
Roddicks Stuhl-Fauxpas
Trotz der Bedrohung durch «Irene» zu Turnierbeginn gab es in den ersten acht Turniertagen der Austragung 2011 keine Verspätung. Da aber am Dienstag erstmals seit 2006 an einem Tag alle Partien ausfielen und auch am Mittwoch nur gerade eine Viertelstunde gespielt werden konnte, ist nun der termingerechte Ablauf des Turniers in Gefahr. Die Spieler der unteren Tableauhälfte stehen erst in den Achtelfinals und müssen nun im Falle des Erreichens des Endspiels bis am Sonntag jeden Tag spielen.
Da auch am Mittwoch Regenfälle das Programm stark beeinträchtigten, entschieden sich die Organisatoren schon vor 16 Uhr Lokalzeit zur Absage der ersten Partien. Verschoben wurde neben Federers Partie gegen Tsonga auch der zweite bereits feststehende Viertelfinal zwischen Novak Djokovic und Janko Tipsarevic.
Klare Priorität lag angesichts der problematischen Wetterlage verständlicherweise auf der unteren Tableauhälfte, wo die Achtelfinals noch nicht gespielt sind. Die Organisatoren wollten die Partien unbedingt durchführen. Unter den Spielern, die am Mittwoch trotz leichten Nieselregens auf die Plätze geschickt wurden, zählten auch Rafael Nadal, Andy Roddick und Andy Murray.
Nadal & Co. beschweren sich
Das Trio hatte sich nach seinem Kurzauftritt bei Oberschiedsrichter Brian Earley wegen der Verletzungsgefahr beschwert. «Es stand für uns ausserhalb der Diskussion, ob die Plätze bespielbar waren oder nicht. Sie waren es nicht. Die Linien waren rutschig», erklärte Roddick, US-Open-Sieger von 2003. Und Nadal sagte: «Ich will nicht auf den Platz, wenn es noch regnet. Wenn man mich auf den Court schickt, dann gehe ich, aber es ist nicht gerecht.»
Allzu lange war die Leidenszeit jedoch nicht, da nach 16 Minuten wegen erneut stärkeren Regens alle Partien unterbrochen wurden: Nadal lag gegen Gilles Muller 0:3 zurück, Murray gegen Donald Young 1:2 und Roddick führte gegen David Ferrer 3:1.
Selbst falls gar keine Spiele beendet werden können, bleibt der Männerfinal auf Sonntag angesetzt. Die Spieler der unteren Tableauhälfte müssten dann aber von Donnerstag bis Sonntag jeden Tag spielen und einen wahren Kraftakt absolvieren, maximal 20 Sätze in rund 80 Stunden.
Kopfzerbrechen bereiten den Organisatoren auch die übrigen Konkurrenzen, speziell die Spiele der Junioren. Im Einzel ist dort erst die erste Runde gespielt, im Doppel erst acht Spiele der ersten Runde.
Immer wieder spielt das Wetter verrückt
An die Improvisationsfähigkeit der Organisatoren werden seit 2006 fast jedes Jahr grosse Anforderungen gestellt. Ein Überblick:
2006: Insgesamt sechs Sessions fielen aus, als Folge davon mussten die Organisatoren rund 64'000 Tickets umtauschen. Um das Turnier doch noch termingerecht zu beenden, wurde eine zusätzliche spezielle Nightsession im Louis-Armstrong-Stadium durchgeführt. Der Final konnte planmässig am Sonntag stattfinden.
2008: Der Tropensturm Hanna erzwingt am Samstag den Abbruch des Halbfinals zwischen Andy Murray und Rafael Nadal sowie die Verschiebung des Frauenfinals auf Sonntag. Juniorenspiele müssen zudem in die Halle verlegt werden. Im erst vierten Montag-Final der Open Era holt Roger Federer schliesslich seinen fünften aufeinanderfolgenden Titel.
2009: Zum ersten Mal in 40 Jahren muss der Männerfinal zweimal hintereinander auf Montag verschoben werden. Ursache dafür war der Abbruch des Viertelfinals zwischen Rafael Nadal und Fernando Gonzalez am Donnerstag. Die Partie konnte dann erst am Samstag beendet werden. Der «Super Saturday» muss auf Sonntag verschoben werden, im Endspiel setzt sich dann Juan Martin del Potro gegen Federer durch.
2010: Nach zwei trockenen Wochen hatte der Regen am letzten Turniertag seinen grossen Auftritt. Heftige Niederschläge erzwangen die Verschiebung des Männer-Finals auf Montag.Rafael Nadal komplettierte schliesslich mit einem Tag «Verspätung» seinen Karriere-Grand-Slam.
(si)
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Alle 10 Kommentare


































Diva Nadal
Nadal soll hier nicht die Diva spielen. Besser er behandelt mal seine simulierten Krämpfe.
Fragezeichen
Ehm, Höö??? Diese Anklage verstehn ich jetzt ned ganz...
Sprichwörtlich genommen
Lieber die Preisgelder in der Hand als das Geld im Dach? Nur sich im Regen regen bringt vielleicht Segen.
Von wegen Diva
Sehr wahrscheinlich kennst du Tennis nur vom Fernseher, und hast noch nie gespielt! Das ist Profisport, da kann man nicht bei irgendwelchen Verhältnisse spielen! Die Gesundheit der Spielern geht vor!
Rules of the game
That's the rule of the game, if rain no play! Tennis ist sehr kommerziell, die Tennisregeln sind eindeutig und der Beste gewinnt das Turnier. Die Organisatoren müssen dies akzeptieren und die Gesundheit der Spieler hat Vorrang. Wir wollen die besten sehen und nicht verletzte Spieler oder "substitutes". - Game, Set - Match
Da hat er recht
Was ist daran so unverständlich? Peter Müller liegt im Recht.
Nana
Da schaut mal wieder jemand durch die rosarote Federer-Brille... Nadal hat doch 100% Recht, die Linien sind bei der kleinsten Feuchtigkeit extreeem rutschig...
sie sollten... :)
Her Müller, haben Sie schon einmal selbst Leistungssport gemacht? Ich habe es und hatte auch öfters schon Krämpfe in den Waden, bei solchen Top-Sportlern wie Nadal und Co dürfte das noch viel ausgeprägter sein als bei mir. Sie sollten also erstmal den Ball flach halten bevor Sie solche Beschuldigungen in die Welt entsenden... Das ganze ist echt ein Gefühl, wenn man auf einmal seinen Körper nicht mehr in den Griff bekommt. Passierte mir auch schon öfters nach dem Sport, ich meine gelesen zu haben das dies mit der Übersäuerung der Muskulatur zutun hat.
Simulierte Krämpfe?
Nadal ist wie Federer ein wahrer Sportsmann und würde sicherlich nicht Krämpfe simulieren! Und es ist nachvollziehbar, wenn sich die Sportler wehren, wenn sie während gefährlichen bedingungen spielen müssen und wenn sie durch das enorme Programm benachteiligt werden. Den Organisatoren ist nur daran gelegen, den Final am Sonntag durchzuführen, weil sie dann bessere Einschaltquoten erzielen können. Die Spieler sind erst zweitrangig.
Für die Zuschauer?
Ich denke die wollen gutes Tennis und die wahre Stärke der Spieler sehen. Kein Regenherumgerutsche mit Zufallssiegern und sicher nicht die Topfaforiten, welche sich wegen Rutschgefahr verletzen.