Einschätzung

12. September 2011 13:43; Akt: 13.09.2011 09:07 Print

Federers Kopf verhindert noch GrösseresFederers Kopf verhindert noch Grösseres

von Fabian Vogt - Roger Federers Niederlage ist eine Katastrophe. Denn sie nimmt dem Schweizer das Einzige, was ihm fehlt, um weiterhin grosse Titel zu gewinnen: den Glauben an sich selbst.

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Pressekonferenz mit Roger Federer nach dem Spiel gegen Novak Djokovic (12.9.2011/Quelle: usopen.org) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Roger Federer ist einer der besten Tennisspieler aller Zeiten. Vermutlich sogar der Beste. Kein Spieler hat mehr Rekorde aufgestellt als der Schweizer, ihm gehört auch die wichtigste aller Bestmarken: 16 gewonnene Grand-Slam-Titel.

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Kein Grand Slam für Federer im Jahr 2011: Ist seine grosse Zeit jetzt vorbei?
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Zwar gibt es Spieler, die mehr Turniersiege vorweisen konnten und sogar einen, der länger die Nummer 1 war (Pete Sampras), aber richtig zählt für die Stars der Szene nur eines: ein Sieg bei den Slams. Für Federers Mythos ist es sehr vorteilhaft, dass der 30-Jährige diesen Rekord bereits für sich beansprucht. Denn viele grosse Titel wird er nicht mehr gewinnen, das hat der Halbfinal gegen Novak Djokovic gezeigt.

Der Kopf entscheidet

Objektiv gesehen spielen Federer und Nadal in etwa gleich gut und in der Form dieses Jahres gesellt sich auch Djokovic zu den beiden. Nadal hat die beste Vorhand, Djokovic retourniert am effizientesten und Federer hat den stärksten Aufschlag. Taktisch sind alle drei brillant. Während der Schweizer über das variabelste Spiel verfügt, sind die anderen zwei schneller auf den Beinen. Was zwischen ihnen entscheidet, sind Nuancen. Und hier kommt der Kopf ins Spiel, seit Samstag das grosse Problem Federers.

Gegen Nadal war er immer schon mental blockiert. Bisher glich sich dies dadurch aus, dass Nole gegen Federer kein Rezept fand und andererseits der Spanier in letzter Zeit am Serben verzweifelte. Das war auch im Halbfinal wieder zu sehen, als Djokovic nach eigener Aussage «nicht mehr an den Sieg glaubte», obwohl er in den Sätzen 3 bis 5 der bessere Spieler war. Doch dann folgte sein «Ich-hab-eh-schon-verloren-Return». Federer hatte anschliessend Pech mit einer Vorhand, der Rest ist Geschichte. Aber wohl eine mit Folgen.

Es sieht nicht gut aus

Bereits anhand der Reaktion Federers an der Pressekonferenz konnte man herauslesen, dass er völlig konsterniert war: «Es ist schrecklich, die Niederlage zu erklären. Ich sollte als Sieger hier sitzen, nicht als Verlierer.» Und das war ja nicht das erste Mal. An gleicher Stätte vor einem Jahr geschah das Gleiche, damals vergab der Schweizer einen Matchball und verlor. So etwas wird man nicht mehr los. Von nun an wird darum auch Djokovic mit dem Bewusstsein in den Match steigen, Federer in engen Partien mental einen Schritt voraus zu sein. Das Schlimmste, was dem Baselbieter passieren kann.

Für ihn zählen nämlich seit längerem nur noch die ganz grossen Titel, drei grosse Ziele hat er im nächsten Jahr: die Grand Slams (insbesondere Wimbledon), Olympa-Einzel-Gold und den Davis Cup, darum reist er nun auch gleich weiter nach Australien. Sicherlich Nadal, vermutlich aber auch Djokovic, werden aber auch nächstes Jahr auf dem gleichen Level wie der Schweizer spielen.

Es wird für Federer deshalb schwer werden, von seinem Weltranglistenplatz 3 nach vorne zu kommen. Darum muss er auch weiterhin gegen beide Spieler gewinnen, will er den grossen Erfolg landen. Und dieses Unterfangen ist nun noch viel schwieriger geworden.

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  • Beatrice Zumbach am 15.09.2011 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung

    Es ist nun genug von dieser langweiligen Geschichte! Er war einmal der beste doch jetzt ist es vorbei, seine Zeit ist vorüber! Novak ist der beste und die #1 auf der ganzen Welt.

  • Nino Volpi am 13.09.2011 20:34 Report Diesen Beitrag melden

    Klagen auf hohem Niveau

    Federer ist immer noch die Nummer 3 der Welt, also immer noch Weltklasse. Jene die klagen, klagen auf sehr hohem Niveau. Er muss sich nicht mehr beweisen, er hat es schon bewiesen, er ist einer der ewig besten Tennisspieler der Welt, egal was jetzt noch kommen mag.

  • Dario Grassi am 13.09.2011 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    FEDERER DIE EWIGE #1

    Vielleicht mag Novak Djokovic momentan die Nummer 1 sein (das hat er auch verdient nach diesem jahr), aber Roger ist eine Legende er hat eine kehrtwende im Tennissport gebracht..ROGER FEDERER THE KING OF COURT..16 Grand Slam Titel..ca.280 Wochen Welt#1..und noch viele Rekorde mehr..Publikumsliebling auf der gesammten Tour!! Federer ist nun 30 jahre alt und ghört immer noch unter die top 3 der Welt..Respekt Roger..;)