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Flut statt Tennis
26. August 2011 16:48; Akt: 26.08.2011 17:06 Print
Hurrikan bedroht US-Open-Start
Hurrikan Irene hält das US Open in Atem. Bewegt sich der Sturm weiter auf dem aktuellen Kurs, gibts am Montag kein Tennis, sondern Flutwellen.
Die besten Bilder vom US Open 2011.
Bevor die Spiele am Montag beginnen, beobachtet aber New York und die gesamte amerikanische Ostküste mit gehörigem Respekt den anrückenden Hurrikan «Irene». Sollte Irene ihren aktuellen Kurs und ihre Intensität beihalten, droht nach neuesten Meldungen der Meteorologen eine verheerende und grossflächige Sturmflut entlang der Küste.
Infografik TennisbelägeTennis-Rackets im Wandel der ZeitEs wird erwartet, dass der Orkan auch zur Gefahr für die Metropole New York wird. In New York, Washington DC, Philadelphia, New Jersey, North Carolina und Virginia wurde bereits der Notstand ausgerufen. Viele Baseball- und Footballspiele wurden vom Sonntag auf Samstag vorgezogen. Am frühen Sonntagmorgen soll Hurricane Irene die Ostküste erreichen.
Federer will den Titel
Wie eigentlich immer steigt Roger Federer mit grosser Zuversicht in ein grosses Turnier. Er will unbedingt beweisen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Aber für Spitzensportler und Gladiatoren ist es nun mal kein Vorteil, 30 zu sein. Das US Open, das Federer von 2004 bis 2008 fünf Mal hintereinander gewonnen hat, ist das erste Majorturnier für den Basler nach seinem 30. Geburtstag. Die einzigen Spieler der Neuzeit, die mit 30 noch Grand-Slam-Turniere gewinnen konnten, sind Andre Agassi (Australian Open 2003 mit 32), Pete Sampras (US Open 2002 mit 31) und Andres Gomez (French Open 1990 mit 30).
Von solchen Statistiken lässt sich Federer nicht beeindrucken. «Ich fühle mich gesünder und fitter als vor ein paar Jahren, wo mir das (Pfeiffersche) Drüsenfieber und der Rücken zu schaffen machten. In den letzten Monaten hatte ich keine seriösen Probleme mehr. Auch die Vorbereitung auf das US Open verlief nicht katastrophal. In Cincinnati spielte ich bis zu den Viertelfinals ausgezeichnet. Ich hoffe ab jetzt bis November auf ein starkes, erfolgreiches Saisonende.»
Gedanken an die Weltnummer 1
Sogar die Nummer 1 hat Federer noch nicht für alle Zeiten abgeschrieben: «Natürlich führt in den nächsten Wochen kein Weg an Novak Djokovic vorbei. Aber ob ich mir die Nummer 1 noch zutraue? Auf jeden Fall! Ein Erfolgserlebnis kann jederzeit eine neue Serie einleiten, auch wenn ich wohl nie mehr 95 Prozent meiner Partien gewinnen werde wie in meinen erfolgreichsten Jahren.»
Der Weg zum grossen Erfolgserlebnis würde für Federer in der zweiten Turnierwoche über starke Widersacher führen. In den Viertelfinals könnte es Federer mit Mardy Fish oder Jo-Wilfried Tsonga zu tun bekommen. Gegen Tsonga verlor Federer zuletzt in Wimbledon und Montreal. Im Halbfinal könnte es wie bereits in den letzten drei Jahren in Flushing Meadows zum Duell mit Novak Djokovic kommen.
Djokovics Schulterprobleme angeblich überwunden
Die Schulterprobleme, die Djokovic im Final von Cincinnati gegen Andy Murray zur Aufgabe nötigten, seien überstanden, verlautet aus dem Lager des Weltranglistenersten, der in dieser Saison 57 von 59 Einzeln gewonnen hat. Auch Rafael Nadal, der bei der Auslosung mithalf, geht es wieder besser. Blasen an der Schlaghand, herrührend von einer leichten Verbrennung (an einer Herdplatte in Cincinnati), beeinträchtigten zuletzt seine Trainings, aber «meinen Fingern geht es mittlerweile schon wieder viel besser».
Gerade weil die Nummern 1 bis 3 in den letzten Wochen Probleme bekundeten, darf sich auch Andy Murray wieder Hoffnungen auf den ersten Majortitel machen. Murray, der im Januar auch seinen dritten Grand-Slam-Final in drei Sätzen verloren hatte, scheint im richtigen Moment in Form zu kommen. Nach der Finalniederlage am Australian Open im Januar gewann er auf Hartplatz kein Spiel mehr... - bis vor einer Woche in Cincinnati. In Ohio marschierte er aber ohne Satzverlust zum Turniersieg.
(si)





























