Flut statt Tennis

26. August 2011 16:48; Akt: 26.08.2011 17:06 Print

Hurrikan bedroht US-Open-StartHurrikan bedroht US-Open-Start

Hurrikan Irene hält das US Open in Atem. Bewegt sich der Sturm weiter auf dem aktuellen Kurs, gibts am Montag kein Tennis, sondern Flutwellen.

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Novak Djokovic gewinnt zum dritten Mal in diesem Jahr einen Grand Slam Titel. Die Freude über den Sieg und der Dank zum Himmel. Der Serbe sinkt zu Boden. Davor musste er sich noch am Rücken behandeln lassen. Rafael Nadal nutzte alles rennen nichts. Egal wie schnell er unterwegs war. Rafael Nadal. Samanta Stosur (Aus) küsst den Pokal. Sie gewinnt zum ersten Mal in ihrer Karriere die US Open. Ihre Überlegenheit musste auch Finalverliererin Serena Williams anerkennen, die aber kurz darauf schon wieder lachen konnte. Auch ihr war ein erfolgreiches Turnier geglückt. Nägelkauen bei Serena Williams. Gibt Schauspieler Alec Baldwin da Anweisungen. Samantha Stosur scheint bei ihrem Aufschlag beinahe vornüber zu fallen. Serena Williams ausser sich vor Wut. Ein Winner von ihr wurde von der Schiedsrichterin als Punkt für Stosur gewertet, weil Williams sich zu früh zu laut gefreut hatte. Guckt Nadal etwa sorgenvoll in Richtung Final? Andy Murray musste im Halbfinal mächtig beissen... ...jubeln konnte hingegen sein Gegner Rafael Nadal. Siegreich war auch Serena Williams. Sie feierte ihr Weiterkommen mit einem Freudensprung. Weniger glücklich war am Ende der Partie ihre Gegnerin Caroline Wozniacki. Der Traum vom ersten Grand-Slam-Titel ist wieder ausgeträumt. Federer kassiert im Halbfinal eine bittere Niederlage. Am Ende blieb dem Schweizer nur ein mitleidiges Tätscheln seine Bezwingers auf den Rücken. Djokovic reagierte mit einem riesigen Schrei auf seinen Sieg. So ein Sieg muss ausgiebig gefeiert werden. Rafael Nadal wechselt sein Shirt. Andy Roddick lässt sich im Halbfinal pflegen. Relaxed: Andy Murray übersteht das Aufschlaggewitter von John Isner. Murray jubelt, Isner leidet. Roger Federer zeigt eine super Vorstellung und zieht ins Halbfinal der US Open ein. Serena Williams Hände mit den leuchtenden Fingernägeln. Dort trifft er auf Novak Djokovic, der sich gegen seinen Freund Janko Tipsarevic durchsetzte. Was für eine innige Verabschiedung der beiden. Bevor es soweit war, musste der Serbe aber viel Arbeit leisten. Da braucht es auch mal eine Verschnaufspause. Djokovic musste vollen Einsatz geben. Versuchte sogar einen Tweener. Das gefällt auch seiner Freundin, Jelena Ristic. Vollen Körpereinsatz zeigte auch Rafael Nadal, zur Verzückung der weiblichen Fans. Der Schweiss der Erleichterung. Im Spiel von Andy Roddick gegen David Ferrer leckte plötzlich der Platz. Ein Loch war entstanden. Und wieder daselbe Bild. Helfer müssen den Platz vom Arthur-Ashe-Stadion vom Regenwasser befreien. Nadal &. Co durften zwar für einige Minuten ran, nach ein paar Games war aber schon wieder Schluss. Nicht nur David Ferrer ärgerte sich masslos über den erneuten Unterbruch. An Tennis ist an diesem Tag nicht zu denken. Das Arthur-Ashe-Stadion steht komplett unter Wasser. Einige Zuschauer harrten noch eine Weile aus, in der Hoffnung, dass es doch noch losgehen könnte. Verregneter Blick ins weite Rund. Alle mussten sich früh auf den Heimweg machen. Das könnte für Roger Federer so ungefähr das anstrengendste an der Partie gegen Juan Monaco gewesen sein. Andrea Petkovic: Sie ist nur wegen dem Ball etwas unförmig. Roger Federer für einmal mit Baseball-Cap. Federer beim Versuch seines Zauberschlags. Jo-Wilfried Tsonga hatte in seinem Achtelfinal mächtig zu beissen. Am Ende konnte der Franzose aber wieder seinen Siegestanz aufführen. Dynamisch: Svetlana Kuznetsova. Novak Djokovic wurde von Alexandr Dolgopolov im ersten Satz des Achtelfinals mächtig gefordert. Liegestützen mitten im Spiel? Wohl eher nicht... Andy Murray leidet trotz gutem Spiel in Runde 3. Etwas freundlicher: Murrays Freundin Kim Sears. Night-Session vor dem Arthur Ashe Stadion. Vera Zvonarewa will für sich sein. Jonglier-Künstlerin Maria Kirilenko. Rafael Nadal wird an der Pressekonferenz nach dem Nalbandian-Duell von Schmerzen gequält. Fans. Donald Young: Der junge Amerikaner verzückt New York. Tweener von Juan Ignacio Chela Rafael Nadal lässt sich in seinem Drittrundenspiel gegen David Nalbandian pflegen. Vier Bälle auf dem Schläger, ... ... deren drei in der Hand. Serena Williams zeigt ihre Beweglichkeit. Novak Djokovic schafft den Spagat nicht ganz. Dafür schwingt er das Bein schön. Das ist Ana Ivanovic. So kennt man sie besser. Jo-Wilfried Tsonga steuert Richtung Viertelfinal mit Roger Federer. Erst muss der Schweizer aber Juan Monaco ausschalten. Imposant: Das Arthur Ashe Stadion in Flushing Meadows. Die Freude muss raus: Francesca Schiavone. Die Italienerin mühte sich mit Chanelle Scheepers aus Südafrika über drei Sätze. In Rücklage: Roger Federer. Der Mann mit der Sonnenbrille: Janko Tipsarevic. Der «Federer Express» beim Training. Echte Handarbeit made in New York. Aus in der 2. Runde. Stanislas Wawrinka droht der Rauswurf aus den Top 20 der Weltrangsliste. Bezwinger Donald Young feiert seinen 5-Satz-Sieg gegen die Nummer 2 der Schweiz gebührend. Nicolas Mahut half auch ein Medical Timeout nicht gegen Nadal. Beim Stand von 2:6, 2:6 gab der Franzose auf. Rafael Nadal konnte etwas Kraft sparen, die er gegen David Nalbandian in der nächsten Runde wohl gut brauchen kann. Auch die Ballkinder können mit der kleinen Filzkugel umgehen. Der Jubel bei Andy Murray ist gross - seine Aufholjagd gegen Robin Haase war es auch. Der Überraschungsmann aus Holland warf den Schotten beinahe aus dem Turnier - aber eben nur beinahe. Daumen hoch von Andy Roddick. Der Oldie aus Nebraska bedankt sich bei den Fans für den Support. Ein Küsschen zum Himmel von Maria Kirilenko nach dem Sieg gegen Christina McHale. Erkennen Sie die Silhoutte? Richtig, es ist Daniela Hantuchova. Novak Djokovic zeigt den Federer-Special. Der Serbe hat den Zauberschlag des Schweizers vor zwei Jahren hautnah miterlebt. Jetzt die späte Genugtuung. Djokovic-Gegner Carlos Berlocq freut sich über sein erstes Game - im dritten Satz (!). Die Freundin von Novak Djokovic, Jelena Ristic, nimmt's gelassen zur Kenntnis. Serena Williams präsentiert ihre Beweglichkeit. Caroline Wozniacki mit vollem Einsatz. Roger Federer in ungewohnter Pose. Jelena Jankovic muss sich wieder einmal pflegen lassen. Jo-Wilfried Tsonga am Ende sein Kräfte? Wohl kaum. Der Franzose schaffte den Einzug in die dritte Runde problemlos. Da trägt aber jemand sehr patriotische Socken... ...es ist die Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands. Ob Irina Falconi vor lauter Haaren noch irgendetwas sieht? Julien Benneteau scheint etwas unter der Hitze zu leiden. Der Freudesprung von Irina Falconi nach ihrem Sieg über Dominka Cibulkova. Auch wenn es nicht so aussieht, Andy Roddick hatte genug Luft für die erste Runde. Maria Scharaowa hat die Haare schön. Marcos Baghdatis zeigt sich akrobatisch. Angelique Kerber bejubelt ihren Sieg gegen Agnieszka Radwanska. Was gibt's denn da bei Yanina Wickmayer zu sehen? Novak Djokovic hat beim Autogramm geben mehr geschwitzt als bei seinem Kurzeinsatz auf dem Platz. Die Haarpracht von Daniela Hantuchova. Das Röckchen von Galina Voskoboeva ist schon beinahe eine optische Täuschung. Caroline Wozniacki in ihrem weissen «Wimbledon-Outfit». Keine jubelt so elegant wie Ana Ivanovic. Simona Halep wirft French-Open-Siegerin Na Li aus dem Turnier. Sonnenuntergang über Manhattan. Täglich muss die grosse Anzeigetafel nachgeführt werden. Rafael Nadal in Jubelpose. Noch ist er aber nicht in Topform. Roger Federer bekundet in der Startrunde gegen Santiago Giraldo mit 6:4, 6:3, 6:2 keine Probleme. Der Unparteiische im Spiel von Federer erhält sein Mikrofon zurück. Er hatte es mit einer Handbewegung abgeschlagen. Schmerzen bei Gaël Monfils. Grigor Dimitrovs Verrenkung. Venus Williams schlägt auf. Die Eröffnungsfeier auf dem Centre Court. Wegen Regens mussten mehrere Qualifikationsspiele abgesagt werden. Tennisbälle liegen verlassen auf dem durchnässten Boden. Nur noch ein Funktionär ist auf dem Platz und versucht das Wasser wegzuwischen. Federer im Training.

Die besten Bilder vom US Open 2011.

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Bevor die Spiele am Montag beginnen, beobachtet aber New York und die gesamte amerikanische Ostküste mit gehörigem Respekt den anrückenden Hurrikan «Irene». Sollte Irene ihren aktuellen Kurs und ihre Intensität beihalten, droht nach neuesten Meldungen der Meteorologen eine verheerende und grossflächige Sturmflut entlang der Küste.

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Es wird erwartet, dass der Orkan auch zur Gefahr für die Metropole New York wird. In New York, Washington DC, Philadelphia, New Jersey, North Carolina und Virginia wurde bereits der Notstand ausgerufen. Viele Baseball- und Footballspiele wurden vom Sonntag auf Samstag vorgezogen. Am frühen Sonntagmorgen soll Hurricane Irene die Ostküste erreichen.

Federer will den Titel

Wie eigentlich immer steigt Roger Federer mit grosser Zuversicht in ein grosses Turnier. Er will unbedingt beweisen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Aber für Spitzensportler und Gladiatoren ist es nun mal kein Vorteil, 30 zu sein. Das US Open, das Federer von 2004 bis 2008 fünf Mal hintereinander gewonnen hat, ist das erste Majorturnier für den Basler nach seinem 30. Geburtstag. Die einzigen Spieler der Neuzeit, die mit 30 noch Grand-Slam-Turniere gewinnen konnten, sind Andre Agassi (Australian Open 2003 mit 32), Pete Sampras (US Open 2002 mit 31) und Andres Gomez (French Open 1990 mit 30).

Von solchen Statistiken lässt sich Federer nicht beeindrucken. «Ich fühle mich gesünder und fitter als vor ein paar Jahren, wo mir das (Pfeiffersche) Drüsenfieber und der Rücken zu schaffen machten. In den letzten Monaten hatte ich keine seriösen Probleme mehr. Auch die Vorbereitung auf das US Open verlief nicht katastrophal. In Cincinnati spielte ich bis zu den Viertelfinals ausgezeichnet. Ich hoffe ab jetzt bis November auf ein starkes, erfolgreiches Saisonende.»

Gedanken an die Weltnummer 1

Sogar die Nummer 1 hat Federer noch nicht für alle Zeiten abgeschrieben: «Natürlich führt in den nächsten Wochen kein Weg an Novak Djokovic vorbei. Aber ob ich mir die Nummer 1 noch zutraue? Auf jeden Fall! Ein Erfolgserlebnis kann jederzeit eine neue Serie einleiten, auch wenn ich wohl nie mehr 95 Prozent meiner Partien gewinnen werde wie in meinen erfolgreichsten Jahren.»

Der Weg zum grossen Erfolgserlebnis würde für Federer in der zweiten Turnierwoche über starke Widersacher führen. In den Viertelfinals könnte es Federer mit Mardy Fish oder Jo-Wilfried Tsonga zu tun bekommen. Gegen Tsonga verlor Federer zuletzt in Wimbledon und Montreal. Im Halbfinal könnte es wie bereits in den letzten drei Jahren in Flushing Meadows zum Duell mit Novak Djokovic kommen.

Djokovics Schulterprobleme angeblich überwunden

Die Schulterprobleme, die Djokovic im Final von Cincinnati gegen Andy Murray zur Aufgabe nötigten, seien überstanden, verlautet aus dem Lager des Weltranglistenersten, der in dieser Saison 57 von 59 Einzeln gewonnen hat. Auch Rafael Nadal, der bei der Auslosung mithalf, geht es wieder besser. Blasen an der Schlaghand, herrührend von einer leichten Verbrennung (an einer Herdplatte in Cincinnati), beeinträchtigten zuletzt seine Trainings, aber «meinen Fingern geht es mittlerweile schon wieder viel besser».

Gerade weil die Nummern 1 bis 3 in den letzten Wochen Probleme bekundeten, darf sich auch Andy Murray wieder Hoffnungen auf den ersten Majortitel machen. Murray, der im Januar auch seinen dritten Grand-Slam-Final in drei Sätzen verloren hatte, scheint im richtigen Moment in Form zu kommen. Nach der Finalniederlage am Australian Open im Januar gewann er auf Hartplatz kein Spiel mehr... - bis vor einer Woche in Cincinnati. In Ohio marschierte er aber ohne Satzverlust zum Turniersieg.

(si)