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US Open kurios
05. September 2011 09:16; Akt: 05.09.2011 11:12 Print
Krampf haut Nadal vom Stuhl
von Fabian Vogt - Gegen David Nalbandian gewann Rafael Nadal sein Drittrundenspiel locker. In der anschliessenden Pressekonferenz krümmte er sich allerdings vor Krämpfen - nicht zum ersten Mal.
Nach Hurrikan «Irene» hat nun eine Hitzewelle New York fest im Griff: 28° C und eine Luftfeuchtigkeit von über 80 % machten gestern den Einwohnern und Besuchern von Big Apple zu schaffen. Besonders zu leiden hatten diejenigen, die sich in körperlichen Aktivitäten rund um Flushing Meadows betätigen. Einen von ihnen traf der Temperaturumsturz besonders hart: Rafael Nadal.
Bildstrecken Funny US Open 2011So treten die Stars am US Open auf Infografik Tennis-Rackets im Wandel der ZeitMitten in einer Pressekonferenz nach seinem Drittrundensieg gegen David Nalbandian (7:6, 6:1 7:5) verzog der Spanier plötzlich das Gesicht, bat die Journalisten um einen Moment Ruhe und stöhnte vor Schmerzen auf. Der Grund: ein Krampf. Und zwar ein besonders schlimmer. Sein linkes Bein begann zuerst zu zittern, bevor es von Wadenkrämpfen vorne und hinten erfasst wurde. Die Weltnummer 2 fühlte solche Qualen, dass er sich nicht mehr auf seinem Stuhl halten konnte und für mehrere Sekunden auf dem Boden lag.
Mit Kampf und Krampf
Die anwesenden Journalisten waren schockiert. Denn mittlerweile waren fast nur noch spanisch sprechende Reporter anwesend, die internationalen Fragen wurden bereits zuvor beantwortet. Und die Schreiber von Marca, AS und Co sorgten sich natürlich um das Wohlergehen des besten Tennisspielers ihres Landes, auch seine Mutter und Schwester rannten in den Raum, um nach Rafa zu sehen. Doch dieser konnte rasch alle beruhigen: «So ein Krampf ist mir schon oft passiert, aber halt noch nie vor Reportern. Allerdings war das schon ein besonders schlimmer», sagte er gegenüber der Fernsehstation CBS und lachte bereits wieder.
Dazu hat Nadal momentan auch allen Grund. Denn ohne grosse Vorschusslorbeeren war er nach New York gereist, die Favoritenrolle gehörte ganz klar Novak Djokovic und der 10-fache Grand-Slam-Sieger war nur die Nummer acht auf der amerikanischen Hartplatztour. Und der Start war dann auch alles andere als verheissungsvoll: Gegen den Kasachen Andrey Golubev, die Nummer 98 der Welt, hatte Nadal grosse Probleme. Zwar gewann er in drei Sätzen, doch im zweiten Satz musste er sieben Satzbälle abwehren und im dritten war er sogar zwei Breaks zurück und hätte, ohne die schwachen Nerven Golubevs, wesentlich länger als die 169 Minuten auf dem Platz stehen müssen, die er am Ende benötigte, um den 24-Jährigen mit 6:3 7:6 (7:1) 7:5 nach Hause zu schicken. Aber Nadal wäre nicht Nadal, wenn er sich nicht steigern könnte: In der zweiten Runde stand er nur 83 Minuten auf dem Platz, bevor sein Gegner Nicolas Mahut (Fra) beim Stand von 2:6 2:6 aus seiner Sicht aufgeben musste.
Wer Rafa abschreibt, ist selber schuld
Der erste echte Formtest wartete nun gestern – und der Spanier bestand ihn mit Bravour: Denn hat David Nalbandian einen guten Tag, kann er weit höher eingestuft werden, als es seine momentane Ranglistenposition 79 aussagt. Und «der Stier aus Cordoba» hatte sogar einen sehr guten Tag eingezogen. Der Argentinier peitschte seine Backhand cross über das Feld und jagte die Vorhand longline hinterher wie zu seinen besten Tagen, als er der Angstgegner Federers und die Nummer 3 der Welt war. Doch Nadal hielt dagegen und hatte immer noch etwas zuzusetzen, als es eng wurde, so auch im Entscheidungssatz, als Rafa zuerst eine 5:2 Führung aus der Hand gab, um aber anschliessend acht der letzten zehn Punkte zu buchen. Entsprechend auch die Reaktion des 25-Jährigen: «Das war mein bisher härtestes Spiel und ich spielte mein bestes Match», erklärte er den Zuschauern nach dem Sieg. Aber Steigerungspotenzial ist noch vorhanden.
Mit jeder Minute, die der Spanier auf dem Platz steht, scheint seine Vorhand druckvoller und sein Aufschlag sicherer und wenn man sich das Tableau ansieht, hat er noch viel Zeit, um sein Spiel wieder zu finden. Denn nun wartet mit Gilles Muller aus Luxemburg kein wirkliches Schwergewicht und auch im Viertelfinale gegen David Ferrer (Direktvergleich 13:4) oder Andy Roddick (6:3) ist Rafa zu favorisieren. Und dann ist er bereits wieder in der Phase des Turniers, wo er nur sehr schwer zu schlagen ist. Falls ihn kein Krampf stoppt.
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Alle 21 Kommentare

































Welches Körperteil hatte da einen Krampf...
Wer war noch unterm Tisch :-)
gute Besserung
Nadal ist ein toller Kerl und supper Tennisspieler er hat es nicht nötig zu schauspielern. Wünsche ihm alles Gute und das er so schnell wie möglich wieder Schmerzfrei spielen kann.
echt odernicht?
wenn es echt ist: gute besserung! dennoch fällt mir auf, dass nadal öfters irgendwelche wehwechen in der öffentlichkeit hat. ich frage mich ob er uns das vorspielt um die gegner zu verwirren u.s.w. fakt ist nähmlich, dass er wenns drauf ankommt immer ne top leistung abgibt!
Nicht Fair
Er ist ganz klar ein sehr toller Tennisspieler! Sein Spiel ist relativ "hart" und für den Körper eine grosse Belastung... Daher kämpft er auch öfters mit kleinen Blessuren, die andere nicht so oft bekommen... Gute Besserung an dieser Stelle!