«I hate you»

12. September 2011 08:19; Akt: 13.09.2011 11:04 Print

Lächerliche Busse für WilliamsLächerliche Busse für Williams

Serena Williams wird für ihren Schiri-Ausraster beim Final der US Open mit 2000 Dollar gebüsst. Das ist nur ein Bruchteil von dem, was die Amerikanerin in Flushing Meadows verdient hat.

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Serena Williams legt sich am US-Open-Finale mit der Schiedsrichterin an. (12.9.2011/Quelle: Youtube) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Nein, das war fürwahr kein Einstand nach Mass: Serena Williams verlor im Finale des US Open den ersten Satz deutlich mit 2:6. Sie war schlicht chancenlos. Auch der nächste Satz beginnt nicht besser, schon im ersten Aufschlagspiel hat ihre Gegnerin, Samanta Stosur, Breakball. Doch dann endlich: Eine krachende Vorhand von Serena der Linie entlang, wie man sie kennt. «C`mon», schreit sie dem Ball hinterher, aus vollem Herzen. Ihre Erleichterung ist auch am TV-Bildschirm fühlbar. Einstand. Aber dann greift die Schiedsrichterin ein – und hier wird es spannend.

Das hatten wir doch schon einmal

Denn die Unparteiische Eva Asderaki entscheidet, dass Williams zu früh geschrien hat. Damit hätte sie ihre Gegnerin entscheidend gestört, entscheidet die Frau auf dem Stuhl. Serena wirkt ungläubig: «Ja, und nun muss ich den Punkt wiederholen?» «Nein», entscheidet Asderaki, «der Punkt geht direkt an Stosur.» Daraufhin verändert sich der Gesichtsausdruck Serenas von Erstaunen in Ärger: «Sind Sie nicht diejenige, die mich schon beim letzten Mal hier verarscht hat?» Und spricht damit ihr Halbfinale gegen Kim Clijsters vor zwei Jahren an, als sie einer Linienrichterin zurief: «Ich stopfe dir das Maul» und daraufhin eine Verwarnung erhielt.

Alles Trotzen bringt nichts

Wie damals ist der Punktabzug auch dieses Mal gerechtfertigt. Williams hat sogar Glück, dass sie nur eine Verwarnung erhält, als sie beim nächsten Seitenwechsel weiter auf die Schiedsrichterin einschimpft, sogar ein «I hate you» ist zu hören. Genützt hat es der Tennis-Diva nichts, zwar steht das Publikum geschlossen hinter ihr und die Amerikanerin bäumt sich noch einmal kurz auf, doch Stosur ist zu stark. Viel zu stark. Sie gewinnt auch den zweiten Satz und damit ihren ersten Grand-Slam-Titel. Und damit hatte dieser eine Punkt überhaupt keinen Einfluss auf den Ausgang des Finals. Glücklicherweise.

Lächerliche Busse

Williams muss wegen den Beschimpfungen der Stuhlschiedsrichterin 2000 Dollar (rund 1470 Euro) Strafe zahlen. Dies gab Oberschiedsrichter Brian Earley am Montag bekannt. Stuhlschiedsrichterin Eva Asderaki warf Williams vor, mit Beleidigungen während des Endspiels gegen Samantha Stosur gegen die Regeln des Tennisturniers verstossen zu haben.

Der bald 30-jährigen Amerikanerin tut diese Geldstrafe nicht weh. Gemäss dem britischen «Daily Mail» hat Williams allein beim diesjährigen US Open mit dem Finaleinzug 1,4 Millionen Dollar verdient.

(vof)

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  • Wilson 7.5 am 14.09.2011 00:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ok...

    Meines Erachtens war der Entscheid richtig. Wer schon Tennis auf Turniernieveau gespielt hat, weiss, wie irritierend Zwischenrufe während des Ballwechsels sind. Demnach ist diese Regel sinnvoll, die Strafe für eine der Topverdienenden Tennisspielerinnen aber viel zu niedrig, wenn man die Beleidigungen noch dazu nimmt.

  • Paul Wyss am 13.09.2011 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Godzilla

    Sie ist der Charles Barcley des Tennis.

  • M.R. am 13.09.2011 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    I hate you?

    Willimas hat nicht "I hate you" gesagt. Sie bezeichnete die Schiedsrichterin als "hater". Das ist etwas ganz anderes als "I hate you".