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Wie schwierig ...
19. August 2010 12:33; Akt: 19.08.2010 12:56 Print
... ist eigentlich ein 100-Meter-Sprint?
Der 100-Meter-Sprint fehlt heute bei Weltklasse Zürich. Wir haben Sprinter Marc Schneeberger trotzdem über die Prestigedisziplin getestet. Ob er einen Velofahrer schlägt?
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Wie schwierig ist eigentlich...?
Erstmals seit Jahren erleben die Fans im Letzigrund keinen 100-m-Lauf. Die Sprintraketen sind trotzdem im Einsatz. Einerseits über die 200 Meter, andererseits in der attraktiven 4x100-Meter-Disziplin.
100m-Sprint der 20-Minuten-Online-Redaktoren gegen den schnellsten Schweizer der Saison.
Video
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Wie schwierig ist eigentlich?
Dieser Titel steht für eine lose Serie, in welcher 20 Minuten Online SportredaktorInnen verschiedene Sportarten testen. Die Disziplinen sollen dabei nicht in allen Einzelheiten und technischen Finessen ausgearbeitet, sondern vor allem von der Seite Spassfaktor angegangen werden.
Weltklasse Zürich
Im Rahmen von Weltklasse Zürich heute Abend testen wir drei Leichtathletik-Disziplinen. Nach Stabhochsprung und Kugelstossen bildet der 100m-Sprint den Abschluss.
Marc Schneeberger (violettes Dress) und seine Sprinterkollegen Pascal Mancini, Aron Beyene sowie Reto Amaru Schenkel streben bei Weltklasse Zürich nach dem vierten EM-Rang und dem Schweizer-Rekord in Barcelona eine weitere Verbesserung der nationalen Bestleistung an. Routinier Schneeberger trägt als mehrfacher Schweizer Meister über 200 Meter sowie im aktuellen Jahr schnellster Schweizer über 100, 200 und 400 Meter ein wichtiges Puzzlestück zur Staffel bei.
Dass ein Sprint mehr ist, als etwas mehr als zehn Sekunden schnell rennen, wurde schnell klar. Alleine das Aufwärmen dauert unter Wettkampf-Bedingungen locker 90 Minuten. Trotzdem waren wir über 100 Meter gegen einen Schneeberger mit Halbgas erwartungsgemäss chancenlos. Daher gabs ein Handicap für den Sprinter: Reto Fehr erhielt 20 Meter Vorsprung, Monika Brand 30 und Adrian Müller durfte mit dem Velo die 100 Meter zurücklegen. Ob uns das gereicht hat erfahren Sie im Video oben.
Reto Fehr (orange-graues Dress): Unerwartet schnell
100 Meter schnell rennen – das kann ich auch. Am TV oder beim kleinen Spurt-Duell mit Kollegen, trifft dies zu. Düst aber der schnellste Schweizer neben einem ab, ist dieser schon uneinholbar über alle Berge, bevor man richtig merkt, dass das Rennen begonnen hat. Und wenn er dann spätestens im zweiten Teil der Strecke lässig zurückblickt, während man selber mit rotem Kopf Richtung Ziel hechelt, wird klar: Das ist eine ganz andere Liga. Da nützen Accessoires wie Goldschuhe, Sprintdress und Sonnenbrille nichts.
Erst mit 20 Meter-Handicap kann ich Marc hauchdünn besiegen. Auch wenn er nicht an seine Leistungsgrenze ging, es hört sich gut an. Und Redaktionsschnellster ist immerhin ein Titel. Trotzdem: Schneller werde ich wohl nicht mehr, das Sprintdress wird nicht mein neues Lieblingskleidungsstück und für grossartige Posen am Ziel reicht schlicht die Luft nicht. Aber Herumprahlen am Start, das ist schnell gelernt.
Adrian Müller (blaues Dress): Nichts für mich
Das letzte Mal auf einer 100-Meter-Bahn stand ich in der neunten Klasse. Mit gutem Grund: Ich konnte mich nie für Leichtathletik begeistern. Wegen meinen miesen Leistungen, wegen meines nicht vorhandenen Talents. Und plötzlich steht der 100-Meter-Champion neben mir in den Startblöcken. Er hat schon nach einer halben Sekunde gefühlte zehn Meter Vorsprung. Da zeigt es sich: Ein 100-Meter-Spurt ist viel mehr als einfach schnell «seckle.» Ob Pferdefleisch als Muskelverstärker oder ein Ganzkörperkondom als Renndress, jedes Detail entscheidet. Definitiv nichts für mich.
Da sitze ich schon viel lieber mit einer YB-Wurst und einem Bier in der Hand nebenan im Wankdorf und zähle die YB-Viertelstunde an. Benno Oertig und Vizemeister-Hattrick hin oder her – da kriegt man wenigstens keinen zwei Tage andauernden Muskelkater.
Monika Brand: Wenigstens nicht Letzte
Ziemlich genau neun Jahre ist es her, seit ich zum letzten Mal die Nagelschuhe an meinen Füssen hatte. Und auch damals, als die Tartanbahn noch mein Zuhause war, war ich alles andere als eine Sprinterin. Die Distanz über zweimal die volle Runde sowie technische Disziplinen hatten es mir angetan. Nichtsdestotrotz: Ein «Duell» mit dem aktuell besten Schweizer Sprinter Marc Schneeberger konnte ich mir nicht nehmen lassen.
Es kam, wie es kommen musste: Wir waren chancenlos. Nicht nur ich, auch meine beiden Redaktionskollegen. Während es für Marc ein besseres Einlaufen war, gerieten meine beiden Kollegen und ich ganz schön ins Schnaufen. Aber ein kleiner Triumph blieb mir dann doch: Obwohl als einzige Frau gestartet und trotz Talentfreiheit im Sprint – ich wurde in unserem 100-Meter-Duell nicht Letzte. Und nein Adrian, die Ausrede mit deinen muskulären Problemen gilt nicht!




























