Wie schwierig ist Blobbing?

08. September 2011 08:03; Akt: 09.09.2011 08:47 Print

Hier fliegt ein RedaktorHier fliegt ein Redaktor

Wer hat es erfunden? Ein Schweizer Team besitzt einen Spezialblob für besonders hohe Sprünge. Damit holte es den Weltrekord – und fügte den Redaktoren von 20 Minuten Online Schmerzen bei.

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20 Minuten Online beim Blobben (Video: 20 Minuten Online / M. Bangerter). Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Ein Blob ist ein riesiger Gummi-Schlauch, der halb mit Luft gefüllt im Wasser liegt und dazu dient, Personen ins Wasser zu katapultieren. Der niedliche Name Blob wird der Sache allerdings nicht gerecht. «Nackenkracher», «Tretmine» oder «Schmerzverstärker» wären ehrlicher. Und wir Schweizer bzw. die Weltrekordhalter rund um das Painballfarm.ch-Blobteam haben eine Spezialversion davon. Für noch mehr Höhe – und noch mehr Schmerzen.

17 Meter katapultierten sie damit Reto Zimmerli am 24. Juni 2011 in Cham in die Luft – Weltrekord. Der Trick dabei: Die keilförmige Form erlaubt es, dass drei menschliche Katapulte gleichzeitig auf den Blob springen und so für Extraschub sorgen. Bei handelsüblichen sind es nur zwei. 20 Minuten Online hat zwei Redaktoren nach Cham geschickt, um sie am eigenen Leib erfahren zu lassen, wie es ist, über 10 Meter in die Luft geschleudert zu werden.

Antonio Fumagalli:

Ich bin mir noch immer nicht sicher, ob unsere Blob-Aktion der Auswuchs von spätjugendlichem - und zum Glück nicht bestraftem - Übermut oder schlicht ein Arbeitstag der ungewöhnlicheren Art war. Auf jeden Fall habe ich mich selten so machtlos gefühlt wie in diesen zwei bis drei Sekunden, während deren ich auf eine Höhe von rund zwölf Metern geschleudert wurde.

Natürlich ist der äusserst heftige Abschuss, den man im Gegensatz zu einem Bungeejumping-Sprung nicht selbst auslöst, furchteinflössend. Natürlich fühlt sich der Aufprall auf dem Wasser beinahe an, als wäre man auf Beton gelandet. Am schlimmsten ist aber die Einsicht, dass man als Blob-Neuling keinerlei Kontrolle über die Flugbahn hat. Für den Zuschauer mag das ameisenartige Luftrudern belustigend sein, für den Flugschüler selbst ist es nichts als der Ausdruck purer Hilflosigkeit.

Die Rückenschmerzen sind mittlerweile abgeklungen und in einer gewissen Weise bin ich stolz, das Ding durchgezogen zu haben. Auf jeden Fall habe ich garantiert etwas, das ich eines Tages meinen Enkeln erzählen kann.

Patrick Toggweiler

Blobben lässt sich in fünf Phasen unterteilen. Abschuss, Aufstieg, toter Punkt, Abstieg und Aufprall. Die weitaus Interessanteste war die, als es weder nach oben noch nach unten ging – der tote Punkt.

Es ist ein Moment völliger Hilflosigkeit. Nicht, dass man beim Start oder der Landung aktiv eingreifen könnte – aber da wird auf die Sinne eingeprügelt, dass man mit der Verarbeitung kaum mehr nachkommt: Kräfte wirken, Körperteile werden gequetscht, Atemwege abgewürgt.

Im toten Punkt hingegen geschieht nichts. Es wirken scheinbar keine Kräfte, eine Reaktion auf wildes Geruder bleibt aus – man hängt im wahrsten Sinn des Wortes in der Luft. Noch nie in meinem Leben gab es weniger zu tun als dort oben für diesen Sekundenbruchteil. Ein herrliches Gefühl und der totale Kontrast zum Rest von Blobbing, das mehr «Conan der Barbar» als «Amelie de Montmartre» ist. Aber das ist auch gut so: vier Fünftel Stahlbad und ein Fünftel Soul – für mich der perfekte Mix.

Wer sich übrigens, wie im Video erwähnt, für den nächsten Weltrekordversuch melden will kann das unter info@paintballfarm.ch tun.

(tog/fum)

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  • Christin von Cranach "Blobdaddy" am 09.09.2011 06:38 Report Diesen Beitrag melden

    Blobbattle

    Das Galileo-Team ist mindestens auf 17m gekommen, zusehen an der Schanze im Hintergrund, welche diese Höhe hat. Ausserdem ham die Jungs den Rekord auf nem 0815 Blob gemacht, nicht auf ner Eigenbau Version. Dazu kommt das der Blob beim Rekordversuch der Galileo Jungs nicht optimal Positioniert war, lag zu weit unterm Turm und man musste schräg vom Turm abspringen. Die Grenze ist zwar bald ausgereizt mit dem Industrieblob, aber 25-30 m sollten drinliegen. Bei dem Paintball Blob liegt noch viel mehr drin.

  • Höllengild Adi am 09.09.2011 00:39 Report Diesen Beitrag melden

    Höööööher!!!

    Wer spinnt hat mer vom Leben! Du erinnerst dich doch gerne an die atemlosen Momente im Leben. Also blobbt weiter, was das Zeug hält!! go 4 Katapult!

  • Hugo am 08.09.2011 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Auf höhren

    Tja der Weltrekord lieg jetzt aber bei 19,9 m vom Galileo Team. Ist nur eine frage der Zeit bis sie es im Guiness World Record eingetragen haben. Aber höhrt alle besser auf mit dem quatsch, immer höher zu springen. Das geht noch so weit bis sich jemand den Hals bricht.

    • Blobber am 08.09.2011 13:44 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht aufhören

      ich habe gehört, der Galileo-Versuch zählt nicht offiziell, es seien nicht alle Regeln von Guinness World Records bei der Messung eingehalten worden. Ausserdem hat das Paintballfarm-Team noch grosse Reserven nach oben, 20 Meter sollten kein Problem sein

    • Blake am 08.09.2011 14:11 Report Diesen Beitrag melden

      Blubb.

      Haha, nope, die 19.9m vom Galileo Team sind nicht gültig. Jedenfalls nicht fürs Guinessbuch der Rekorde ;) (Beglaubigung). So oder so hat das "Galileo Team" nicht die Möglichkeiten des Schweizer Teams, da die deutschen nicht zu dritt drauf springen können ;)

    • Nix da am 08.09.2011 14:37 Report Diesen Beitrag melden

      Fake

      Um einen Guinness-Weltrekord zu erhalten, brauchts sehr genaue Messmethoden und einen Notar. Beides hatte Galileo nicht.

    • Peter am 08.09.2011 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      Area47

      Also dort wo das Galileo Team war kann man ohne weiteres zu dritt drauf springen. Habe ich selber dort gemacht aber der Blobb ist einfach kleiner als der in der Schweiz

    • koket am 08.09.2011 17:33 Report Diesen Beitrag melden

      Sportlice Leistung

      Auch wenn der Record con Galileo nicht für das Guinness-Buch nicht zählt, Chapo... Trotzdem ist dies eine Leistung der nicht für den Ottonarmalverbraucher zur Nachahmung empfelen ist.

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