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Wimbledon
24. Juni 2010 15:29; Akt: 17.06.2011 14:16 Print
Wahnsinnsspiel: Isner gewinnt mit 70:68
von Ronny Nicolussi - Der Amerikaner John Isner hat das längste Tennisspiel aller Zeiten gegen Nicolas Mahut gewonnen. Breits eine halbe Stunde nach dem Sieg musste er wieder auf dem Platz stehen.
Wimbledon, 1. Runde:
Bildstrecken Federers Wimbledon Outfit 2010Wimbledon amused 2010Lang, länger, RekordNicolas Mahut - John Isner: 4:6, 6:3, 7:6, 6:7, 68:70
So ein Spiel sieht man wohl nur einmal in einem Leben. Elf Stunden und fünf Minuten duellierten sich der 25-jährige Amerikaner John Isner und der 28-jährige Franzose Nicolas Mahut. Am Ende hatte Isner das glücklichere Händchen. Das ausgeglichene Spiel war geprägt durch harte Aufschläge und kurze Ballwechsel. 112 Aces schlug Isner - 103 Mahut.
Immer wieder legte die Weltnummer 19 vor, die Weltnummer 148 zog unbeirrt nach. Nachdem das Spiel gestern Abend wegen Dunkelheit unterbrochen werden musste, ging es heute Nachmittag im fünften Satz beim Spielstand von 59:59 weiter. Weil es bei Grand-Slam-Turnieren (ausser beim US-Open) im fünften Satz keinen Tie-Break gibt, sondern der Sieger den letzten Satz mit zwei Games Vorsprung gewinnen muss, dauerte alleine der letzte Satz 491 Minuten.
Der Spielverlauf war heute über weite Teile eine Kopie des gestrigen. Nie gab es einen Breakball bis ins 138. Game. Plötzlich stand es bei Service Mahud 30:40. Matchball für Isner, der Fünfte nach den vier von gestern Abend. Ein schöner Passierball Isners und das längste Tennisspiel der Geschichte war Geschichte.
Halbe Stunde Pause - nach über elf Stunden Spiel
Am Ende wurden beide Spieler vom All England Club geehrt und von den Zuschauern mit stehenden Ovationen gefeiert. Er sei schon ein bisschen Müde, sagte Isner nach dem Spiel. Aber genau für solche Spiele spiele er Tennis. Hart für den grossgewachsenen Amerikaner, eine halbe Stunde nach seinem Sieg musste er bereits wieder für ein Doppel auf dem Tennisplatz stehen. Das werde schon irgendwie gehen, sagte der Amerikaner mit einem Lächeln.




























