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In Untersuchungshaft
27. Januar 2012 23:08; Akt: 27.01.2012 23:27 Print
Tschagajew sieht sich als Opfer einer Lynchjustiz
Xamax-Boss Bulat Tschagajew wurde zum zweiten Mal vom Genfer Staatsanwalt einvernommen. Die Hauptanklagepunkte weist er weiterhin von sich.

Bulat Tschagajew sitzt noch in U-Haft und wurde zum zweiten Mal vom Genfer Staatsanwalt einvernommen. Der Xamax-Mehrheitaktionär wehrt sich gegen alle Vorwürfe. (Keystone/AP)
Tschagajew sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Sein Anwalt, Jacques Barillon, verlangte gestern Abend die Freilassung des 51-jährigen Tschetschenen. «Herr Tschagajew ist seinen Verpflichtungen gegenüber der Schweizer Justiz bislang immer nachgekommen», argumentierte Barillon.
Bildstrecken Xamax unter TschagajewEr schlug vor, Tschagajew mit einer elektronischen Fussfessel unter Hausarrest zu setzen. Der Staatsanwalt verlangte zusätzlich eine Kaution von 5 Millionen Franken. Bis Redaktionsschluss hatte das zuständige Gericht keinen Entscheid gefällt.
Vorwurf der Misswirtschaft
Ebenfalls seit Donnerstag in Untersuchungshaft befindet sich Vizepräsident Islam Satujew. Ihm wirft die Neuenburger Staatsanwaltschaft Misswirtschaft vor. Genf und Neuenburg seien im stetigen Kontakt, um das Vorgehen zu koordinieren, hiess es von den Staatsanwaltschaften.
Tschagajew fühlt sich derweil allein gelassen. «Leute, denen er vertraute, haben sich im Laufe der Monate aus dem Staub gemacht», so Barillon bei einer kurzen Stellungnahme am Freitag. Der Tschetschene, der Xamax erst im vergangenen Mai übernommen hatte, sieht sich als Opfer einer Lynchjustiz.
Er glaube nicht mehr an die Gerichte. Er habe wirklich etwas aufbauen wollen in der Schweiz. «Seine Kinder gehen schliesslich hier zur Schule», bemerkte Barillon, der davon sprach, dass sein Mandat rund 12 Millionen Franken in Xamax investiert hat.
(si)
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Der Ärmste
Nun muss er halt die Suppe selber auslöffeln