Deutschland Cup

10. November 2012 18:29; Akt: 10.11.2012 18:46 Print

«Eisgenossen» verlieren gegen den Gastgeber

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft verliert gegen Deutschland 0:2. Damit sind die Chancen auf den Turniersieg am Deutschland-Cup Geschichte.

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Den Schweizern gelingt ein versöhnlicher Turnier-Abschluss. Sie bezwingen die bisher sieglosen Kanadier gleich mit 6:1. Zwar gingen die Ahornblätter in der 8. Minute in Führung, doch danach diktierten die Eisgenossen das Spielgeschehen. Die erste Linie der Schweizer mit Andres Ambühl, Roman Wick und Ryan Gardner erzielte fünf der sechs Schweizer Tore. Deutschland gewinnt gegen die Schweiz 2:0. Damit sind die Chancen auf den Turniersieg für die «Eisgenossen» Geschichte. Trotz einer soliden Leistung kann auch Reto Berra die Niederlage nicht abwenden. Die Schweiz gewinnt ihr Auftaktspiel am Deutschland-Cup gegen die Slowakei mit 3:2. Die Partie war hartumkämpft. Am Ende kontrollierten die Eisgenossen die Partie allerdings und brachten den Sieg ins Trockene. Am Freitag gilt es ernst für die Schweizer. Dann steht die erste Partie am Deutschland Cup gegen die Slowakei an. Sean Simpson äussert sich erstmals seit der misslungenen WM im Frühjahr (Platz 11) vor den Medien. Vom neuen Verbandspräsidenten Marc Furrer erhält der Kanadier viel Rückendeckung. Seit dem Abgang von Philippe Gaydoul scheint eine «Klimaerwärmung» spürbar zu sein: v.l.n.r. Nati-Coach Sean Simpson, Verbandspräsident Marc Furrer, Leistungssportchef Pius-David-Kuonen und Nationalmannschafts-Manager Peter Lüthi. Nati-Trainer Sean Simpson will mit seinen Mannen am Deutschland-Cup den Turniersieg. Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft bereitet sich in Winterthur auf den Deutschland Cup vor. Andres Ambühl ist nach seiner Gehirnerschütterung auch wieder dabei.

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24 Stunden nach dem 3:2-Sieg über die Slowakei verspielt das Eishockey-Nationalteam die Chance auf den Turniersieg am Deutschland-Cup. In München unterliegen die Schweizer Deutschland mit 0:2.

Die matchentscheidenden Szenen spielten sich in der Anfangsphase ab. Innerhalb von 49 Sekunden wurden zuerst Denis Hollenstein und danach Romain Loeffel auf die Strafbank geschickt. Die Deutschen nützten die doppelte numerische Überlegenheit zum Führungstor durch Christoph Ullmann in der 5. Minute. Ullmann drückte den Puck nach einem Abpraller nach einem Slapshot von Thomas Greilinger über die Linie. Im ähnlichen Stil, wie die Schweizer am Freitag gegen die Slowakei die ganz frühe Führung nicht mehr aus der Hand gegeben hatten, brachten auch die Deutschen den knappen Vorsprung über die Zeit. Das siegsichernde 2:0 fiel 7,7 Sekunden vor Schluss durch Philip Gogulla mit einem Schuss ins leere Tor.

Powerplay entschied die Partie

Das effizientere Powerplay entschied zu Gunsten Deutschlands. Die Turniergastgeber nützten eine von drei Überzahl-Chancen. Das Team von Sean Simpson konnte fünf Mal zum Powerplay antreten, realisierte aber kein Tor und zweimal nicht einmal einen Torschuss.

Viele Torchancen boten sich den Schweizern nicht. Kevin Romy besass zwei gute Szenen im ersten Abschnitt (12.), Denis Hollenstein die beste Möglichkeit im zweiten Abschnitt (33.) und Julian Walker sah im Schlussabschnitt seinen erfolgversprechenden Abschlussversuch von Dennis Endras abgewehrt (43.). Viel gelang den Schweizern an diesem Nachmittag nicht. Bezeichnend für das Schweizer Spiel war eine Szene nach 52 Minuten. Simon Bodenmann wollte Fabian Schnyder lancieren, der solo auf den deutschen Goalie hätte losziehen können. Just im Moment des Passes brach aber Bodenmanns Stock. 20 Sekunden vor der Schlusssirene und unmittelbar vor dem 0:2 besass Ryan Gardner aus kurzer Distanz die allerbeste Schweizer Chance.

Turniersieg verspielt

Zum Abschluss des Deutschland-Cup treffen die Schweizer am frühen Sonntagnachmittag noch auf das Team Canada, das sich grösstenteils aus Kanadiern der Deutschen Eishockey-Liga rekrutiert. Die Schweizer können das Turnier nicht mehr gewinnen.

Deutschland - Schweiz 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)
Olympia-Eishalle, München. - 5500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Gebei/Schütz (Un/De), Hofer/Lajoie (De).
Tore: 5. Ullmann (Greilinger, Moritz Müller/Ausschlüsse Hollenstein, Loeffel) 1:0. 60. (59:53) Gogulla (Michael Wolf, Baxmann) 2:0 (ins leere Tor).
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Deutschland, 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Deutschland: Endras; Baxmann, Hördler; Nikolai Goc, Moritz Müller; Ondruschka, Benedikt Kohl; Petermann, Akdag; Flaake, Festerling, David Wolf; Michael Wolf, Ullmann, Gogulla; Kink, Mauer, Pietta; Hospelt, Marcel Müller, Greilinger.
Schweiz: Berra; Blum, von Gunten; Grossmann, Loeffel; Chiesa, Geering; Kparghai, Tim Ramholt; Simon Bodenmann, Romy, Hollenstein; Wick, Ambühl, Bürgler; Pestoni, Walker, Suri; Rubin, Gardner, Fabian Schnyder.
Bemerkungen: Schweiz ohne Martin Gerber (Ersatzgoalie), Stancescu und Patrik Bärtschi (beide überzählig). - Timeout Schweiz (59:15). - Powerplay: Deutschland 1/3; Schweiz 0/5.

(si)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schweizerin am 12.11.2012 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry Jungs..

    ..aber die Deutschen haben viel die hübscheren Boys! Ich habe mich gefreut dass Sie gewonnen haben!

    • Wayne am 12.11.2012 17:20 Report Diesen Beitrag melden

      Dr Dent

      Du solltest 'die Boys' mal ohne Mundschutz sehen...Hockeyspieler haben ja nicht unbedingt immer ne vollständige Kauleiste ;-)

    einklappen einklappen
  • Jara Bells am 11.11.2012 11:16 Report Diesen Beitrag melden

    Bur vier Bemerkungen

    1. Deutschland ist schon wieder kein Eishockey Entwicklundsland mehr. 2. Die Deutschen waren einfach besser. 3. Simpson's Vision aus der Schweizer die offensiven Eishockeyaner zu machen hat bekanntlich schon beim ZSC versagt. Weil es uns nicht passt, weil wir keine Kanadier sind. 4. Basta

    • sean am 11.11.2012 18:01 Report Diesen Beitrag melden

      Simpson's Vision - Mut zum Risiko

      3. Champions Hockey League Sieger und Victoria Cup Sieger... so viel zu Simpsons Vision hat versagt... Dazu ist er schon in der Schweiz und in Deutschland Meister geworden - mit offensiv Hockey. Um einen Schritt vorwärts zu machen, muss man halt auch mal was riskieren und bei der dichte der 6.-12. besten Teams, kann es kann auch mal nach hinten los gehen und das 1/4final verpassen. Aber wenn man immer nur hinten rein steht und auf eine wahnsinns Leistung seines Torhüters hoffen muss, wird man nie weiterkommen und an den Top 6 kratzen können. Das ganze braucht Zeit und zwar nicht nur 1-2 Jahre!

    einklappen einklappen
  • Michael Schelbert am 11.11.2012 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll das?

    Die Schweiz hat gegen ein Eishockey Entwicklungsland verloren. Die Deutschen waren in den 70er und 80er Jahren gut, aber jetzt sollten sie für die Schweizer keinen Gradmesser sein. Schämt euch ihr Eisgenossen

  • Pp am 11.11.2012 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Jämmerliche Art, wenn man wie hier im Artikel eine Niederlage schon auf einen gebrochenen Stock mit abschieben muss. Ein wenig Selbstkritik würde sicher nicht schaden!

  • toine us züri am 11.11.2012 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Grottenschlecht

    Unter Krüger hatten wir die Deutschen meistens im Griff! Es war zwar auch nicht schön, aber wenigstens effizient.

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