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Pargätzi erlaubt
17. Dezember 2012 23:33; Akt: 17.12.2012 23:34 Print
NHL-Notrecht für den Spengler Cup
von Klaus Zaugg - Beim Spengler Cup werden rund 25 NHL-Stars im Einsatz sein. Aber was, wenn es in der NHL doch noch zu einer Einigung kommt?
Spengler Cup General Fredi Pargätzi hat einen Plan B. Er sagt gegenüber 20 Minuten Online: «Es ist nicht ausgeschlossen, dass es während des Turniers zu einer Einigung kommt und die NHL-Spieler sofort abreisen müssen.» Es könnte beispielsweise sein, dass das Team Canada für das Finale qualifiziert ist, aber am 30. Dezember seine NHL-Stars verliert.
Bildstrecken Brunner spielt am Spengler CupDer Spengler Cup würde vom Lockout profitierenIn diesem Falle wird beim Spengler Cup das «Notrecht» angewandt. Also Recht, das aus besonderen Gründen alle Reglemente ausser Kraft setzt. Das Reglement sagt, dass jedes Team 25 Spieler für den Spengler Cup melden kann. Fredi Pargätzi sagt: «Diese Regelung würden wir ausser Kraft setzen und den Teams erlauben, jeden verlorenen NHL-Spieler zu ersetzen.» Team Canada hat bereits Spieler auf «Standby-Modus», die sofort nachnominiert werden könnten.
Gewerkschaft droht mit Selbstauflösung
Bis auf Ufa werden alle Teams (Davos, Team Canada, Fribourg, Vitkovice, Mannheim) mit NHL-Stars antreten. Die Russen würden nur dann welche nach Davos mitbringen, wenn die NHL-Saison definitiv abgesagt wird. Die «Gefahr» einer Einigung im NHL-Arbeitskampf besteht für den Spengler Cup nach wie vor: Der Verhandlungs-Showdown treibt einer Entscheidung zu.
Während die NHL die Bestätigung für die Legalität des Lockouts vor Gericht beantragt, beginnt bei der Spielergewerkschaft die Abstimmung über eine Selbstauflösung. Das bedeutet: Die Spieler werden dann nicht mehr von einer Gewerkschaft vertreten und damit wäre der «Lockout» illegal. Jeder einzelne Spieler kann dann die NHL auf den erlittenen Schaden aufgrund des Antitrust-Gesetzes verklagen. Kommt einer mit einer Klage durch, so kann er für den diese Saison erlittenen Schaden bis zu drei Jahreslöhne zugesprochen erhalten.
Bis am Donnerstag läuft die Abstimmung
Die Liga hat entschieden, dass die Saison nicht beginnt, bis ein neuer Gesamtarbeitsvertrag steht (juristisch ein Aussperren der Spieler von der Arbeit – daher die Bezeichnung «Lockout»). Deshalb will sie sicher gehen, dass dieses Vorgehen legal ist. Denn die Spielergewerkschaft hat die «vertragstechnische Nuklearwaffe» aus dem Arsenal geholt, um die Liga zum Einlenken zu zwingen: Die Drohung einer Selbstauflösung. Bis am Donnerstag läuft die elektronische Abstimmung unter den etwas mehr als 700 NHL-Spielern. Die Gewerkschaftsführung braucht eine Zweidrittels-Mehrheit zur Selbstauflösung.
Mit dieser Drohung hat die Spielergewerkschaft in der NBA (Basketball) vor einem Jahr nach 161 Tagen Ende den Lockout erzwungen. Die Qualifikation musste zwar von 82 auf 66 Spiele verkürzt werden – aber die Saison war gerettet. Eine Selbstauflösung der NHL-Spielergewerkschaft und Klagen der Spieler würden definitiv die Absage der NHL-Saison und ein Chaos provozieren, das selbst die nächste Saison in Frage stellen könnte.
Drohung eines «atomaren Schlages»
Die Idee einer Selbstauflösung ist also so etwas wie die Drohung eines «atomaren Schlages», um die Liga zu einer raschen Lösung zu zwingen – was wiederum die Liga mehr oder weniger als illegales Vorgehen wertet. Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering, dass sich die Liga so erpressen lässt.
Aber unter diesen bizarren Voraussetzungen dürfte ein Entscheid eher früher als später provoziert werden: Entweder doch noch eine rasche Einigung. Oder dann die Absage der ganzen Saison. Diese Entscheidungen können jeden Tag fallen.
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Alle 6 Kommentare

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Liga verkleinern
Die Spieler setzten tagtäglich ihre Gesundheit aufs Spiel. Also sollen sie auch dementsprechend entlöhnt werden. Anderseits gibts zuviele Teams, welche rote Zahlen schreiben. Meiner Meinung nach muss die Liga verkleinert werden, damit es früher oder später nicht zum grossen Knall kommt. Zudem hätte es dann auch nur noch wirklich gute Spieler in der NHL.
Einfach lächerlich
Dieses ganze Theater in der NHL wird von Woche zu Woche lächerlicher. Ich kann es einfach nicht verstehen. Die Spieler verdienen mehr als genug und es reicht ihnen immer noch nicht und alle haben noch Verständnis dafür. Wenn aber ein Manager mehr als 500'000.-- pro Jahr verdient, ist es immer gleich ein Skandal und Abzocke, dass aber Spieler, welche 7 Mio. pro Jahr verdienen und sogar noch streiken, sagt niemand etwas. Es ist ja normal im Sport. In anderen Sportarten verdienen die Spieler noch viel mehr und auch dort ist alles selbstverständlich.
@Rock-n-Roll
Genau richtig erkannt. Und nur mal so zu Info, für die, die immer das Gefühl haben den NHL Spieler geht es zu gut: wie mit den Spielern dort umgegangen wird, wäre in der Schweiz gesetzlich Verboten! Z.B ausser den absoluten Topstars mit einer nicht-Trade-Klausel im Vertrag, muss ein Spieler jeden Tag damit rechnen, von Florida nach Manitoba oder von NY nach Dallas getradet zu werden. Familie und Kinder hin oder her! Für den Zuschauer natürlich interessant, die Spieler findens aber sicher nicht so toll...
Ja klar die armen Spieler
@Experten: Nichtmal jeder Star hat ein NMTC und auch ein 4. Linie Grinder verdient noch seine 1Mio+ (günstig sind vrlm Junge mit ELC). Im Gegensatz dazu schreiben diverse Teams rote Zahlen (hat auch mit Wüste + Eishockey zu tun uvm), nur die Grossen können einen Gewinn erwirtschaften. Und darum geht es im aktuellen Lockout, nicht um die Rechte der Spieler (die haben sie sich bereits, und das zu Recht, erstritten).
naja
niemand zwingt sie, in der nhl zu spielen. Alle Spieler wissen das im Voraus!
@Rock-n-Roll
deinem Komentar gibt es nichts mehr hinzuzufügen, alles einwandfrei richtig.