Zug

08. September 2010 23:00; Akt: 08.09.2010 20:36 Print

«Neue Eishalle macht noch kein Spitzenteam»«Neue Eishalle macht noch kein Spitzenteam»

Der EV Zug stellt neuerdings die schönste und modernste Eishalle des Landes. Doch die schmucke Bossard-Arena verpflichtet auch.

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Manch ein EVZ-Sympathisant im sonst so modernen Kanton Zug hatte die Nase gestrichen voll davon, sich im Hertista­dion in den Wintermonaten den Hintern abzufrieren. Nun hat es sich ausgefroren, ab sofort spielt der EV Zug im modernsten Hockeytempel der Schweiz. Entsprechend gross ist vor dem ersten Meisterschaftsspiel am Freitag mit dem Knüller gegen Meister SCB die Euphorie und Vorfreude. Doch die Bossard-Arena, so phantastisch sie auch ist, könnte für die Mannschaft auch zur Belastung werden: Denn es liegt nun an ihr, die neu gewonnenen Zuschauer mit tollem Eishockey bei Laune zu halten. «Eine neue Eishalle macht noch kein Spitzenteam», ist sich auch Captain Duri Camichel (28) bewusst. Trotzdem hat er vor dem zusätzlichen Druck keinen Bammel: «Höher als vorletzte Saison, als wir in extremis die Playoffs noch schafften, kann dieser gar nicht sein. Das hat uns zusätzlich gestärkt. Wir wissen um die Erwartungshaltung. Doch ich bin überzeugt, dass wir dieser mit harter Arbeit auf dem Eis gerecht werden können.»

Allerdings ist es Camichel fast ein wenig unheimlich, wie hoch der EVZ in der Szene vor der Saison gehandelt wird. So sieht Wettanbieter Bwin den Halbfinalisten der letzten Saison in dieser Qualifikation als Nummer 2 hinter Bern. «Es gibt sicher Teams, die vom Kader her stärker ein­zustufen sind als wir», findet Camichel.

Sicher hat Zug mit Jussi Markkanen einen überragenden Torhüter. Und dazu seinen Sturm um das letzte Saison überragende Duo Josh Holden/Damien Brunner durch die Zuzüge von Glen Metro­polit, Fabian Sutter, Sven Lindemann und Corsin Casutt verstärkt. Aber die Verteidigung gehört nicht zu den Besten der Liga – und könnte zum Stolperstein werden. Nicht nur für den EVZ, sondern auch für die Euphorie in der Bossard-Arena. marcel allemann

(20 Minuten)

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