Spengler Cup

28. Dezember 2012 11:11; Akt: 28.12.2012 19:03 Print

Vitkovice siegt - Fribourg muss in den Viertelfinal

Fribourg-Gottéron verliert das zweite Spiel am Spengler Cup gegen Vitkovice 1:2. Die Tschechen sind damit überraschend Gruppensieger. Die Westschweizer müssen nun über den Viertelfinal.

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Team Canada heisst der Spengler-Cup-Sieger der diesjährigen Ausgabe. Zum ersten Mal seit 2007 konnten die Kanadier die Trophäe wieder an sich reissen. Captain Ryan Smyth, der selber zwei Tore zum 7:2-Sieg im Final gegen den HCD beitrug, stemmt den Pokal in die Höhe. Im Finalspiel ging es gerade einmal 46 Sekunden bis HCD-Keeper Leonardo Genoni ein erstes Mal hinter sich greifen musste. Bis zur neunten Minute erhöhte Team Canada auf 3:0 - damit war das Spiel schon fast gelaufen. Zwar konnte der HCD kurz vor der ersten Drittelspause auf 1:3 verkürzen, weil aber im zweiten Spielabschnitt keine weitere Reaktion folgte, konnten die Kanadier fast ungehindert weiterjubeln. Am Ende stand es 2:7 aus Sicht der Bündner. Der HCD kann vier Mal vorlegen ... ... und die Tschechen immer wieder nachlegen. Ein spannendes Spiel endet mit besseren Ende für die Davoser. Kane schiesst den HCD eine halbe Minute vor Schluss in den Traumfinal. Am Nachmittag erarbeitet sich Kanada einen komfortablen 5:1-Sieg ... ... überrumpelt die Fribourger ... ... und zieht als erste Mannschaft in den Spengler-Cup-Final ein. Der HC Davos dominiert das Ausscheidungsspiel gegen die russische Mannschaft aus Ufa ... ... und zieht in die Halbfinals ein. Die KHL-Stars aus Russland haben gegen den Schweizer Rekordmeister das Nachsehen. Mauldin setzt sich gegen die Mannheimer Verteidiger durch ... ... und erzielt das 1:0 per Shorthander. Fribourg geht in Führung und gibt diese bis zum Schluss nicht mehr Preis. Gottéron konnte den Mannheimer Torhüter Brückmann total fünf Mal bezwingen. Diese skeptischen Blicke der Davoser im Spiel gegen die Mannheimer Adler sind bald verflogen. Nach dem ersten Drittel liegen die Davoser schon ein Tor im Hintertreffen. Und auch anfangs Mitteldrittel will es mit den Toren nicht so richtig klappen. Dann verwandelt der HCD aber einen 0:2-Rückstand in einen 6:2-Sieg. Das hatte sich Fribourg wohl anders vorgestellt. Die Westschweizer verlieren ihr zweites Gruppenspiel gegen Vitkovice und werden Gruppenzweiter. Die Tschechen holen sich mit einer soliden Leistung doch noch den Gruppensieg und können sich somit am Samstag einen Ruhetag gönnen. Der HC Davos muss sich beim ersten Spiel am Spengler Cup 2012 geschlagen geben. Die Bündner verlieren gegen das Team Canada klar 0:5. Die Davoser hatten sich den Start in den Spengler Cup sicherlich etwas euphorischer vorgestellt. Bei den kanadischen Eishockeyfans ist die Welt dagegen in Ordnung. Das Maskottchen hat bei diesem Anblick nichts zu feiern. Auch die Zuschauer auf den Rängen machen einen gelangweilten Eindruck. Noah Schneeberger (l.) und seine Teamkollegen haben sich den ersten Auftritt am Spengler Cup sicherlich anders vorgestellt. Im Nachmittags-Spiel fährt Ufa die ersten Punkte ein. Gegen Vitkovice gewinnt der KHL-Meister von 2011 5:4 nach Verlängerung. Ebenfalls am ersten Turniertag ist das Team Canada im Einsatz. Schon die kleinsten Eishockey-Fans tragen das Ahornblatt mit Stolz. Die Stimmung auf der Spielerbank ist aber nicht so ausgelassen wie bei den Fans. Coach Doug Shedden verpatzt mit seinen kandadischen Stars den Turnierstart. Das Team Canada verliert überraschend gegen die Adler aus Mannheim 1:2. Dieser Triumph muss den Adlern runtergehen wie Öl. Die mitgereisten Fans aus Deutschland sind aus dem Häuschen. Drinnen werden die Zuschauer mit viel Spektakel verwöhnt. Das Startspiel zwischen Fribourg und Ufa hat es in sich. Andrei Bykow lächelt nach seinem Tor zum 3:1 über den KHL-Meister von 2011 spitzbübisch. Die Gottéron-Spieler freuen sich nach dem 5:1-Startsieg über Ufa. Für Ufas Keeper Iiro Tarkki braucht eine kurze Abkühlung. Sein Team ist nun gegen Vitkovice auf Punkte angewiesen. Am Eingang ist noch nicht Schluss: Die Eishockeyfans müssen eine Ganzkörperkontrolle über sich ergehen lassen. Das lange Warten nehmen die Matchbesucher aber gerne in Kauf. Auch in diesem Jahr ist der Spengler Cup ein Publikumsmagnet. Am ersten Turniertag stehen die Eishockeyfans Schlange, um sich das Startspiel zwischen Fribourg und Ufa anzuschauen.

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Vitkovice hat sich auf Kosten von Fribourg-Gottéron beim Spengler-Cup direkt für die Halbfinals qualifiziert. Im Duell mit den nicht überzeugenden Westschweizern siegte der tschechische Vertreter 2:1.

Der NLA-Leader muss nun am Samstagnachmittag in den «Pre-Semifinals» gegen den Dritten der Gruppe Cattini das vorzeitige Out abwenden, derweil Vitkovice überraschend in den Genuss eines zusätzlichen Ruhetags kommt.

Gottéron ohne gewohnte Leidenschaft

Vom berauschenden Schwung der Ouvertüre war bei den Freiburgern am Tag nach der Ruhepause während zwei Dritteln kaum mehr etwas zu spüren. Zum packenden Sturmlauf wie gegen Ufa setzte Gottéron gegen die aufgrund ihrer ungenügenden Klassierung im eigenen Championat (9. Platz) tiefer eingestuften Tschechen zu spät an. Zu lange bemühte sich Gottéron zwar, aber eben ohne die gewohnte Leidenschaft, ohne klare Absicht, die Partie im bereits zum fünften Mal ausverkauften Stadion dominieren zu wollen.

Das bis zur 22. Minute eingehandelte 0:2-Handicap liess sich trotz der späten Tempoverschärfung nicht mehr beseitigen. Mehr als Sprungers Treffer unmittelbar nach dem Bully-Gewinn Bykows liess der Halbfinalist des Vorjahres-Turniers nicht zu - obschon Vitkovice in der finalen Phase regelrecht taumelte.

Kossmann fordert mehr Druck

«Wir haben eine grosse Chance verpasst, uns direkt für den Halbfinal zu qualifizieren», bilanzierte Hans Kossmann enttäuscht. «Gegen die Russen entwickelten wir viel mehr Passion. Aber manchmal ändert das an einem Turnier eben schnell. Das demonstrierten ja auch die Tschechen», erklärte der Freiburger Coach in seiner ruhigen Art und forderte seine Künstler-Abteilung gleich auf, im ersten Knock-out-Spiel mehr Druck zu entwickeln: «Das fehlte gegen Vitkovice. Wir bekundeten mit der Physis der Tschechen Mühe und konnten uns kaum vor dem Tor festsetzen.

Mit allzu gravierenden Folgen rechnet er gleichwohl nicht: «Wir spielten in dieser Saison konstant auf gutem Niveau und reagierten nach einem negativen Ergebnis immer.» Gottéron verlor zwar die Partie, aber keineswegs das in den letzten fünfeinhalb Wochen mit elf Siegen in 13 Partien aufgebaute Selbstvertrauen.

Hunas Quote

Den Fehltritt verschuldeten die Westschweize ohnehin in erster Linie selber. In der Defensive leisteten sich zu viele Fehler. In der 9. Minute genügte Svacina eine einzige Körpertäuschung gegen Birbaum, um zum kursweisenden 1:0 zu gelangen. Den zweiten Lapsus leistete sich Ngoy. Er liess sich unbedarft den Puck abnehmen. Rudolf Huna umkurvte das Tor und trickste auch den NHL-Gast Cory Schneider fast mühelos aus. Der Schaden war danach nicht mehr zu beheben.

Huna fiel im Bündernland nicht zum ersten Mal positiv auf. Der Slowake, der im Verlauf seiner Karriere schon in Schweden, Russland, Deutschland und in seiner Heimat spielte, trug bereits am Vorabend mit drei Skorerpunkten erheblich zum Spektakel gegen Ufa (4:5 n.V) bei. Sein Glück war, dass die kräftigen Verteidiger den Ertrag der Offensive bedeutend entschlossener verwalteten.

Fribourg-Gottéron - Vitkovice 1:2 (0:1, 0:1, 1:0)
Vaillant-Arena. - 6504 Zuschauer. - SR Rochette/Skilliter (Sz/USA), Kohler/Tscherrig.
Tore: 9. Szturc (Hruska, Malik) 0:1. 22. Huna 0:2. 45. Sprunger (Bykow) 1:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg, 6mal 2 Minuten gegen Vitkovice.
Fribourg-Gottéron: Schneider; Ngoy, Birbaum; Kwiatkowski, Abplanalp; Heins, Schilt; Gervais; Hörnqvist, Desharnais, Talbot; Gamache, Dubé, Brügger; Sprunger, Bykow, Hasani; Vauclair, Mauldin, Knoepfli; Cadieux.
Vitkovice: Sindelar; Wellinger, Barinka; Sloboda, Kudelka; Malik, Stehlik; Kovar, Rehak; Klimek, Burger, Huzevka; Huna, Roman, Svacina; Kana, Hruska, Szturc; Sedivy, Kucsera, Walker.
Bemerkungen: Fribourg ohne Gerber, Jeannin (beide verletzt), Plüss, Loeffel, Botter (alle überzählig). 60. (59:29) Timeout von Fribourg, danach bis 59:13 ohne Goalie, ab 59:30 erneut ohne Schneider.

Rangliste: 1. Vitkovice 2/4 (6:6). 2. Fribourg 2/3 (6:3). 3. Salawat Ufa 2/2 (6:9).

(si)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • C. Anada am 29.12.2012 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sieht nach Langweiliger Final aus

    Canada gegen Davos :(

  • LOL FOR YOU am 28.12.2012 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gotteron

    Gotteron war nicht schlechter. Es wollte irgendwie keine Scheibe rein. Also kein Grund um zu behaupten sie waren schlecht.

  • Heiko Poltaleinen am 28.12.2012 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Davos folgt

    Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, wird Davos heute auch kein Stich gegen Adler Mannheim haben und den Viertelfinal gegen Fribourg spielen

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