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Spengler Cup
27. Dezember 2012 18:48; Akt: 27.12.2012 23:26 Print
Das Team Canada düpiert den HC Davos
Der HC Davos legt beim Spengler Cup einen Fehlstart hin: Der Gastgeber und Vorjahressieger muss sich dem Team Canada 0:5 geschlagen geben und hat damit keine Chance mehr auf den Gruppensieg.
Spätestens nach 33 Minuten hatten sich im «Klassiker» alle Fragen erübrigt. Für das peinliche 1:8 vor Jahresfrist revanchierten sich das Ensemble der zahllosen NHL-Botschafter ohne das geringste Problem. In der Gruppe Torriani verspielte Vitkovice gegen Ufa zweimal einen Zweitore-Vorteil und unterlag in der Overtime 4:5. Den Russen bleiben die «Pre-Semifinals» indes nicht erspart.
Bildstrecken Team Canada straucheltFribourg bodigt UfaNHL-Spieler am Spengler Cup 2012Gut ist für den HCD, der seine derzeit höchst mittelmässige Verfassung nicht zu kaschieren vermochte, dass die Veranstalter 2010 das Teilnehmerfeld auf sechs Teams erweiterten. Die Modusveränderung bringt den kostbaren Vorteil mit sich, dass sich jeder zwei Niederlagen leisten kann, ohne frühzeitig auszuscheiden. Im Falle der Gastgeber ist ein solches Szenario nach der zweiten Partie gegen den DEL-Leader Mannheim nicht auszuschliessen.
Pausenloser Ansturm der Kanadier
Wie sehr die Kanadier bestrebt waren, die unliebsame Überraschung vom Vorabend (1:2 n.V) gegen Mannheim zu korrigieren, bekamen die Bündner ohne Schonung und vor allem sofort zu spüren. Die Nordamerikaner bestürmten Reto Berra - Coach Del Curto zog die Bieler Leihgabe seinem Stammkeeper Genoni vor - im Startdrittel pausenlos.
Im Gegensatz zum missratenen Auftakt zahlte sich der massive Aufwand der «Selects» relativ - und zu Ungunsten der Einheimischen gleich doppelt aus: Innerhalb von 45 Sekunden verschafften die NHL-Stars John Tavares und Ryan Smyth dem Favoriten eine 2:0-Führung.
Dieser Wucht und Entschlossenheit hatte der HCD auch in verstärkter Ausgabe nichts Gleichwertiges zu entgegnen. Und die wenigen Chancen vergaben Eriksson sowie Sykora solo. Weil sich das «Dream Team» für die Blamage gegen die Adler ohne Verzögerung rehabilitieren wollte und natürlich auch über eine für Spengler-Cup-Verhältnisse beispiellose Qualität verfügt, war aus HCD-Optik ein ungemütlicher Abend zu erwarten.
Schadensbegrenzung im Vordergrund
Und die leisen Befürchtungen bewahrheiteten sich tatsächlich. Die kanadische Prominenz interpretierte den zweiten Auftritt bei der «Exhibition» keineswegs als Spassprogramm ausserhalb der stillgelegten National Hockey League, sondern als seriöser Auftrag von «Hockey Canada». Dem anspruchsvollen Live-TV-Publikum in der fernen Heimat wollte die wohl teuerste Mannschaft, die je auf Schweizer Eis erschienen ist, keine zweite Enttäuschung mehr zumuten.
Für den HCD rückte deshalb rasch einmal die Begrenzung des Schadens in den Vordergrund. Ein Comeback, das war absehbar, würden ihnen die Kanadier mit ihrer imposanten Erfahrung von gesamthaft 6197 NHL-Partien ohnehin nicht mehr zugestehen. Sie kontrollierten die einseitige Angelegenheit clever, ohne auch nur einmal ansatzweise in Bedrängnis zu geraten; zumal sich die Bündner mit ihren vielen Strafen das Leben unnötig selber erschwerten.
Brunner bleibt blass
«Bei uns ist niemand in Panik geraten», hatte Matt Duchene den Fehltritt gegen Mannheim schon im Vorfeld des Duells mit dem HCD relativiert. Der Colorado-Center bluffte nicht. Gegen Davos erspielten sich Canada die ersten drei Punkte nahezu ohne das geringste Problem. Kurz nach Spielmitte beseitigte der SCB-Professional Byron Ritchie die letzten Zweifel mit seinem zweiten Treffer.
Keine Rolle spielte zur «Spengler-Cup-Primetime» ein Star der nationalen Szene: Damien Brunner. Er tauchte an der Seite der ebenso blassen NHL-Grössen Thornton und Kane regelrecht ab. Die Coaches Shedden und McSorley schränkten den Entfaltungsraum der Galionsfiguren der Bündner geschickt ein. In der neutralen Zone «raubten» die «Canucks» dem HCD Raum und Zeit gleichermassen.
Davos - Team Canada 0:5 (0:2, 0:2, 0:1)
Vaillant-Arena. - 6504 Zuschauer (ausverkauft). - SR Jerabek/Skilliter (Tsch/USA), Arm/Tscherrig.
Tore: 10. (9:16) Tavares (Spezza, Gagner) 0:1. 11. (10:01) Smyth (Williams, Seguin) 0:2. 26. Ritchie (Holden, Kinrade/Ausschluss Smyth!) 0:3. 33. Ritchie (Roche/Ausschluss Schneeberger) 0:4. 55. Williams (Duchene) 0:5.
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen den HCD, 5mal 2 Minuten gegen Team Canada.
Davos: Berra; Diaz, Ramholt; Marha, Grossmann; Forster, Joggi; Schneeberger, Back; Brunner, Kane, Thornton; Sykora, Taticek, Eriksson; Bürgler, Reto von Arx, Wieser; Sciaroni, Steinmann, Hofmann.
Team Canada: Dubnyk; Noreau, Colaiacovo; Walser, Demers; Roche, Kinrade; Barker, DuPont; Gagner, Spezza, Tavares; Seguin, Bergeron, Smyth; Micflikier, Duchene, Williams; Pouliot, Holden, Ritchie.
Bemerkungen: HCD ohne Rizzi, Jan von Arx, Nash (alle verletzt), Corvi, Ryser (beide überzählig), Guerra, Sieber, Neuenschwander (alle U20-WM), Team Canada ohne Williams, McLean (beide überzählig).$
Rangliste Gruppe Cattini: 1. Team Canada 2/4 (6:2). 2. Adler Mannheim 1/2 (2:1). 3. Davos 1/0 (0:5).
(si)
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Alle 30 Kommentare

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Brunner/Kane....
Ich finde es unpassend das man nun Brunner oder auch Kane zum Sündenbock abstempeln möchte. Gegen ein starkes Kanada hat bei vielen Spielern noch nichts richtig gepasst, dennoch freue ich mich sehr als HCD Fan neben Big Joe und Nash auch einen anderen "Grossen" wie Kane in gelb/blau erleben zu dürfen. Auch denen können mal Fehlpässe passieren, aber Kane macht dies mit seinen "Dribblings" (diese Leichtigkeit) und anderen magischen Momenten allemal wett, Augenschmaus pur, wie auch Brunner wenn er richtig losgelassen :)
Brunner?
Wieso macht ihr den Brunner fertig. Sogleich kann man auch sagen, wo waren Thornton oder Kane? Wer hat den 2te Treffer eingeleitet? Ach ja es war Kane. Die 2 hat man genau so wenig gesehen wie Brunner. Zudem zum ersten mal mit neuen Spieler in der Linie. Hört auf damit ihn fertig zu machen.
Umbruch
Der HCD hät gar nicht so schlecht gespielt! Sie haben sicher nicht ihr bestes Eishockey gezeigt das simmt. Aber das der HCD im Umbruch ist oder das nach all den Erfolgen ein Einbruch kommen musste ist doch klar! Alle die etwas gegen den Spengler Cup haben sind neidisch auf das Turnier. Gruss an den SCB