Projekt «Helvetics»

24. Januar 2012 14:15; Akt: 24.01.2012 16:44 Print

Die KHL - so fern und doch so nahDie KHL - so fern und doch so nah

Was soll ein Schweizer Eishockey-Team in der fernen russischen Liga? Der Blick auf die Karte zeigt: Die «Helvetics» hätten im Falle eines KHL-Beitritts kürzere Reisewege als manch anderes Team.

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Klicken Sie auf das Bild, um in einem Pop-up-Fenster die beschriftete Karte mit allen KHL-Klubs zu sehen. (Grafik: 20 Minuten Online)

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Markus Bösigers KHL-Pläne mit den «Helvetics» sorgen vielerorts für Kopfschütteln. Ein Schweizer Team in der russischen Liga - das ist doch nicht machbar! In der Tat hätte das KHL-Team aus Huttwil weite Reisewege vor sich. Doch das ist in der zweitbesten Eishockey-Liga der Welt gang und gäbe, wie der Blick auf die Karte zeigt. Das Team aus der Schweizer Provinz hätte sogar weit kürzere Reisen vor sich als beispielsweise Amur Chabarowsk, das im Fernen Osten Russlands liegt. Der aktuelle Tabellenzweite der Eastern Conference tritt seinen kürzesten Auswärtstrip jeweils ins 5200 Kilometer entfernte Nowokusnezk an.

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Zum Vergleich: Für Huttwil liegen lediglich sechs der aktuell 24 Teams (inkl. Lokomotive Jaroslawl, das nach dem tragischen Flugzeugabsturz in der laufenden Saison keine Mannschaft stellt) mehr als diese 5200 Kilometer entfernt. Zum slowakischen Vertreter Lev Propard wäre es nur ein «Reisli» von 1250 km, nach Minsk in Weissrussland rund 2000 km und zu Dinamo Riga in Lettland geringfügig mehr.

Moskau näher als für andere Teams

Nach Moskau sind es rund 2700 km - und in der Region der russischen Hauptstadt befinden sich gleich fünf KHL-Mannschaften. Für Chabarowsk sind es 8800 km in die Metropole, für Nowokusnezk 3800 km, für Nowosibirsk 3400 km und auch für Chanty-Mansijsk ist die Reise nach Moskau mit rund 3000 km weiter als für Huttwil.

Zu den weit entfernten Teams müssten die «Helvetics» übrigens in der momentan 56 Spiele umfassenden regulären Saison (Qualifikation) nur einmal reisen, da die KHL auf einem in Regionen unterteilten Divisionen-System basiert. Bei diesem Modus ist die Liga in vier Gruppen unterteilt, wobei die geografische Nähe berücksichtigt wird. Die Mannschaften einer Division spielen viermal gegeneinander, gegen die anderen Teams wird jeweils nur zweimal gespielt.

(mon)

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  • Fabian Sutter am 25.01.2012 22:28 Report Diesen Beitrag melden

    Visionäre Idee

    Dieses Projekt stellt alles in den Schatten! Wer so etwas auf die Beine stellen kann, dem gehôrt Respekt. Seien wir ehrlich: wer hätte so eine Idee für möglich gehalten? Es zeigt, dass auch in so einer geschlossenen Gesellschaft wie der Eishockeywelt Schweiz Bewegung möglich und notwendig ist. Hey Konkurrenz belebt das Geschäft! Das ist überall so. Auch wenn es für träge Grossklubs heisst, sich und ihr Produkt komplett zu überdenken. Gewinner werden die Fans sein!

  • M.S. am 24.01.2012 17:35 Report Diesen Beitrag melden

    Tönt gut

    Es ist nicht schlecht, wenn die Schweiz eine Mannschaft in eine Liga von Eishockey begeisteter Länder stellt, da die Schweiz auch ein solches ist. Nur, dummerweise sind KHL-spiele von Prügelorgien durchzogen, wie es selbst für uns Schändlich ist. Ich hoffe die Helvetics lassen sich bloss nicht auf ein solches Niveau herunter und können trotzdem gut Spielen!

  • mark bolder am 24.01.2012 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    think big

    immer diese kleinkarierte denkensweise der Schweizer, hey THINK BIG! Geld haben wir ja genug ;-)

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