NHL-Lockout

18. Oktober 2012 23:36; Akt: 19.10.2012 21:18 Print

Weiter keine Lösung in Sicht

Die erhoffte Annäherung zwischen der NHL und der Spielergewerkschaft NHLPA bleibt aus. Die NHL bezeichnet das Angebot der Gewerkschaft gar als einen «Rückschritt».

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Vancouvers Keeper verstärkte während dem Lockout Ambri-Piotta, bestritt aber am Wochenende vom 5./6. Januar genauso wie alle anderen noch in der Schweiz spielenden NHL-Stars seine letzten Partien. Der kanadische Jungstar von den Colorado Avalanche stiess am 9. Dezember zu Ambri und verliess die Leventiner am 7. Januar wieder. Der Center der Ottawa Senators spielte während dem Lockout für die Rapperswil-Jona Lakers. Am 3. Januar 2013 flog er zurück in die Heimat, in der Hoffnung, dass die NHL den Spielbetrieb in dieser Saison doch noch aufnimmt. Womit er wenige Tage später recht erhielt. Der Stürmer der Boston Bruins lief bis am 31. Dezember für den EHC Biel auf. Nach der Spengler-Cup-Teilnahme mit dem Team Canada kehrte er in seine Heimat zurück. Der Kanadier kam von den Boston Bruins zum HC Lugano. Er verliess den Verein zum Jahreswechsel wieder. Davos nahm am 4. Dezember den 27-jährigen Schweden von den Dallas Stars unter Vertrag. Er war in der letzten Saison der erfolgreichste Skorer seines Teams. Der Captain von Stanley-Cup-Sieger Los Angeles Kings spielte für die ZSC Lions. Der Stürmer der Montreal Canadiens lief während der Lockout-Zeit für Fribourg-Gottéron auf. Der New-York-Rangers-Akteur gab ein Gastspiel bei den Lakers, reiste aber bereits Mitte Dezember wieder ab. Die Nummer 88 von den Chicago Blackhawks verstärkte während des Lockouts den EHC Biel. (vorne) Der Erstrundendraft von 2007 hatte zu Beginn des Lockouts bei Ambri einen kurzen Auftritt. Nach nicht einmal drei Wochen reiste der Stürmer der Montreal Canadiens wieder ab. Angeblich wegen einer Ellenbogen-Entzündung. Der Goalgetter der Detroit Red Wings sorgte beim EV Zug für Furore. Der Teamkollege von Mark Streit bei den New York Islanders stürmte während des Lockouts beim SC Bern. Tavares war in der letzten NHL-Saison achtbester Skorer der Liga. Der Center der Washington Capitals spielte für die Kloten Flyers. Wegen Adduktorenproblemen reiste er aber bereits vor dem Lockout-Ende zweimal in die USA. Der Kanadier gehört seit sechs Jahren zum Stamm der Washington Capitals. Der Stürmer der Buffalo Sabres wurde von den SCL Tigers verpflichtet. Er reiste Ende November für medizinische Abklärungen vorerst zurück nach Nordamerika reisen - und kam auch nicht mehr zurück. Der Verteidiger der Minnesota Wild wurde während dem Lockout ebenfalls von den SCL Tigers verpflichtet. Und auch er musste Ende November für medizinische Abklärungen zurück in die USA reisen. Zurück kam er nicht mehr. Der Ur-Berner von den Nashville Predators spielte während dem Lockout beim SC Bern. Der Kanadier (vorne) gab ein Gastspiel beim HC Genf-Servette. In der NHL spielt der Center für die San Jose Sharks. Anfangs Dezember reiste er aus persönlichen Gründen in die Heimat zurück. Der Verteidiger der New York Islanders lief während des NHL-Lockouts für den SC Bern auf. Wie bereits beim letzten NHL-Lockout lief der Center der San Jose Sharks für den HC Davos auf. Auch der zweite «NHL-Davoser» vom Lockout 2005 kehrte zum HCD zurück. Der Verteidiger der Montreal Canadiens verstärkte für die Dauer des Lockouts den HC Genf-Servette. Der Stürmer, der mit den Detroit Red Wings in seine erste NHL-Saison starten wollte, spielte wie die vier Saisons zuvor beim EVZ. Der Ducks-Verteidiger verstärkte den HC Lugano. Der Verteidiger der Montreal Canadians kehrte während dem Lockout zum EV Zug zurück. Bereits bevor er sein Glück in der nordamerikanischen Ferne gesucht und gefunden hat, war Diaz bei den Innerschweizern acht Jahre lang unter Vertrag. Der Nashville-Predators-Spieler verstärkte Red Ice Martigny für knapp einen Monat. Nach dem Abgang von Hörnqvist sicherte sich Martigny die Dienste des Boston-Bruins-Akteurs. (r.) Der Däne spielte für den NLB-Klub Langenthal. Er steht seit 2008 bei den Ottawa Senators unter Vertrag.

Die NHL-Cracks in der NLA.

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Weiter ist kein Ende im Tarifstreit der National Hockey League absehbar. Beim erneuten Treffen konnten sich die NHL und die Spielergewerkschaft NHLPA nicht auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag einigen. Wegen des andauernden Arbeitskampfes hat die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL am Freitag alle Spiele bis zum 1. November abgesagt.

Zusammen mit 18 Spielern hat sich Donald Fehr, Chef der Spielergewerkschaft NHLPA, am Donnerstag in Toronto eingefunden, um mit der NHL oder besser gesagt mit NHL-Boss Gary Bettman zu verhandeln. Nach rund einer Stunde stand bereits fest: Vorerst bleibt es beim Lockout.
«Heute ist kein guter Tag», sagte NHLPA-Chef Fehr nach dem Treffen.

«Hier wird nicht die gleiche Sprache gesprochen»

Eine vollständige Saison, mit 82 Ligaspielen, ist damit wieder in weite Ferne gerückt. «Die Dinge entwickeln sich nicht weiter. Ganz im Gegenteil: Das Angebot der Spielergewerkschaft muss in vieler Hinsicht als Rückschritt bezeichnet werden», bestätigte Bettman nach dem Treffen in Toronto. Laut ESPN soll der NHL-Boss nach den geplatzten Verhandlungen gesagt haben: «Es ist offensichtlich, dass hier nicht die gleiche Sprache gesprochen wird.» Nun bleibt den beiden Parteien eine Woche Zeit, um sich zu einigen.

(als)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jöggu am 19.10.2012 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Geniesse jetzt mal Tavares

    Mir ist es eigentlich egal was die in Nord Amerika so machen. Ist ja nicht ein schweizerisches Problem. Wir haben davon auch Vorteile, tolle Spieler bei uns, aber auch Nachteile, einige müssen kämpfen

  • Tim am 19.10.2012 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lockout der fans

    Diese leute vergessen wer ihnen einen grossteil des lohnes zahlt. Sobald sie sich geeinigt haben sollen alle hockeyfans in einen lockout gehen! Keine spiele live oder am tv ansehen, keine fanartikel kaufen! Einfach das nhl-hockey ein jahr lang meiden!

    einklappen einklappen
  • augsti66 am 19.10.2012 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    na ja...

    sollen sie weiter diskutieren..derweilen geniessen wir weiter die Stars in der Schweiz..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Roland Ritter am 20.10.2012 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Es war einmal

    Offensichtlich ist Eishockey ein sehr unlukrativer Sport. Alle verdienen zuwenig, die Hallen fallen auseinander, die Fanartikel Made in China setzen Schimmel an, alle schütteln den Kopf, die Fans müssen sich nach einem anderen Hobbie umsehen, die Spieler hocken mit Clochards an Feuertonnen, die Klubbesitzer gehen beim Roten Kreuz einkaufen, die Sponsoren investieren jetzt in Taubenzüchter... es steht wirklich schlecht um den Sport.

  • Lecavalier am 19.10.2012 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Nur ein Schachzug von Bettman

    Ist nur ein Versuch von Bettman, den Spielern den schwarzen Peter zuzuschieben. Er rechnet mit der Dummheit der Leute, welche einfach "50:50" sehen und glauben, das sei nun ein faires Angebot und danach in Fanforen entsprechend Wind machen. Wie immer steckt der Teufel aber eben im Detail, und mit diesen Details (hockey related revenues) will Bettman den "Gegner" dann abkochen. Fast wie in der Politik, da wird ja auch zunehmend darauf gebaut, dass der Stimmbürger die Sache nicht mehr überblickt und deshalb für das stimmt, das am "schönsten" tönt.

  • Swissgr am 19.10.2012 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fehr

    Verdammt!! Dachte echt jetz sei es soweit. Man Fehr unterzeichne den vertrag was viel besseres kannst du nicht aushandeln :( Ich möchte wieder NHL Hockey sehen!!

  • hockeynut am 19.10.2012 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Frechheit!!!

    Unglaublich, unverständlich und absolut daneben ist das Ganze... mittlerweile frage ich mich echt, ob es hier "nur" noch ums Geld geht oder ob beide Seiten einfach nur noch ihren Kopf durchsetzen wollen. Die Leidtragenden sind schlussendlich die Fans... Man sollte die NHL über die nächsten Jahre bewusst boykottieren. Mal schauen ob Sie sich dann immer noch um Prozentanteile streiten, wenn die Stadien leer sind und keine Merchandise-Artikel mehr verkauft werden.

    • diese portugiese am 19.10.2012 16:04 Report Diesen Beitrag melden

      gradeso

      Ja, genau! 5 jahre kein Eishockey mehr Weltweit ;D

    einklappen einklappen
  • Jöggu am 19.10.2012 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Geniesse jetzt mal Tavares

    Mir ist es eigentlich egal was die in Nord Amerika so machen. Ist ja nicht ein schweizerisches Problem. Wir haben davon auch Vorteile, tolle Spieler bei uns, aber auch Nachteile, einige müssen kämpfen

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