Nico Hischier

31. Januar 2017 21:42; Akt: 31.01.2017 23:06 Print

Kommt das «Jahrhundert-Talent» noch mal zurück?

Nico Hischier könnte im Sommer der erste Schweizer Nummer-1-Draft der NHL werden. Der 18-jährige Walliser gilt als Wunderkind.

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Und wieder hat Nico Hischier die Eishockey-Fachwelt verzaubert. Am «Top Prospects Game» der 40 aussichtsreichsten NHL-Draft-Kandidaten ist er am Montagabend nach einem Tor und zwei Assists zum wertvollsten Spieler gewählt worden. Er stahl dem kanadischen Jungstar Nolan Patrick die Show. Allgemein wird erwartet, dass Hischier oder Patrick am 24. Juni in Chicago von einer NHL-Organisation als Nummer-1-Draft gezogen wird. Noch nie wurde ein Schweizer höher eingestuft. Nino Niederreiter wurde 2010 als bisher bester Schweizer als Nummer 5 gezogen.

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Der Anfang Januar 18 Jahre alt gewordene Hischier wird nicht nur in Nordamerika als Wunderkind gehandelt. «Nico ist ein Jahrhunderttalent. Ein wirklicher Ausnahmeathlet, der sehr polyvalent ist», hält der Schweizer U20-Nationaltrainer Christian Wohlwend fest. Diese Saison spielt Hischier bei den Halifax Mooseheads in der Quebec Major Junior Hockey League. Dort steht er nach 40 Partien bei 68 Skorerpunkten (33 Tore, 35 Assists).

NHL-Club entscheidet über Zukunft

Wo der Walliser aus Naters nächste Saison spielt, ist noch unklar. Beim SC Bern hofft man auf eine temporäre Rückkehr. «Entscheidend ist, was der NHL-Club, der ihn draften wird, für Pläne hat», so SCB-Sportchef Alex Chatelain. Wird er in Nordamerika als noch nicht NHL-reif taxiert, steigt die Chance, dass sich Hischier nächste Saison in der NLA an das professionelle Erwachsenen-Eishockey herantastet, ähnlich wie das der Amerikaner Auston Matthews im Vorjahr bei den ZSC Lions gemacht hat. Chatelain sieht durchaus Chancen für eine Rückkehr, denn Hischier habe noch den Körper eines Teenagers. Wenn sein zukünftiger Club aber der Ansicht ist, der Stürmer mache die körperlichen Defizite mit seiner Technik und Spielintelligenz wett, wird er in Nordamerika bleiben (NHL oder Juniorenliga). Dann werden die 15 Einsätze vergangene Saison beim SC Bern wohl für lange Zeit die einzigen NLA-Spiele bleiben.

Angewöhnung an kleinere Eisfelder

Hischier war als 15-Jähriger zusammen mit seinem vier Jahre älteren Bruder Luca aus dem Wallis in die Juniorenabteilung des SCB gekommen. Wegen der Verletztenmisere hatte er gut ein Jahr später am 13. November 2015 früher als erwartet im Fanionteam (2:5 gegen Lausanne) debütiert. Der neue SCB-Trainer Kari Jalonen hätte Hischier auch diese Saison gerne in Bern gesehen. Aber statt sich hier im Männer-Eishockey durchzusetzen hat sich Hischier entschieden, sich in Nordamerika an die kleineren Eisfelder zu gewöhnen – mit überwältigendem Erfolg.

(pbt)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chrigu am 01.02.2017 00:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Rückkehr

    Wer als Nr. 1-3 over-all gedraftet wird, wird mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit in der NHL spielen und nicht zum SC Bern zurückkehren;)

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  • Gustav am 31.01.2017 22:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rechnen?

    Wie war das mit 35 + 33 = 78? Naja ist so oder so viel :-)!

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  • wednesday am 31.01.2017 23:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neee

    Der kommt höchstens zu Besuch wieder ;)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Stefan Berger am 01.02.2017 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Jahrhunderttalent?

    Nico ist für die Schweiz evtl. ein Jahrhunderttalent - international gesehen ist er aber nichts besonderes. Hoffe der Hype bleibt im Rahmen; Möglich, dass Nico eine gute Karriere haben wird - zu einem Crosby, Matthews oder Kane wird er aber sicher nicht werden. Da ist die Wahrnehmung hierzulande etwas verzerrt leider... und solche Titel helfen nicht weiter.

    • G.V. am 01.02.2017 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stefan Berger

      Ich mag negative Menschen nicht...

    • Franky am 01.02.2017 21:46 Report Diesen Beitrag melden

      Miesepeter

      und woher will Herr Berger das wissen? Man kann hart arbeiten und relativ gut werden, aber ohne angeborenes Talent, wird man nicht überirdisch. Er hat klar Talent, also liegt es an ihm, wie hart er arbeitet, um oben anzukommen. ok, das Verletzungspech wird da noch etwas mitspielen. also wieso gleich Miesepeter spielen, anstatt ihm das Beste zu wünschen und stolz sein, dass wir in dieser Saison 14 Schweizer in der höchsten Liga der Welt gehabt haben. ich drücke ihm auf jeden Fall die Daumen (solange er nicht gegen die Blackhawks spielt)

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  • strubeli1 am 01.02.2017 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cool viel Glück

    Na dann drücken wir die Daumen.Und süss ist er auch noch:)

  • Wishbone am 01.02.2017 10:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Druck

    Ich hoffe er lässt sich nicht unter Druck setzen durch die Medien er soll einfach so gut weiter spielen und das tun was für Ihn am besten ist so wie bisher.

  • Nicola Salgado am 01.02.2017 10:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Matthews

    Ihr habt anscheinend nicht verstanden das Auston Matthews nur in die Schweiz gekommen ist, weil er zu jung für den Draft war...

  • Gordie am 01.02.2017 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trotzdem sind die gut

    Will keine Spassbremse sein, aber dieser Draft gilt nicht als der beste. NHL Scouts sagen zum Bsispiel, dass der potnzielle Nr. 1 Draft Nolan Patrick, welcher den letztjährign Draft nur um 4 Tage verpasst hat im letzten Jahr klar hinter Matthews, Laine, DuBois, Puljujärvi gedraftet worden wäre.

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