Lockout

23. November 2012 21:10; Akt: 24.11.2012 08:59 Print

NHL-Spiele bis Mitte Dezember abgesagt

Eine Einigung zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft ist nach wie vor nicht in Sicht. Die NHL hat nicht nur die Spiele bis zum 14. Dezember abgesagt. Auch das All-Star-Spiel vom 27. Januar findet nicht statt.

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Vancouvers Keeper verstärkte während dem Lockout Ambri-Piotta, bestritt aber am Wochenende vom 5./6. Januar genauso wie alle anderen noch in der Schweiz spielenden NHL-Stars seine letzten Partien. Der kanadische Jungstar von den Colorado Avalanche stiess am 9. Dezember zu Ambri und verliess die Leventiner am 7. Januar wieder. Der Center der Ottawa Senators spielte während dem Lockout für die Rapperswil-Jona Lakers. Am 3. Januar 2013 flog er zurück in die Heimat, in der Hoffnung, dass die NHL den Spielbetrieb in dieser Saison doch noch aufnimmt. Womit er wenige Tage später recht erhielt. Der Stürmer der Boston Bruins lief bis am 31. Dezember für den EHC Biel auf. Nach der Spengler-Cup-Teilnahme mit dem Team Canada kehrte er in seine Heimat zurück. Der Kanadier kam von den Boston Bruins zum HC Lugano. Er verliess den Verein zum Jahreswechsel wieder. Davos nahm am 4. Dezember den 27-jährigen Schweden von den Dallas Stars unter Vertrag. Er war in der letzten Saison der erfolgreichste Skorer seines Teams. Der Captain von Stanley-Cup-Sieger Los Angeles Kings spielte für die ZSC Lions. Der Stürmer der Montreal Canadiens lief während der Lockout-Zeit für Fribourg-Gottéron auf. Der New-York-Rangers-Akteur gab ein Gastspiel bei den Lakers, reiste aber bereits Mitte Dezember wieder ab. Die Nummer 88 von den Chicago Blackhawks verstärkte während des Lockouts den EHC Biel. (vorne) Der Erstrundendraft von 2007 hatte zu Beginn des Lockouts bei Ambri einen kurzen Auftritt. Nach nicht einmal drei Wochen reiste der Stürmer der Montreal Canadiens wieder ab. Angeblich wegen einer Ellenbogen-Entzündung. Der Goalgetter der Detroit Red Wings sorgte beim EV Zug für Furore. Der Teamkollege von Mark Streit bei den New York Islanders stürmte während des Lockouts beim SC Bern. Tavares war in der letzten NHL-Saison achtbester Skorer der Liga. Der Center der Washington Capitals spielte für die Kloten Flyers. Wegen Adduktorenproblemen reiste er aber bereits vor dem Lockout-Ende zweimal in die USA. Der Kanadier gehört seit sechs Jahren zum Stamm der Washington Capitals. Der Stürmer der Buffalo Sabres wurde von den SCL Tigers verpflichtet. Er reiste Ende November für medizinische Abklärungen vorerst zurück nach Nordamerika reisen - und kam auch nicht mehr zurück. Der Verteidiger der Minnesota Wild wurde während dem Lockout ebenfalls von den SCL Tigers verpflichtet. Und auch er musste Ende November für medizinische Abklärungen zurück in die USA reisen. Zurück kam er nicht mehr. Der Ur-Berner von den Nashville Predators spielte während dem Lockout beim SC Bern. Der Kanadier (vorne) gab ein Gastspiel beim HC Genf-Servette. In der NHL spielt der Center für die San Jose Sharks. Anfangs Dezember reiste er aus persönlichen Gründen in die Heimat zurück. Der Verteidiger der New York Islanders lief während des NHL-Lockouts für den SC Bern auf. Wie bereits beim letzten NHL-Lockout lief der Center der San Jose Sharks für den HC Davos auf. Auch der zweite «NHL-Davoser» vom Lockout 2005 kehrte zum HCD zurück. Der Verteidiger der Montreal Canadiens verstärkte für die Dauer des Lockouts den HC Genf-Servette. Der Stürmer, der mit den Detroit Red Wings in seine erste NHL-Saison starten wollte, spielte wie die vier Saisons zuvor beim EVZ. Der Ducks-Verteidiger verstärkte den HC Lugano. Der Verteidiger der Montreal Canadians kehrte während dem Lockout zum EV Zug zurück. Bereits bevor er sein Glück in der nordamerikanischen Ferne gesucht und gefunden hat, war Diaz bei den Innerschweizern acht Jahre lang unter Vertrag. Der Nashville-Predators-Spieler verstärkte Red Ice Martigny für knapp einen Monat. Nach dem Abgang von Hörnqvist sicherte sich Martigny die Dienste des Boston-Bruins-Akteurs. (r.) Der Däne spielte für den NLB-Klub Langenthal. Er steht seit 2008 bei den Ottawa Senators unter Vertrag.

Diese Spieler verweilen dank des Lockouts in der Schweiz.

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Inzwischen sind bereits 422 Spiele oder 34 Prozent der Qualifikation annulliert worden. Pro Tag verliert die NHL 18 bis 20 Millionen Brutto-Einnahmen und den Spielern entgehen jeden Tag Löhne in der Gesamthöhe von 9 Millionen Dollar. Der Einnahmeausfall der Teams in dieser Saison steht inzwischen bei total 1,2 Milliarden Dollar. Dabei handelt es sich um den Verlust von Brutto-Einnahmen. Im Gegenzug mussten die Klubs bisher die Löhne der Spieler in der Gesamthöhe von 630 Millionen Dollar nicht bezahlen. Für die Spieler ist dieses Geld definitiv und für immer verloren.

Die Liga und die Gewerkschaft sind nach wie vor weit von einer Einigung entfernt. Die Gefahr, dass die ganze Saison abgesagt wird, steht inzwischen bei 50:50. Im wichtigsten Punkt gibt es nicht einmal eine Annährung. Bisher lag der Anteil der Spielerlöhne an den Gesamteinnahmen bei 57 Prozent. Die Liga wollte den Anteil auf 43 Prozent drücken, machte dann aber einen Kompromissvorschlag: Eine Teilung der Einnahmen von 50:50 – aber per sofort und unter Anpassung der weiterlaufenden Verträge. Was zu markanten Kürzungen der bestehenden Verträge führen würde.

Die Spielergewerkschaft hat diesen Vorschlag rundweg abgelehnt und die Liga die Gegenofferte der Spielergewerkschaft. Die Wahrscheinlichkeit, dass die in der Schweiz engagierten NHL-Stars beim Spengler Cup mitspielen, wird immer grösser. Gibt es keine Einigung, werden die Kanadier beim Spengler Cup mit allen in der Schweiz tätigen NHL-Stars antreten (20 Minuten Online berichtete).

(kza/si)

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