National League A

27. Januar 2012 12:56; Akt: 27.01.2012 23:07 Print

Fribourgs erneute Heimpleite gegen DavosFribourgs erneute Heimpleite gegen Davos

Fribourg kann gegen Davos zuhause erneut nicht gewinnen - 1:4. Bern rettet gegen den EV Zug den Zusatzpunkt im Penaltyschiessen. Als erster Playout-Teilnehmer stehen die Lakers fest.

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Kaltblütigkeit und eine überragende Defensive sorgten für die Differenz zugunsten des HC Davos. Zwei ihrer vier Treffer erzielten die Gäste in Überzahl. 43 Sekunden vor Spielende sorgte der soeben von der Strafbank zurückgekehrte Tscheche Josef Marha für den Schlusspunkt mit einem Schuss ins leere Tor.

Corsin Camichel, zuletzt beim EV Zug nach überstandener Krebserkrankung während Wochen lediglich als 13. Stürmer eingesetzt, feierte einen Einstand nach Mass in den Reihen des HC Davos. Der Engadiner leistete die feine Vorarbeit zum 1:0 von Dario Bürgler (10.). Im Schlussdrittel sorgte Bürgler mit dem Tor zum 3:1 für die Entscheidung. Für den Stürmer waren es bereits die Saisontore Nummer 18 und 19. Damit hat er bereits eine persönliche NLA-Saisonbestmarke realisiert.

Für das wegweisende 2:1 des Rekordmeisters hatte Gregory Sciaroni gesorgt, als er nach einem Bandenabpraller in einem am schnellsten reagierte. Für den früheren Ambri-Junior war es das siebte Saisontor, das dritte davon in Überzahl.

Zug - Bern: EVZ mit später Reaktion zu Punktgewinn

Zug dreht gegen Bern sechs Minuten vor Ende der regulären Spielzeit auf. Nach einem 1:4-Rückstand gleichen die Zentralschweizer noch zum 4:4 aus, verlieren nach Verlängerung dann aber Penaltyschiessen. Pascal Berger und Jean-Pierre Dumont waren für Bern im Penaltyschiessen erfolgreich. Für den EVZ traf einzig PostFinance-Topskorer Damien Brunner auf dafür spektakuläre Art und Weise. Innerhalb von fünf Minuten hatte Zug im Finish der regulären Spielzeit mit Toren von Dominic Lammer, Fabian Schnyder und Josh Holden das Nachsitzen erzwungen und einen bis dahin emotionslosen Auftritt vergessen gemacht.

Der SC Bern hätte nach dem ersten Drittel bereits mit 5:1 statt mit 3:1 führen können. Das deutliche Chancenplus war freilich weniger auf eine eigene Machtdemonstration zurückzuführen, sondern wurde durch den matten Auftritt des Heimteams ermöglicht. Der EVZ verzeichnete eines der spielerisch schwächsten Startdrittel der Saison - und vermochte sich nach einem kaum besseren Mitteldrittel erst im Finish aufzufangen.

Der neuverpflichtete kanadische Verteidiger Geoff Kinrade bereitete bei seinem Einstand für den SC Bern das 1:0 durch seinen Landsmann Dumont vor (7.).

Lakers - Biel: Wichtiger Sieg für Biel

Nach drei Niederlagen kehrte Biel auf die Siegesstrasse zurück. Die Seeländer gewannen beim Tabellenletzten Rapperswil-Jona Lakers 3:1. «Wir haben schon mehrmals in dieser Saison auf solche Situationen reagieren können. Wir werden es auch dieses Mal schaffen», hatte der Bieler Trainer Kevin Schläpfer am Dienstag nach der 2:5-Heimniederlage gegen die ZSC Lions gesagt. In der Tat gelang den Gästen eine Reaktion, zumindest resultatmässig.

Der U20-Internationale Gaëtan Haas (18.), der nach zwölf torlosen NLA-Partien wieder traf, Eric Beaudoin mit einem Ablenker (39.) und der auf diese Saison hin von den Lakers zu Biel zurückgekehrte Marco Truttmann mit einem «empty netter» 58 Sekunden vor dem Ende sicherten den Seeländern drei wichtige Punkte im Kampf um die erstmalige Playoff-Teilnahme seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2008. Biel feierte den sechsten Sieg in den letzten sieben Duellen gegen Rapperswil-Jona, den dritten in dieser Saison. Allerdings waren die Lakers, die nun definitiv das Playout bestreiten müssen, auch ein angenehmer Gastgeber. Sie agierten viel zu verhalten, es fehlte an Dynamik, Kreativität und Effizienz. So bezwang einzig Antonio Rizzello den Bieler Goalie Reto Berra zum zwischenzeitlichen 1:1 (26.). Überhaupt fehlte es an Emotionen auf dem Eis, und auch daneben war die Atmosphäre wenig prickelnd.

Genève-Servette - SCL Tigers: Simek führt Genf zum Sieg

Genève-Servette feierte beim 4:0 gegen die SCL Tigers den vierten Sieg in Serie und den sechsten in den letzten acht Partien. Mann des Abends vor 7103 Zuschauern in der Les-Vernets-Halle war Juraj Simek mit je zwei Toren und Assists. «Für uns haben die Playoffs schon lange begonnen. Wir haben den Rhythmus gefunden», hatte Servettes Trainer Chris McSorley nach dem 3:1-Sieg gegen Fribourg am vergangenen Dienstag gesagt. Dies bestätigte sich gegen Langnau; die Partie war bereits nach 27 Minuten vorentschieden. Zu diesem Zeitpunkt führten die Genfer dank Toren von Simek (13.), Ralph Stalder (15.) und Rico Fata 3:0. Der 2006 von den Vancouver Canucks gedraftete Simek, der von 2007 bis 2011 in der AHL tätig gewesen war, traf in der 59. Minute auch noch zum 4:0 und war somit an allen Toren beteiligt. Mehr als zwei Skorerpunkte in einem NLA-Spiel waren ihm zuvor noch nie gelungen. Der von NLB-Leader Lausanne ausgeliehene Verteidiger Stalder traf in der dritten Partie für Servette bereits zum zweiten Mal.

Auch im Powerplay kommen die Genfer immer besser in Fahrt, erzielten sie doch das 2:0 und 3:0 in Überzahl. Vor der Partie hatten einzig die ZSC Lions in dieser Saison eine schlechtere Bilanz im Powerplay aufgewiesen. Servettes Torhüter Tobias Stephan kam bereits zu seinem sechsten Shutout in dieser Saison, zum zweiten gegen die SCL Tigers. Denn bereits im letzten Aufeinandertreffen mit Langnau hatte sich Servette 4:0 durchgesetzt. Insgesamt blieb Stephan zum 28. Mal in der NLA ungeschlagen. Die Emmentaler erlitten derweil die vierte Niederlage hintereinander.

Fribourg-Gottéron - Davos 1:4 (0:1, 1:1, 0:2)

BCF-Arena. - 6800 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker, Fluri/Müller.
Tore: 11. Bürgler (Camichel, Steinmann) 0:1. 27. Afanasenkow (Sprunger, Dubé/Ausschluss Stoop, Steinmann) 1:1. 33. Sciaroni (Sykora, Forster/Ausschluss Loeffel) 1:2. 48. Bürgler (Forster, Sykora/Ausschluss Gamache) 1:3. 60. (59:17) Marha (Sykora, Grossmann) 1:4 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Gottéron, 5mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Sprunger; Sykora.
Gottéron: Huet; Ngoy, Abplanalp; Loeffel, Barinka; Lukas Gerber, Birbaum; Collenberg; Gamache, Dubé, Hasani; Sprunger, Jeannin, Benjamin Plüss; Knoepfli, Lüssy, Afanasenkow; Cadieux, Botter, Tristan Vauclair.
Davos: Genoni; Joggi, Forster; Samuel Guerra, Grossmann; Jan von Arx, Back; Stoop, Ramholt; Sykora, Reto von Arx, Taticek; Sejna, Marha, Guggisberg; Bürgler, Steinmann, Corsin Camichel; Sciaroni, Holinger, Sieber.
Bemerkungen: Gottéron ohne Rosa, Heins und Bykow (alle verletzt), Davos ohne Dino Wieser, Rizzi (beide verletzt), Untersander (Biel), Kuonen und Neuenschwander (überzählig). - 26. Timeout Davos.

Zug - Bern 4:5 (1:3, 0:1, 3:0, 0:0) n.P.
Bossard-Arena. - 6628 Zuschauer. - SR Reiber, Arm/Küng.
Tore: 7. Dumont (Kinrade) 0:1. 14. Gardner (Rüthemann, Martin Plüss/Ausschluss Helbling) 0:2. 17. Oppliger (Helbling) 1:2. 18. Pascal Berger (Dumont, Jobin) 1:3. 39. Kwiatkowski (Martin Plüss, Rüthemann/Ausschluss Wozniewski) 1:4. 54. Lammer (Erni) 2:4. 55. Fabian Schnyder 3:4. 59. Holden (Pirnes) 4:4.
Penaltyschiessen: Gardner -, Christen -; Ritchie -, Pirnes -; Dumont 0:1, Casutt -; Pascal Berger 0:2, Damien Brunner 1:2; Bertschy -, Holden.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug, 7mal 2 Minuten gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Damien Brunner; Ritchie.
Zug: Markkanen; Helbling, Fischer; Chiesa, Wozniewski; Blaser, Erni; Damien Brunner, Holden, Fabian Schnyder; Rüfenacht, Oppliger, Sven Lindemann; Duri Camichel, Sutter, Casutt; Christen, Pirnes, Lammer; Lüthi.
Bern: Gigon; Kwiatkowski, Philipp Furrer; Jobin, Hänni; Kinrade, Beat Gerber; Dominic Meier; Pascal Berger, Ritchie, Dumont; Bertschy, Martin Plüss, Rüthmemann; Scherwey, Vermin, Gardner; Adrian Brunner, Froidevaux, Reichert.
Bemerkungen: Bern ohne Höhener, Déruns, Morant, Roche (verletzt), Vigier (überzählig), Bührer (krank), Zug ohne Metropolit (überzählig) und Andreas Furrer (verletzt).
Pfosten: 2. Pascal Berger, 38. Duri Camichel. - Timeouts: 55. Bern, 64. Zug.

Rapperswil-Jona Lakers - Biel 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)
Diners Club Arena. - 3897 Zuschauer. - SR Kurmann/Mandioni, Kaderli/Wüst.
Tore: 19. Haas (Bordeleau, Huguenin) 0:1. 26. Rizzello (Roest) 1:1. 39. Beaudoin (Kparghai, Spylo) 1:2. 60. (59:02) Truttmann (Beaudoin, Preissing) 1:3 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 1mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Roest; Miéville.
Rapperswil-Jona: Manzato; Geiger, Geyer; Niinimaa, Gmür; Camenzind, Marzan; Büsser; Reid, Roest, Murray; Lemm, Burkhalter, Berger; Grauwiler, Wichser, Suri; Thibaudeau, Hürlimann, Rizzello; Neukom.
Biel: Berra; Preissing, Huguenin; Grieder, Kparghai; Steinegger, Untersander; Gossweiler; Tschantré, Bordeleau, Haas; Spylo, Miéville, Beaudoin; Wieser, Ehrensperger, Truttmann; Wetzel, Gloor, Lauper.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Walser, Brendl, Sirén, Maurer, Riesen und Welti. Biel ohne Peter, Wellinger (alle verletzt) und Fröhlicher (krank). - Timeouts: Biel (45.); Rapperswil-Jona (59.). Lakers von 58:27 bis 59:02 ohne Torhüter.

Genève-Servette - SCL Tigers 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)
Les Vernets. - 7103 Zuschauer. - SR Massy/Rochette, Mauron/Tscherrig.
Tore: 13. Simek (Bezina, Trachsler) 1:0. 15. Stalder 2:0. 27. Fata (Mercier, Simek/Ausschluss Genazzi) 3:0. 59. Simek (Fata) 4:0.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Fata; McLean.
Genève-Servette: Stephan; Mercier, Bezina; Pothier, Gian-Andrea Randegger; Stalder, Vermeille; Rubin, Salmelainen, Vampola; Simek, Trachsler, Fata; John Fritsche, Flurin Randegger, Friedli; Benjamin Antonietti, Rivera, Pivron; Roland Gerber.
SCL Tigers: Leimbacher; Genazzi, Popovic; Schilt, Rytz; Lardi, Stettler; Christian Moser; Di Pietro, McLean, Pelletier; Haas, Polak, Simon Moser; Bucher, Adrian Gerber, Neff; Leblanc, Rexha, Lindemann.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Walsky, Gautschi, Paul Savary, Berthod, Vukovic (alle verletzt), Dan Fritsche (krank) und Hecquefeuille (überzähliger Ausländer). SCL Tigers ohne Lüthi, Claudio Moggi, Sandro Moggi, Gustafsson, Flückiger, Reber (alle verletzt) und Esche (überzähliger Ausländer). - Timeout Servette (58.).

(si)

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