Colin Muller

09. September 2010 22:15; Akt: 09.09.2010 19:44 Print

Weniger Schlaf und trotzdem mehr SpassWeniger Schlaf und trotzdem mehr Spass

von Marcel Allemann - Ein neuer Cheftrainer und eine neue Philosophie. Die ZSC Lions steigen mit einem veränderten Gesicht in die Saison 2010/2011.

storybild

Verhält sich nun distanzierter gegenüber seinem Team: Der zum Headcoach beförderte Colin Muller. (Bild: EQ)

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

«Letzte Saison hatte man den Eindruck, dass die Mannschaft nicht immer mit vollem Einsatz kämpfte», sagt CEO Peter Zahner. Auf die Analyse liessen Zahner und Sportchef Edgar Salis Taten folgen: Sie haben dem Team eine neue Identität verpasst. Es soll böser sein, für Leidenschaft bürgen, nie aufgeben und defensiv verläss­licher werden, denn für die Marke ZSC Lions sei es nicht befriedigend, wie in den letzten beiden Jahren bereits in den Playoff-Viertelfinals auszuscheiden.

Die Reise soll nun wieder mindestens bis in die Halbfinals gehen und der Funke der Emotionen auf die Fans überspringen. Der neue Vorzeigekämpfer ist der Kanadier Duvie Westcott. Der Verteidiger fragte Trainer Colin Muller schon während der Vorbereitung, wann er endlich mal prügeln dürfe. Westcott hat das Potenzial zum neuen Publikumsliebling im Hallenstadion.

Neu ist mit Colin Muller auch der Trainer. Der beste Assistenzcoach der Liga ist zum Headcoach befördert worden und tritt die Nachfolge des zur Nati abgewanderten Sean Simp­son an. Und dies brachte in seinem täglichen Leben einige markante Veränderungen mit sich. «Viel geschlafen habe ich auch früher nicht, doch nun ist es noch weniger», sagt Muller, «und meine Gedanken kreisen nun permanent ums Eishockey.» Klagen will Muller nicht, schliesslich hat er die neue Herausforderung gesucht: «Ich habe das gern, der Spass bei der Arbeit ist gross.»

Verändert hat sich nach seinem Aufstieg auch sein Verhältnis zur Mannschaft. Muller findet zwar: «Ich bin noch immer ein netter Kerl, aber sicher distanzierter als früher. Nach den Trainings habe ich nicht mehr so viel mit den Spielern zu reden wie früher.» Stattdessen zieht er sich in sein Büro zurück.

ZSC-Lions-TV
Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen