NLA

04. Januar 2015 18:28; Akt: 04.01.2015 21:57 Print

Davos neuer Leader – Kloten gewinnt Kellerduell

Davos rehabilitiert sich für die Niederlage gegen Zug und bezwingt in der heimischen Arena Genf-Servette gleich mit 5:1. Kloten gewinnt gegen die Lakers 3:2.

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Der Spengler-Cup-Sieger Genève-Servette verliert beim heimstarken HCD 1:5. Im Mitteldrittel machen die Bündner innerhalb von zwölf Minuten aus einem 0:1-Rückstand das vorentscheidende 4:1. Davos-Ersatzgoalie Janick Schwendener, der aktuell bei Servette aushilft, wird der Gastauftritt bei seinem eigentlichen Arbeitgeber nicht in guter Erinnerung bleiben.

Nach einem flauen Startdrittel und der etwas überraschenden Führung der Genfer durch Tim Kast musste er innerhalb von knapp zwölf Minuten gleich vier Mal hinter sich greifen. Zumindest beim 2:1 durch Samuel Walser sah Schwendener unglücklich aus. Im Schlussabschnitt gab dann Stammkeeper Robert Mayer nach zweimonatiger Absenz wegen einer Knöchelverletzung sein Comeback. Er musste sich erst gut zwei Minuten vor Schluss von einem nicht zwingenden Schuss Grégory Sciaronis bezwingen lassen.

Nur das Powerplay war nicht optimal

Am Spengler-Cup hatte Servette dem Gastgeber die Show gestohlen, doch in der Meisterschaft sind die Davoser das Mass aller Dinge – vor allem in der heimischen Arena. Nach dem 0:1 ging ein Ruck durch die Mannschaft. Das Team von Trainer Arno Del Curto gewann im 17. Heimspiel zum 15. Mal und übernahm wieder die Spitze. Da kann es sich der HCD gut leisten, Verteidiger Sven Jung für mindestens zwei Wochen an den SC Bern auszuleihen. Und Genève-Servette ist sowieso ein gern gesehener Gast – die Bündner gewannen auch das dritte Duell in dieser Saison.

Einziger Kritikpunkt war das Powerplay, das bei den Davosern nicht nach Wunsch funktionierte und in fünf Versuchen nichts Zählbares hervorbrachte. Sämtliche Tore durch Dick Axelsson, Walser, Grégory Hofmann, Marcus Paulsson und Sciaroni fielen bei Gleichstand der Kräfte. Servette hingegen tut gut daran, von der Feierlaune schnellstens in den Alltagsmodus zurückzuschalten. Es kassierte im ersten Spiel des Jahres 2015 bereits die vierte Meisterschaftsniederlage in Folge.

Kloten siegt im Kellerduell 3:2

In einer verrückten Schlussphase machten die Lakers innerhalb von 22 Sekunden ein 0:2 wett, ehe Sean Simpson 55 Sekunden vor Schluss doch noch mit dem ersten Sieg beschert wurde. Im vierten Spiel seit seiner Übernahme des Trainerpostens in Kloten konnte Sean Simpson erstmals jubeln. Der ehemalige Schweizer Nationaltrainer und Silber-Held von Stockholm musste allerdings über Gebühr leiden.

Im Duell zwischen Not und Elend hatten die Kloten Flyers spätestens nach dem 2:0 der Servette-Leihgabe Paul Ranger in der 54. Minute alles im Griff – aber nur scheinbar. Innerhalb von 22 Sekunden verspielten die Flyers in der 58. Minute wie am Samstag bei der Niederlage gegen Fribourg-Gottéron einen Zweitore-Vorsprung auf fahrlässige Weise. Rapperswil-Jonas PostFinance-Topskorer Nicklas Danielsson und sein schwedischer Landsmann Niklas Persson würgten den Puck zweimal aus kürzester Distanz über die Linie – die hypernervösen Klotener schauten nur zu.

Über 50 Minuten ohne Spektakel

Doch wenn es einen idealen Aufbaugegner gibt, sind das die Rapperswil-Jona Lakers. 30 der letzten 32 Partien gegen die St. Galler hatte Kloten gewonnen – und es holte sich den Sieg auch diesmal. 55 Sekunden vor Schluss kurvte Denis Hollenstein, der im Mitteldrittel von einem Puck im Gesicht getroffen und rund zehn Minuten in der Garderobe gepflegt wurde, magistral um das Tor des Heimteams und bediente mustergültig Simon Bodenmann. Dieser liess sich die Chance nicht entgehen und bescherte den Zürcher Unterländern die drei budgetierten Punkte. Für Tabellen-Schlusslicht Rapperswil blieb zum wiederholten Mal in dieser Saison das bittere Fazit: gut gekämpft, dem Gegner ebenbürtig gewesen – und am Ende mit leeren Händen nach Hause.

Vor der verrückten Schlussphase hatte wenig auf ein Spektakel hingedeutet. Bereits nach 168 Sekunden hatte Verteidiger Patrick von Gunten mit seinem zweiten Saisontor – das erste gelang ihm am Samstag gegen Fribourg – die Klotener in Führung gebracht. Danach geschah über 50 Minuten lang nicht mehr viel. Immerhin konnte sich Jonas Müller, der am Vortag am Ursprung der Niederlage gestanden hatte, einige Male auszeichnen. Der Shutout blieb ihm jedoch um knapp drei Minuten verwehrt.

Davos - Genève-Servette 5:1 (0:0, 4:1, 1:0)
3778 Zuschauer. - SR Massy/Stricker, Ambrosetti/Tscherrig.
Tore: 24. (23:08) Kast (Trutmann, Loeffel) 0:1. 25. (24:28) Axelsson (Lindgren, Guerra) 1:1. 32. Walser (Sciaroni) 2:1. 35. Hofmann (Corvi, Dino Wieser) 3:1. 37. Paulsson (Camperchioli, Forster) 4:1. 58. Sciaroni (Hofmann, Reto von Arx) 5:1.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 7mal 2 plus 10 (Vukovic) Minuten gegen Servette. -
PostFinance-Topskorer: Paulsson; Romy.
Davos: Genoni; Du Bois, Guerra; Forster, Reto von Arx; Jan von Arx, Paschoud; Camperchioli; Marc Wieser, Ambühl, Dino Wieser; Axelsson, Lindgren, Paulsson; Sciaroni, Walser, Hofmann; Ryser, Corvi, Jörg; Simion.
Genève-Servette: Schwendener; Loeffel, Mercier; Iglesias, Vukovic; Bezina, Trutmann; Antonietti; Rubin, Tom Pyatt, Taylor Pyatt; Jacquemet, Romy, Picard; Wick, Lombardi, Almond; Douay, Kast, Gerber.
Bemerkungen: Davos ohne Koistinen, Schneeberger (beide verletzt), Jung (an den SC Bern ausgeliehen), Kindschi und Aeschlimann (beide U20-WM), Genève-Servette ohne D'Agostini, Marti, Rivera (alle verletzt), Bays (krank), Traber (gesperrt) und Rod (U20-WM). 1. (0:57) Kicktor von Wick aberkannt. 22. Pfostenschuss Marc Wieser. Verletzt ausgeschieden: Walser (33.); Jacquemet (7.).

Rapperswil-Jona Lakers - Kloten Flyers 2:3 (0:1, 0:0, 2:2)
4692 Zuschauer. - SR Kurmann/Piechaczek (De), Kohler/Zosso.
Tore: 3. Von Gunten (Bieber, Hollenstein) 0:1. 54. Ranger 0:2. 58. (57:06) Danielsson (Johansson) 1:2. 58. (57:28) Persson (Johansson, Danielsson) 2:2. 60. (59:05) Bodenmann (Hollenstein) 2:3. -
Strafen: 2-mal 2 Minuten und Spieldauer (Johansson) gegen Rapperswil-Jona, 5-mal 2 Minuten gegen Kloten.
PostFinance-Topskorer: Danielsson; Santala.
Rapperswil-Jona Lakers: Wolf; Walser, Profico; Hächler, Sataric; Weisskopf, Sven Berger; Geyer; Danielsson, Persson, Jordy Murray; Frei, Johansson, Sieber; Pedretti, Hürlimann, Rizzello; Neukom, Heitzmann, Nils Berger; Thibaudeau.
Kloten Flyers: Müller; von Gunten, Back; DuPont, Ranger; Schelling, Randegger; Frick; Bieber, Santala, Hollenstein; Bodenmann, Mueller, Lemm; Brady Murray, Liniger, Praplan; Casutt, Kellenberger, Guggisberg; Leone.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Obrist, Flavio Schmutz, Lüthi, Friedli, Grigioni (alle verletzt) und Fransson (überzähliger Ausländer), Kloten ohne Vandermeer (gesperrt), Gerber, Stancescu, Jenni, Bühler, Stoop (alle verletzt) und Harlacher (U20-WM). Verletzt ausgeschieden: Jordy Murray (3.). Timeouts: Rapperswil-Jona (54.), Kloten (60.). Rapperswil-Jona ab 59:35 ohne Goalie.

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(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Aha am 04.01.2015 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuschauer

    WOW, in Davos hatte es an einem Sonntagnachmittag 3800 Zuschauer...

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  • simon weltert am 04.01.2015 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wow!

    rappi hätte ohne ihre schweden 0 punkte! krass wie schwach die schweizer sind (bis auf wolf)! die chancen für den b sieger sind wohl so hoch wie noch nie! irgendwann verlässt das glück rappi in den entscheidenden spielen!

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  • schläpfer am 05.01.2015 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    biel vamos a la playoffs

    Viele Fans keine Stimme, SCB !!

Die neusten Leser-Kommentare

  • schläpfer am 05.01.2015 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    biel vamos a la playoffs

    Viele Fans keine Stimme, SCB !!

  • alibaba am 04.01.2015 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    offsidetore?

    es ist keine beschuldigung sondern eine frage.. waren 2 tore von davos nicht offside? vorallem das erste habe ich gedacht was klar offside.. danke im voraus

    • Peregrin Tuk am 04.01.2015 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ich habe keine Offsides gesehen.

    • Berner Bär am 05.01.2015 09:14 Report Diesen Beitrag melden

      Blaublindheit

      Unsere NLA-Schiris haben eine Blaublindheit, das ist seit Jahren bekannt. So wurde Rappi ein klarer Penalty verwehrt, als der Rappi-Angreifer nach dem Ausspielen des Torwarts von dem von hinten anbrausenden Klotener mit einem Stockschlag auf den Stock am Torschuss gehindert wurde (Die "klare Torsituation", wie sie das Reglement vorgibt, war da zu 500% gegeben! Zudem hätte ein Pfiff den Restausschluss des Kloteners zur Folge haben müssen - hinterster Mann). Als Schiri (1.Liga) frage ich mich wirklich, wie Kurmann seine NLA-Quali begründen kann!

    • Crosby am 05.01.2015 09:33 Report Diesen Beitrag melden

      Restausschluss??

      Penalty ok, aber ein Restausschluss??Das ist nicht Fussball!!Hier gibt es keine rote Karte für eine Notbremse!Sie sind wohl Fussball-Schiri in der 1.Liga?

    • omark am 05.01.2015 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @berner war nicht einmal ein penalty!

    • Bärti am 05.01.2015 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      keine Torchance

      @ Berner Bär Wenn von Rappi ein Spieler alleine auf's Tor zieht, ist nie von einer klaren Torchance die Rede... ;) Ne, Spass beiseite, ganz klarer Penalty !

    • 8302 am 05.01.2015 13:32 Report Diesen Beitrag melden

      @Berner Bär

      Meinst du die Aktion wo Danielsson vorbei zieht und Ranger sich in den Schuss wirft und Ihn am Stock leicht trifft??Denn dass wäre nicht mal Penalty, an eine andere Szene kann ich mich nicht erinnern...Und der mit dem Restausschluss müsstest du mir nochmal erklären ;-)

    • Hater am 05.01.2015 16:40 Report Diesen Beitrag melden

      Schiri Lullen

      @ 1. Liga Schiri: Das Problem ist, dass fast keine Schiedsrichter hier in der Schweiz überhaupt etwas vom Sport verstehen! Die meisten hatten es in einer tiefen Juniorenstufe nicht weiter geschafft und endeten dann so..bitte schau mal ein wenig NHL oder internationales Niveau, da geht es anders zu und her. Sorry für die Erlichkeit.

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  • simon weltert am 04.01.2015 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wow!

    rappi hätte ohne ihre schweden 0 punkte! krass wie schwach die schweizer sind (bis auf wolf)! die chancen für den b sieger sind wohl so hoch wie noch nie! irgendwann verlässt das glück rappi in den entscheidenden spielen!

    • Zürisee am 04.01.2015 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      na und

      Ganz unrecht haben Sie ja nicht. Aber das einzige was Heute krass war ist die Schirileistung. Und wieso wird Jonas Müller so gelobt? Weil er so viel dusel hatte...

    • bodensee am 04.01.2015 20:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      wers glaubt

      nana wenn man eure matchberichte liest wirds unglaubhaft.. immer hatte der gegner glück, rappi pech und schlussendlich war dann doch der schiri entscheidend!

    • Linus am 05.01.2015 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      LQ?

      Freue mich auf die LQ, sollte Rappi mit 2 Ausländern gegen Langnau spielen. Gruss aus Zug

    • Bruno S. am 05.01.2015 13:48 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ganz...

      Stimme ich zum Teil zu. Allerdings spielt Rappi besser als letzte Saison und die Tabelle zeigt nicht ganz die Wahrheit. Und zudem war Rappi in den letzten Jahren gar nie in der LQ.

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  • Gianchen Hitch am 04.01.2015 19:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Zeitgemäss.

    Beide Mannschaften auf Augenhöhe.... Jedoch leider immer noch nicht in Sachen Gesichtsschutz. Vorfälle wie bei Jaquemet müssten nicht sein.

    • Simon Dettlinf am 04.01.2015 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Jedem seine Entscheidung

      Auch wenn ich diesen Vorfall zutiefst bedauere, ist es doch immer noch jedem seine eigene Entscheidung, ob er einen Gesichtsschutz trägt... Ich würds machen

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  • Horst Adler am 04.01.2015 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Davos

    Arme müde Davoser schon wieder fit. (leider) Davos hat keine Stimmung! Spenglercup war bestes Beispiel. Nur Stimmung wenn Tor für Davos fällt oder kurz vor Schluss in Führung. Stimmung nehme man sich ein Beispiel an Lausanne und/oder den Tessinervereinen (immer Stimmung auch wenn eigenes Team hinten liegt. Herzblut nennt man das!)

    • Tony Weber am 04.01.2015 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Bern viel schlimmer

      Ist in Bern noch viel schlimmer, siehe jüngstes Beispiel im kleinen Bernerderby gegen Biel. Dort ist nur Stimmung wenn Bern ein Tor schiesst, manchmal wenn sie in Führung stehen, oder wenn die Halbaf.fen von der Stehrampe Gegenstände auf das Eis schiessen.

    • Tom am 04.01.2015 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Stimmung in Bern mies

      Stimmung in bern wirklich sehr mies, vorallem wenn man bedenkt das an jedem Spiel zwischen 15'000 und 17'000 zuschauer sind!

    • Livio Ties am 05.01.2015 00:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Frechheit

      Ich finde das was sie hier sagen frech! Am Spenglercup sind wenige hcd fans:70 % der Zuschauer sind neutral. 20% fans vom andern Team weil sie Davos nicht mögen und dann noch magere 10 % sind Davos fans. Und während der meisterschaft haben wir sehr wohl Stimmung. Klar wir kommen nicht an ambri oder so her aber ich kann von reinem gewissen sagen das wir keine erfolgsfans sind! Ich finde ihre aussage frech!

    • chris am 05.01.2015 10:02 Report Diesen Beitrag melden

      Modefans

      Davos hat fast nur Modefans. Wer das nicht sieht sollte besser den Bäumen beim wachsen zusehen.

    • Hans Burger am 05.01.2015 10:56 Report Diesen Beitrag melden

      gästekurve

      @chris Modefans haben die anderen 11 Teams. Wenn Ihr Team in Davos spielt bleiben sie zu Hause. Die Gästekurve in Davos bleibt meistens ziemlich leer während die HCD Fans den Unterländern die Halle füllen !

    • Arrow am 05.01.2015 14:59 Report Diesen Beitrag melden

      @Ties

      Also ok man könnte es etwas lieber schreiben. Aber die Stimmung am Spenglercup war sehr schlecht. Ich mag den Cup sehr.Aber Davos muss über die Bücher.

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