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Lakers
08. September 2010 23:00; Akt: 08.09.2010 20:21 Print
Mit neuer Vernunft zurück ins Mittelfeld
von Marcel Allemann - Letzte Saison wollten die Lakers mit einer Offensivstrategie in die Playoffs stürmen. Die Übung ging in die Hose. Nun versucht man es mit Vernunft.

Starten einen Neuanfang: Christian Weber und Topskorer Stacy Roest. (Bild: Keystone)
Elf sind gegangen, zehn sind gekommen. Statt Nationalspieler wie Paterlini oder Reuille gehen nun Perspektivspieler wie Suri oder Gailland für die Rapperswil-Jona Lakers auf Torjagd. «Es ist ein Neuanfang, den wir bewusst gesucht haben. Denn wir wollten einen neuen Teamgedanken und dafür braucht es auch neue Spieler», erklärt Christian Weber, der die Mannschaft im vergangenen Februar früher als geplant übernehmen musste, als John Slettvoll das Handtuch warf. Immerhin führte der Dübendorfer die Seebuben anschliessend sicher zum Ligaerhalt. Gegenüber jener Mannschaft ging zwar einiges an Erfahrung verloren, dafür sind die Lakers «jünger, schneller und körperlich robuster geworden», wie Weber ausführt.
Und vor allem: Nachdem die St. Galler im letzten Winter eine Offensivstrategie gewählt hatten und finanziell an ihre Schmerzgrenze gegangen waren (Budget von 10,6 Mio. Franken), wurde nun zurückbuchstabiert (Budget von 10 Mio. Fr.). Mit der wiedergewonnen finanziellen Vernunft will man auch die sportliche Negativspirale verlassen und es nach zwei Jahren Pause wieder in die Playoffs schaffen. Die Lakers möchten wieder dorthin zurück, wo sie schon mal waren – ins Mittelfeld der Liga.
Und der Mann, der diesen Aufschwung möglich machen soll, ist Christian Weber. Er soll zu einer Art Unterland-Version von Davos-Messias Arno Del Curto werden. Ein Trainer, der auch grossen Einfluss auf die Transfers nimmt, wenn es letztendlich auch Geschäftsführer Reto Klaus ist, der die Verträge aushandelt und abschliesst. «Ich fühle mich sehr wohl bei den Lakers, es herrscht die nötige Ruhe im Verein, man lässt mich arbeiten», erklärt Weber. Nach hektischen Jahren bei den SCL Tigers scheint der Dübendorfer in der richtigen Oase angekommen zu sein.

























