NLA-Playoffs

22. März 2010 13:05; Akt: 22.03.2010 13:05 Print

Larry Huras, hat der SCB ein Meisterteam?Larry Huras, hat der SCB ein Meisterteam?

von Klaus Zaugg - SCB-Trainer Larry Huras spricht im Interview mit 20 Minuten Online über das lange Warten auf den Halbfinalgegner und warum der SCB in der Qualifikation ein meisterliches Team war.

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Larry Huras. Als SCB-Coach seinen persönlichen dritten Schweizer Meistertitel im Visier. (Bild: Keystone)

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20 Minuten Online: Larry Huras, hatten Sie überhaupt schon einmal eine so lange Wartezeit auf die Halbfinals?
Larry Huras:
Ja, ich glaube schon, aber das ist sehr, sehr lange her. Damals in Rouen haben wir oft die erste Runde in vier Spielen gewonnen (1995 hat Huras Rouen verlassen - die Red.)

Wie verbringt der Cheftrainer des SC Bern diese lange Wartezeit auf die Halbfinals?
Er arbeitet und er schaut sich sehr viele Videos an.

Welchen Gegner studieren Sie? Fribourg, die ZSC Lions oder Kloten?
Mein Assistent Hans Kossmann und ich analysieren alle Gegner, die noch in Frage kommen. Wir schauen also die Videos aller Viertelfinalserien an und dann tauschen wir unsere Beobachtungen aus. Am Dienstag wird Hans im Büro am Fernsehen das Spiel Servette gegen Fribourg verfolgen und ich bei mir zu Hause die Partie Zug gegen die ZSC Lions und dann werden wir noch am gleichen Abend erneut unsere Beobachtungen austauschen.

Was haben Sie bisher auf den Videos gesehen?
Es ist nicht so entscheidend, was wir da gesehen haben. Wir haben genug Informationen. Es genügt, wenn wir dann ein paar Details an unsere Spieler weiter geben. Es ist für uns wichtig, dass wir uns vor allem auf unsere Stärken konzentrieren und unser Spiel spielen.

Wen hätten Sie den am liebsten als Halbfinalgegner: Fribourg, Kloten oder die ZSC Lions?
Fribourg. Hätte Fribourg am Samstag gewonnen, könnten wir uns schon jetzt auf einen Gegner vorbereiten und das würde mir sehr, sehr viel Arbeit ersparen.

Ist diese lange Pause ein Vorteil oder ein Nachteil?
Es ist wie es ist. Ideal wäre theoretisch eine Pause, wie sie jetzt Kloten hat. Aber deswegen wollten wir ja nicht die Viertelfinals 4:2 statt 4:0 gewinnen. Weniger Spiele hat auch den Vorteil, dass das Verletzungsrisiko kleiner wird. Marc Lüthi hat nach dem dritten Sieg gegen Lugano sowieso klar gemacht, dass er kein fünftes Spiel wünscht.

Sie haben in Zürich und in Lugano Meisterteams gecoacht. Hat auch der SC Bern ein Meisterteam?
Lassen Sie mich erklären, was ein Meisterteam ausmacht. Ob eine Mannschaft ein Meisterteam sein kann, zeigt sich daran, wie sie nach dem Spiel reagiert. In den Playoffs kann so viel passieren. Es gibt so viele Faktoren, die die Leistung beeinflussen, dass es entscheidend ist, sich sofort nach einer Niederlage wieder sammeln und auf das nächste Spiel konzentrieren zu können. In der Qualifikation waren wir dazu in der Lage. Wir sind nie in eine Krise geraten, weil wir nach Niederlagen schnell wieder einen Weg gefunden haben, Spiele zu gewinnen und deshalb haben wir die Qualifikation auf Platz eins beendet. Auf die Qualifikation bezogen, kann ich Ihre Frage mit ja beantworten. Aber wo wir wirklich stehen, ob wir auch in den Playoffs so reagieren können, das wissen wir erst, wenn wir uns in den Playoffs eine blutige Nase geholt haben. Die Frage, die Sie gestellt haben, kann vor dem Saisonende nicht beantwortet werden.

Sind Sie mit der Art und Weise wie in Bern in diesen Tagen gearbeitet wird, zufrieden?
Ja, ich bin sehr zufrieden. Die Spieler arbeiten in den Trainings hart und konzentriert, Tempo und Intensität sind hoch.

Sind jetzt zum ersten Mal in dieser Saison alle Spieler fit?
Sagen wir es so: Erstmals ist jeder dazu in der Lage zu spielen, wenn wir ihn brauchen. Hundertprozentig fit sind in den Playoffs kaum je alle Spieler.

Simon Gamache bleibt auch in den Halbfinals auf der Tribune?
In den Playoffs kann so viel passieren, dass diese Frage zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht beantwortet werden kann.

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