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Offensive
09. September 2010 22:12; Akt: 09.09.2010 19:32 Print
«Ambri gehört nicht ans Tabellenende»
von Marcel Allemann - Aufbruchstimmung beim HC Ambri-Piotta. Ein solches Desaster wie in der letzten Saison will man in der Leventina nicht noch einmal erleben.

Paolo Duca (l.) glaubt, dass Ambri diese Saison einige Waffen mehr zur Verfügung hat. (Bild: Keystone)
50 Spiele, 40 Niederlagen, nur 10 Siege, 18 Punkte Rückstand auf die vorletzten SCL Tigers, 34 Zähler hinter einem Playoff-Platz. Bei Ambri ging in der letzten Saison so ziemlich alles schief, ehe sich die Tessiner in den Playouts gegen Biel retten konnten. «Es kann nicht sein, dass wir uns schon so früh in der Saison einen derart grossen Rückstand auf die anderen Teams einhandeln und mit der Vergabe der Playoff-Plätze nichts mehr zu tun haben», kritisiert Captain Paolo Duca. Verheerend war für die Leventiner dabei vor allem ihr Loch im Spätherbst mit zwölf Pleiten in Folge. «Es darf nicht mehr geschehen, dass wir uns derart gehen lassen», fordert Duca.
Bildstrecken Die Miserablen Pestoni: Grosses Talent mit TorinstinktStarke Nachwuchsspieler sind für einen finanziell nicht auf Rosen gebetteten Verein wie Ambri enorm wichtig. Der grösste Hoffnungsträger trägt den klingenden Namen Inti Pestoni. Letzte Saison setzte der 19-Jährige mit seinen ersten 23 NLA-Spielen und drei Toren eine Duftmarke, phasenweise spielte der Youngster sogar im ersten Sturm an der Seite von Paolo Duca und Erik Westrum. Doch nun, nachdem die Leventiner ihre Offensive verstärkt haben, muss der Flügelstürmer wohl vorerst weiter hinten anstehen.
Der Liebling der weiblichen Teenies ist mit sehr viel Talent gesegnet, verfügt über grosse läuferische und technische Fähigkeiten sowie einen ausgeprägten Torinstinkt. Weniger behagt ihm allerdings das Körperspiel. Wenn es Pestoni gelingt, seine physischen Defizite in den kommenden Jahren noch wettzumachen, dann bringt der Tessiner alles mit, um in den nächsten Jahren zu einem prägenden NLA-Stürmer heranzureifen. (mal)
Immerhin ist nun eine Aufbruchstimmung zu erkennen, so wurde die Offensive durch Spieler wie Kariya, Lehoux, Trevor Meier und Raffainer verstärkt. «Wir haben letzte Saison viele Partien mit einem oder zwei Toren Differenz verloren», erinnert sich Duca, «nun haben wir einige Waffen mehr.» Ob dies reicht, damit Ambri wieder ernsthaft um einen Playoff-Platz mitspielen kann, wird sich zeigen. Duca hat auch keine Lust, sich jetzt damit zu befassen, wo die Mannschaft im Februar stehen könnte, in der Leventina hat man vorerst andere Ziele: «Wir gehen mit der Einstellung aufs Eis, dass wir jeden Match gewinnen wollen. Dabei ist es wichtig, dass wir täglich gut arbeiten und uns stets weiter verbessern.» Letzte Saison blutete bei Duca, in dessen Adern weissblaues Blut fliesst, das Herz. Nun sagt der Nationalspieler mit Bestimmtheit: «Ein Klub wie Ambri gehört nicht ans Tabellenende. Zwar verfügen wir nicht über die Budgets von Bern oder Lugano, aber ich glaube daran, dass wir den Verein Schritt für Schritt wieder ins Mittelfeld zurückführen können.»

























