Keine Lösung gefunden

07. Dezember 2012 07:05; Akt: 07.12.2012 09:48 Print

Der NHL-Lockout geht doch weiterDer NHL-Lockout geht doch weiter

von Klaus Zaugg - Der Sitzungsmarathon in New York ist am Donnerstagabend ohne Resultat zu Ende gegangen. Eine Lösung im NHL-Tarifstreit ist nach wie vor nicht in Sicht.

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Weil sich sechs Teambesitzer und schliesslich 18 Spieler in New York an zwei Tagen zu Sitzungen ohne NHL-Boss Gary Bettman und Gewerkschafts-General Don Fehr zu Gesprächen trafen, gab es bereits Gerüchte über das Ende des NHL-Lockouts per Freitag. Aber es ist weiterhin keine Lösung in Sicht. Den nach den Gesprächen ausgearbeiteten Vorschlag der Spielergewerkschaft hat die Liga rundweg abgelehnt. Ein neuer Sitzungstermin ist noch nicht vereinbart.

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Es geht nach wie vor um die gleichen Probleme: Die Aufteilung der 3,3 Milliarden Gesamteinnahmen. Grundsätzlich ist die Liga bereit, 50:50 zu teilen (bisher 57 Prozent für die Spieler). Aber über das Wie des Teilens gehen die Meinungen nach wie vor weit auseinander. Immer noch ist unklar, in welcher Form die weiterlaufenden bestehenden Verträge respektiert werden sollen (d.h. wie gross die Kürzungen sein werden). Es gibt keine Übereinstimmung in Transferfragen (wann darf einer ohne Kompensation wechseln?), über die Limitierung der Dauer von Spielerverträgen und keine Einigung über die Dauer des neuen Gesamtarbeitsvertrages (die Liga will, wie andere Sportarten, zehn Jahre, um eine Weile Ruhe zu haben, die Gewerkschaft will schon nach sechs Jahren eine Ausstiegsoption). Es gibt Meinungsverschiedenheiten, ob und wie die Spielerlöhne an die Gesamteinnahmen gekoppelt werden sollen (die Spieler wollen garantierte Verträge) und darüber hinaus gibt es nach wie vor unzählige Kleinigkeiten (wie die Olympia- und WM-Teilnahme der NHL-Stars für die nächsten Jahre, auch für 2014) zu regeln. Das Vertragsgesamtwerk umfasst mehr als 500 Seiten.

Es braucht jetzt ein Wunder

Wann gibt es eine Lösung? Das kann niemand sagen. Es gibt vorerst keinen neuen Terminplan für weitere Verhandlungen. NHL-Boss Gary Bettman und Gewerkschafts-General Don Fehr sind offensichtlich nicht mehr dazu in der Lage, konstruktiv zu verhandeln. Die Vermittlungsversuche der staatlichen Schlichtungsstelle sind gescheitert. Die direkten Gespräche zwischen Teambesitzern und den Spielern haben auch keine Lösung gebracht. Es braucht jetzt ein Wunder.

So viel lässt sich feststellen. Wir haben eine ganz ähnliche Situation wie im Dezember 2004. Am 16. Februar 2005 ist dann die ganze Saison abgesagt worden. Der Unterschied zu 2004 liegt darin, dass durch die neuen Kommunikationsmittel (wie Twitter) viel mehr Einzelheiten des ganzen bizarren Streites in die Öffentlichkeit gelangen und so Spekulationen angeheizt und immer wieder Hoffnungen befeuert werden. Aber eine Lösung ist heute so wenig in Sicht wie damals im Dezember 2004.

Der ganze Streit wird in Nordamerika von der Öffentlichkeit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer mehr als lächerliches Theater empfunden. Weil eine Spielergewerkschaft, deren Mitglieder im Durchschnitt rund 2,2 Millionen Dollar pro Saison verdienen, mit Milliardären um Privilegien und Pfründe feilscht. Es handelt sich durchaus um eine ganz besondere Form der Wohlstandsverwahrlosung. Dabei ist es ganz einfach: Wenn Millardäre mit Millionären streiten, gewinnen immer die Milliardäre. Aber das sehen die selbstbewussten NHL-Jungmillionäre anders - und riskieren die Absage der ganzen Saison. Vorerst sind alle Spiele bis zum 14. Dezember abgesagt. Als sicher gilt: Diesmal wird im Falle eines Falles die Absage nicht erst im Februar erfolgen.

Die Chancen, dass die NHL-Stars beim Spengler Cup spielen, steigen.

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  • Dani Zehnder am 08.12.2012 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Schon komisch.

    Wandert ein CH-Spieler in die NHL ab denken alle: Cool, hoffentlich packt er's. Darf er drüben nicht spielen und kommt er deswegen zu dem Club zurück, bei dem er eigentlich noch einen langfristigen Vertrag hat (wie bei Diaz & Brunner der Fall), ist die Hölle los. Die beiden wurden in Zug ausgebildet bzw. kamen dort den Feinschliff, um überhaupt NHL-tauglich zu werden. Ist es da nicht legitim, dass sie auch dort wieder spielen? Eigentlich wäre hier Sbisa auch noch zu erwähnen. Hey - es ist ein Pokerspiel der Zuger: Geht es auf, sind sie weit vorne anzutreffen...und sonst eben nicht.

  • Yash am 07.12.2012 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Unfähig

    Man sollte Spieler und Klubbesitzer auf den Mond schiessen, sowas von unnachgiebig. Leute verhungern, sterben wegen Armmut und diese armen Millionäre und Milliardäre finden keine Lösung weil jeder angst um sein Geld hat... haben die keine anderen Probleme ?? echt zum "göisse"

    • Jürg Federer am 07.12.2012 17:25 Report Diesen Beitrag melden

      Spieler vs. Klubbesitzer...

      Meine Worte, aber: Klubbesitzer verlieren zuweilen Geld, während Spieler immer bezahlt wurden und auch immer bezahlt werden. Es sind die Spieler, die auf den Mond gehören... Geiz ist bei einem Durchschnitssalär von 2,1 Millionen Dollar nicht angebracht.

    • Sid Crosby am 08.12.2012 02:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ausnützung der Arbeiter

      Wärend des Lockouts erhalten die Spieler keinen Lohn. Club Besitzer vergnügen sich in ihren Logen und verdienen Milliarden, wärend dessen die Spieler Tag für Tag ihre Gesundheit aufs Spiel setzen um die Fans resp. Zuschauer in die Stadien zu locken. Ich würde mich auch nicht über den Tisch ziehen lassen. Hoffe, dass die Spieler nicht nachgeben.

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  • Hans Gut am 07.12.2012 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spenglercupverfälschung

    finde es nicht toll dass der Spenglercup mit den vielen NHL Spieler verfälscht wird!!

    • bruin am 07.12.2012 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      hoffe du meinst das nicht ernst...

      der sc hat ja einen sooo wichtigen sportlichen stellenwert er ist ein hockeyfest bei dem der sport zelebriert wird und fertig

    • T. Hart am 07.12.2012 15:04 Report Diesen Beitrag melden

      Spengler Cup Highlight 2012

      Im moment ist dies das einzig gute an dem verfluchten Lockout

    • Aschi Gerber, Eggiwil am 07.12.2012 15:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      hehe

      Jetzt kommt noch der @Hans Gut, und will mit viel Ironie und Witz den Lockout umgehen. Selten so gelacht. grööl. haha Ich hoffe das es Ironie und Witz ist, sonst ist es nur noch zum heulen.

    • Duvalle am 07.12.2012 15:19 Report Diesen Beitrag melden

      NLA!

      Ist ja bei der NLA auch so, aber wenn man die Kommentare durchliest dann scheint dem nicht so.

    • Kay Fielding am 07.12.2012 15:43 Report Diesen Beitrag melden

      Also der SC ist ja so oder so

      Jahr für Jahr verfälscht, der HC Davos ist ja z.B nie der HCD wie man ihn von der Liga kennt, sondern verstärkt mit zusätzlichen Stars, genauso wie beim Rest der teilnehmer.....daher ein lustiger Satz betreffend NHL Spieler;-)

    • nick am 07.12.2012 15:55 Report Diesen Beitrag melden

      wie bitte??

      was genau wird da verfälscht?? ein showturnier bei dem es nur um spektakel geht? die nhl spieler sind ein gewinn für den sc!!!

    • Urs Schawald am 07.12.2012 16:49 Report Diesen Beitrag melden

      Ein guter Scherz, Herr Gut

      Der Spenglercup ist ein Jekami-Spektakel, wo im Grundsatz jede Mannschaft mit ihren Verstärkungsspielern den "Wettkampf" verfälscht.

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