14. November 2012 19:47; Akt: 14.11.2012 19:53 Print

Die Leichtigkeit des Skorens

von Marcel Allemann - Er skort und skort und skort. Damien Brunner (26) ist ein Schweizer Phänomen.

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Vancouvers Keeper verstärkte während dem Lockout Ambri-Piotta, bestritt aber am Wochenende vom 5./6. Januar genauso wie alle anderen noch in der Schweiz spielenden NHL-Stars seine letzten Partien. Der kanadische Jungstar von den Colorado Avalanche stiess am 9. Dezember zu Ambri und verliess die Leventiner am 7. Januar wieder. Der Center der Ottawa Senators spielte während dem Lockout für die Rapperswil-Jona Lakers. Am 3. Januar 2013 flog er zurück in die Heimat, in der Hoffnung, dass die NHL den Spielbetrieb in dieser Saison doch noch aufnimmt. Womit er wenige Tage später recht erhielt. Der Stürmer der Boston Bruins lief bis am 31. Dezember für den EHC Biel auf. Nach der Spengler-Cup-Teilnahme mit dem Team Canada kehrte er in seine Heimat zurück. Der Kanadier kam von den Boston Bruins zum HC Lugano. Er verliess den Verein zum Jahreswechsel wieder. Davos nahm am 4. Dezember den 27-jährigen Schweden von den Dallas Stars unter Vertrag. Er war in der letzten Saison der erfolgreichste Skorer seines Teams. Der Captain von Stanley-Cup-Sieger Los Angeles Kings spielte für die ZSC Lions. Der Stürmer der Montreal Canadiens lief während der Lockout-Zeit für Fribourg-Gottéron auf. Der New-York-Rangers-Akteur gab ein Gastspiel bei den Lakers, reiste aber bereits Mitte Dezember wieder ab. Die Nummer 88 von den Chicago Blackhawks verstärkte während des Lockouts den EHC Biel. (vorne) Der Erstrundendraft von 2007 hatte zu Beginn des Lockouts bei Ambri einen kurzen Auftritt. Nach nicht einmal drei Wochen reiste der Stürmer der Montreal Canadiens wieder ab. Angeblich wegen einer Ellenbogen-Entzündung. Der Goalgetter der Detroit Red Wings sorgte beim EV Zug für Furore. Der Teamkollege von Mark Streit bei den New York Islanders stürmte während des Lockouts beim SC Bern. Tavares war in der letzten NHL-Saison achtbester Skorer der Liga. Der Center der Washington Capitals spielte für die Kloten Flyers. Wegen Adduktorenproblemen reiste er aber bereits vor dem Lockout-Ende zweimal in die USA. Der Kanadier gehört seit sechs Jahren zum Stamm der Washington Capitals. Der Stürmer der Buffalo Sabres wurde von den SCL Tigers verpflichtet. Er reiste Ende November für medizinische Abklärungen vorerst zurück nach Nordamerika reisen - und kam auch nicht mehr zurück. Der Verteidiger der Minnesota Wild wurde während dem Lockout ebenfalls von den SCL Tigers verpflichtet. Und auch er musste Ende November für medizinische Abklärungen zurück in die USA reisen. Zurück kam er nicht mehr. Der Ur-Berner von den Nashville Predators spielte während dem Lockout beim SC Bern. Der Kanadier (vorne) gab ein Gastspiel beim HC Genf-Servette. In der NHL spielt der Center für die San Jose Sharks. Anfangs Dezember reiste er aus persönlichen Gründen in die Heimat zurück. Der Verteidiger der New York Islanders lief während des NHL-Lockouts für den SC Bern auf. Wie bereits beim letzten NHL-Lockout lief der Center der San Jose Sharks für den HC Davos auf. Auch der zweite «NHL-Davoser» vom Lockout 2005 kehrte zum HCD zurück. Der Verteidiger der Montreal Canadiens verstärkte für die Dauer des Lockouts den HC Genf-Servette. Der Stürmer, der mit den Detroit Red Wings in seine erste NHL-Saison starten wollte, spielte wie die vier Saisons zuvor beim EVZ. Der Ducks-Verteidiger verstärkte den HC Lugano. Der Verteidiger der Montreal Canadians kehrte während dem Lockout zum EV Zug zurück. Bereits bevor er sein Glück in der nordamerikanischen Ferne gesucht und gefunden hat, war Diaz bei den Innerschweizern acht Jahre lang unter Vertrag. Der Nashville-Predators-Spieler verstärkte Red Ice Martigny für knapp einen Monat. Nach dem Abgang von Hörnqvist sicherte sich Martigny die Dienste des Boston-Bruins-Akteurs. (r.) Der Däne spielte für den NLB-Klub Langenthal. Er steht seit 2008 bei den Ottawa Senators unter Vertrag.

Die Lockout-Spieler in der Schweiz.

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Letzte Saison wurde Brunner als erster Schweizer seit 30 Jahren PostFinance-Ligatopskorer. Diese Saison führt der Zug-Stürmer diese Wertung mit 11 Toren und 21 Assists bereits wieder souverän an. Und das obwohl er erst ab der 4. Runde eingriff – ursprünglich wollte Brunner diese Saison sein Glück ja bei den Detroit Red Wings versuchen. Daher ist er aktuell - ohne je ein Spiel in der NHL gespielt zu haben - der produktivste Lockout-Star in der NLA.

Schweizer Stürmern geht die Kaltblütigkeit vor dem Tor oft ab. Brunner ist mit seinen Skorerwerten somit ein Phänomen. Und er scheint auf diese Saison hin, nochmals besser geworden zu sein. «Ich habe versucht, konstanter zu werden. Das gelingt mir zwar nicht immer, aber ich denke schon, dass ich Fortschritte gemacht habe», sagt Brunner dazu. Auf dem Eis lebt er die Leichtigkeit des Skorens aus: «Ich mache mir keine Gedanken, sondern habe mit diesen Zwei einfach Spass.» Mit «diesen Zwei» meint Brunner seine genialen Linienpartner Henrik Zetterberg und Linus Omark. Das schwedisch-schweizerische Trio ist für jede Verteidigung ein Albtraum.

Für Brunner dagegen ist es ein Traum ein Teil davon zu sein – vor allem hinsichtlich seiner Zukunft. Denn Zetterberg wird auch bei Detroit sein Teamkollege sein. «Ich hoffe, dass es in der NHL bald losgeht», sagt der Stürmerstar deshalb nicht ohne Hintergedanken. Er weiss allerdings auch: «Dass ich hier mit Henrik gut harmoniere, garantiert mir drüben gar nichts.»

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